DNCA Invest Alpha Bonds-Fonds: 02/2020-Bericht, Performance von -3,52% seit Jahresbeginn - Fondsanalyse


19.03.20 09:00
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest - Alpha Bonds ist bestrebt, über die empfohlene Anlagedauer von mindestens drei Jahren eine höhere Wertentwicklung als der EONIA Index plus 2,5% nach Abzug von Gebühren zu erzielen, so die Experten von DNCA Investments.

Dieses Wertentwicklungsziel solle bei einer jährlichen Volatilität erreicht werden, die unter normalen Marktbedingungen unter 5% liege. Die Anleger würden darauf hingewiesen, dass der Verwaltungsstil Entscheidungsspielräume vorsehe.

Die Ausbreitung des Coronavirus außerhalb der Grenzen Chinas habe sich im Februar als die wichtigste Quelle für die Besorgnis an den Finanzmärkten erwiesen. Die in Italien beschlossenen Eindämmungsmaßnahmen, die Gesamtheit der nach und nach von vielen Ländern getroffenen Restriktionen sowie schließlich die von den Unternehmen umgesetzten Vorsichtsmaßnahmen würden eine scharfe konjunkturelle Verlangsamung befürchten lassen, von der man derzeit noch nicht sagen könne, wie lange sie anhalten werde. So würden die ersten globalen Indikatoren, die das Pandemierisiko mit integrieren würden, in der Tat darauf hindeuten, dass die Aktivität deutlich nachlassen werde. Ein Teil der Aktivität dürfte definitiv verloren sein, sodass es durchaus einige Zeit dauern könnte, bis sie sich wieder erhole. Glücklicherweise dürfte man einen erheblichen Teil in den kommenden Monaten aufholen können.

Im Verlauf des Berichtsmonats Februar hätten die Zentralbanken zwar den Eindruck erweckt, dass sie diesem gewaltigen Nachfrageschock eher hilflos gegenübergestanden hätten, doch hätten sie Handlungsspielraum gesucht, um diesen abzufedern, und dabei vor allem nachdrücklich die Forderung nach Unterstützung seitens der Haushaltspolitiken unterstrichen. Zum Monatsende allerdings schien die Federal Reserve in Anbetracht der heftigen Verhärtung der finanziellen Bedingungen mit der Senkung ihrer Leitzinsen zum konkreten Handeln überzugehen, um dem Druck seitens der Märkte und der US-Regierung die Luft zu nehmen, so die Experten von DNCA Investments.

Im Zuge der sinkenden Rohölpreise und dem an den Finanzmärkten aufkommenden Stress seien die Inflationserwartungen weiter zurückgegangen. Sie lägen damit, insbesondere in Europa, weit von den Zielen der Zentralbanker entfernt. Sie scheinen die langfristigen Risiken und den erklärten Wunsch der EZB, um jeden Preis die gesetzten Inflationsziele zu erreichen, nicht zu berücksichtigen, so die Experten von DNCA Investments. In der übrigen Welt stelle man im Übrigen fest, dass die Inflationsraten deutlich höher ausfallen würden, als erwartet.

Wie man seit einigen Monaten sehe, gehöre die Haushaltsdisziplin in vielen Ländern nicht mehr zum Gebot der Stunde. Mit der das Wachstum bremsenden Gesundheitskrise dürfte sich dies wahrscheinlich noch weiter verschärfen, da niemand in der Lage sei, sich flankierenden Haushaltsmaßnahmen zu widersetzen.

Der brutale Umschwung der Märkte und die extreme Bewertung der risikofreien Schuldtitel trafen uns wie ein Schock, so die Experten von DNCA Investments. Folglich hätten das negative Durationsengagement der Experten von DNCA Investments sowie ihre Positionierung gegenüber einem Preisauftrieb belastet. Die Experten seien allerdings unverändert zuversichtlich, dass es bei diesen beiden Performancemotoren zu einer Korrektur nach oben kommen werde, sobald das Pandemierisiko aus der Welt geschafft sei. Die Experten von DNCA Investments würden sich nach wie vor besorgt zeigen über das Risiko, dass die Anleiherenditen dauerhaft zu schwach ausfallen würden, während die Wirtschafts- und Inflationsaussichten nach Überwindung des Coronavirus-Risikos ihrer Meinung nach grundsätzlich noch nach oben weisen würden.

In Bezug auf die Managemententscheidungen sei zu vermerken, dass die Experten von DNCA Investments ihre Short-Positionen im Anleihesegment bei den US-amerikanischen HY ausgebaut hätten. Gleichzeitig hätten sie eine in die gleiche Richtung deutende Position in Bezug auf den europäischen Crossover-Index aufgebaut, die sie dann zum Monatsende hin veräußert hätten. Die Experten hätten die Short Bund-Position zugunsten des Short Gilt reduziert und die Darlehensposition des 10-jährigen Swaps der Tschechischen Republik ausgebaut. Im Devisenmarktgeschäft hätten sie sich von den Short Euro-Positionen gegenüber JPY und USD getrennt.

Im Monatsverlauf habe sich die Volatilität des Portfolios aufgrund des mechanischen Effekts der Marktvolatilität erhöht, bei der es, wie bereits im August letzten Jahres, zu Tagen mit hohem Stress gekommen sei. Desgleichen sei eine erneute Korrelation zwischen Assets und Volatilität zu verzeichnen gewesen. Die Volatilität sei deutlich unter ihrem Maximum geblieben, und die von den Experten von DNCA Investments vorgenommenen Portfolioanpassungen hätten dafür gesorgt, dass sie sich vom Trend her abgeschwächt habe, ohne jedoch das Portfolioprofil in irgendeiner Weise zu verzerren.

Der Anstieg der Rentenmärkte scheine zwar eindeutig seinem Ende zuzugehen, doch würden unverändert die akkommodierenden Politiken der Zentralbanken den Anstieg der langfristigen Renditen bremsen. Die langfristigen Zinsen dürften jedoch im Zuge eines Wiederanstiegs der Inflationserwartungen erneut anziehen. (Stand vom 28.02.2020) (19.03.2020/fc/a/f)






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