DNCA Invest Alpha Bonds-Fonds: 04/2020-Bericht, Performance von -7,14% seit Jahresbeginn - Fondsanalyse


22.05.20 09:30
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest - Alpha Bonds ist bestrebt, über die empfohlene Anlagedauer von mindestens drei Jahren eine höhere Wertentwicklung als der EONIA Index plus 2,5% nach Abzug von Gebühren zu erzielen, so die Experten von DNCA Investments.

Dieses Wertentwicklungsziel solle bei einer jährlichen Volatilität erreicht werden, die unter normalen Marktbedingungen unter 5% liege. Die Anleger würden darauf hingewiesen, dass der Verwaltungsstil Entscheidungsspielräume vorsehe.

Im April habe das makroökonomische Umfeld unverändert unter dem dominanten Einfluss der Folgen des COVID-19 gestanden. Die deutliche Verlängerung der Ausgangs- und Kontaktsperren bzw. die Umsetzung von Maßnahmen dieser Art in weiteren neuen Ländern führe dazu, dass sich die weltweite Wirtschaftsaktivität deutlich verlangsame und in einigen Wirtschaftssektoren sogar zu einem völligen Stillstand komme. Ausgehend von den derzeitigen Daten dürfte das 2. Quartal den seit dem Zweiten Weltkrieg stärksten Rückgang des weltweiten BIP bringen. Die Erholung werde folglich erst im 2. Halbjahr eintreten. Allerdings werde dies nur schrittweise erfolgen können: Umsetzung zwingender Gesundheitsmaßnahmen und eine wahrscheinliche vorsichtige Haltung der Verbraucher in Anbetracht der Gefahr einer zweiten Welle der Epidemie und schließlich einer unvermeidlichen Zunahme der Arbeitslosigkeit.

Angesichts dieser historischen Krise würden sowohl die Notenbanken als auch die Regierungen äußerst umfangreiche Stützungsmaßnahmen beschließen, um die kurzfristig zu erwartenden wirtschaftlichen Verluste in Grenzen zu halten und einen frühzeitigen Aufschwung zu ermöglichen. Die Zentralbanken hätten durch die Bank weg Programme zum Rückkauf von Wertpapieren umgesetzt. Diese würden darüber hinaus die Finanzierung der staatlichen Haushaltsdefizite ermöglichen und damit das Abgleiten der Renditen der Staatsanleihen vermeiden. Die Regierungen ihrerseits würden nach wie vor an die Stelle des Privatsektors treten und den Arbeitnehmern und Unternehmen, die unter der deutlich rückläufigen Aktivität leiden würden, monetäre Entschädigungen und staatliche Garantien bieten. Die Koordination zwischen den Zentralbanken und Regierungen aller Länder funktioniere zwar zum jetzigen Zeitpunkt insgesamt gut, doch sei sie aufgrund der institutionellen Verkrustungen in der Eurozone unverändert deutlich schwieriger zu organisieren. Zwar werde die Politik der EZB nicht infrage gestellt, doch erschwere die Komplexität Europas eine rasche Einigung über ein gemeinsames, koordiniertes und finanzielles Unterstützungspaket für alle Staaten.

An den Finanzmärkten sei im Segment der sichersten Anlagen erneut Ruhe eingekehrt. Die langfristigen Renditen der Staatsanleihen der G4-Staaten hätten sich kaum verändert und würden sich weiterhin sehr nahe der Ende März verzeichneten Niveaus bewegen. Im Monatsverlauf seien die Inflationserwartungen weiter angestiegen und die Realzinsen hätten sich entspannt. In Bezug auf die Inflation sei festzuhalten, dass die ersten im März veröffentlichten Daten über dem Konsens gelegen hätten und einerseits sowohl den starken Rückgang der Energiepreise als auch den Anstieg der Nahrungsmittelpreise widerspiegeln würden. Diese Krise bewirke eine starke Verzerrung der Struktur der relativen Preise, die sich aus Sicht der Experten von DNCA Investments erst in der Anfangsphase zu befinden scheine.

In Bezug auf die anderen Anlageklassen, insbesondere die Anleihen, sei festzuhalten, dass die Volatilität zwar etwas nachgelassen habe, jedoch weiterhin täglichen starken Schwankungen unterliege, die durch die wirtschaftlichen Ungewissheiten über die Nachkrisenzeit ausgelöst und durch eine schwache Liquidität noch weiter verschärft würden.

In diesem Umfeld ließ die Volatilität unseres Portfolios etwas nach, was zum einen passiv erfolgte, aber auch eine Folge der von uns im Monatsverlauf vorgenommenen Anpassungen war, so die Experten von DNCA Investments. Im Segment der Inflationsanleihen hätten die Experten marginal ihre Positionen gegenüber bundesdeutschen und amerikanischen Inflationsanleihen abgebaut, seien vollkommen aus dem japanischen Markt herausgestiegen und hätten eine Position gegenüber dem australischen Markt aufgebaut. Die meisten der im Portfolio verbliebenen Anlagen würden auf Anleihen mit Laufzeiten von 20 Jahren und mehr entfallen und seien gegenüber der Duration abgesichert. Die derzeit schwache Inflation wirke sich daher nur geringfügig auf diese Positionen aus, während die großen von den Staaten beschlossenen Konjunkturpakete und eine gewisse Monetarisierung der Schuldverschreibungen diese Positionen auf mittlere Sicht stützen dürften.

Bei den Schuldverschreibungen der Peripheriestaaten hätten die Experten von DNCA Investments damit begonnen, die Positionen gegenüber italienischen Staatsanleihen zu reduzieren, deren Volatilität weiterhin sehr stark bleiben dürfte, solange keine gemeinsame europäische Lösung der Krise gefunden werde. Im Monatsverlauf hätten die Experten nahezu 3,5% des Portfoliovermögens in auf Euro lautende Unternehmensanleihen mit einem Rating von mindestens A investiert, die für das Programm zum Ankauf von Wertpapieren des Unternehmenssektors (CSPP) der EZB zugelassen seien, um von einer breiten Basis zwischen Barmitteln und den CDS zu profitieren, die bei der Wiedereröffnung des Primärmarktes geboten werde.

Was die Schwellenländeranleihen betreffe, würden sich die Experten von DNCA Investments insgesamt von diesem Segment entfernt halten, abgesehen von China, wo sie sowohl in Staatsanleihen als auch in der Währung investiert seien. Schließlich hätten die Experten eine Short-Position gegenüber der Währung von Saudi-Arabien aufgebaut, dessen seit nunmehr mehr als 30 Jahren bestehende Bindung an den Dollar aufgrund der beispiellosen Verschlechterung der öffentlichen Finanzen zu einem asymmetrischen Risiko geworden sei. (Stand vom 30.04.2020) (22.05.2020/fc/a/f)





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