DNB Future Waves Fund: Der grüne Wandel der Europäischen Union: Von Worten zu Taten? - Fondsanalyse


14.07.21 10:30
DNB Asset Management

Luxemburg (www.fondscheck.de) - Zu Beginn dieses Jahrzehnts, am 12. Dezember 2019, hat die EU ihre grüne Vision und Wachstumsstrategie vorgestellt, so Audun Wickstrand-Iversen, Portfoliomanager und Isabelle Juillard Thompsen, Co-Portfoliomnagerin des Future Waves Funds bei DNB Asset Management.

Das Klimaziel von null Emissionen bis 2050 sei nun gesetzlich verankert, und die EU strebe eine Senkung um 55% bis 2030 an. Sei das möglich? Wie komme man dorthin? Sei es nur politische Rhetorik? Auf einige dieser Fragen werde man bald Antworten bekommen.

Heute, am 14. Juli stelle die Europäische Kommission ein Maßnahmenpaket "Fit for 55" vor, das mehrere Gesetzesentwürfe und Änderungsanträge enthalte, die darauf abzielen würden, die Emissionen bis zum Jahr 2030 um 55% zu senken. Die Details seien noch unklar, aber das Paket enthalte Prioritäten zu mindestens vier Schlüsselthemen.

1. Roll-out von Projekten für erneuerbare Energien, um den Anteil erneuerbarer Energien bis 2030 auf 38 bis 40% des Bruttoenergieverbrauchs zu erhöhen. Die Überarbeitung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie werde der wichtigste legislative Mechanismus sein, wobei mehrere politische Maßnahmen in Betracht gezogen würden, darunter die Nutzung erneuerbarer Energien in Gebäuden, die Erhöhung der Ziele für CO2-armen Verkehr (von 14% auf 26%) und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich der erneuerbaren Offshore-Energie (z.B. Wind).

2. Erhöhung der CO2-Steuern für kohlenstoffintensive Sektoren durch Überarbeitung des EU-Quotensystems, Änderungen in der Energiebesteuerungsrichtlinie und die Anpassung der EU-Kohlenstoffgrenzwerte für Aluminium, Zement, elektrische Energie, Düngemittel und Stahl.

3. Die Dekarbonisierung des See- und Luftfahrtsektors durch Biokraftstoffe, CO2-Steuern (EU-ETS und Kraftstoffsteuern) und Anreize für nachhaltige alternative Kraftstoffe. Die Experten würden davon ausgehen, dass die Dekarbonisierung dieser Sektoren aufgrund der fehlenden Infrastruktur, der hohen Kosten und der derzeit geringen Verfügbarkeit nachhaltiger Alternativen erst längerfristig erfolgen werde.

4. Energieeffizienz durch Renovierung bestehender Gebäude, auch wenn das Ausmaß noch unbekannt sei. Ein höheres Energiesparziel von 36 bis 39% (vs. 32,5%) sei notwendig, um das Klimaziel für 2030 erreichbar zu machen. Die EU sei derzeit nicht auf dem Weg, das bisherige Ziel zu erreichen. Wenn dieses Ziel erreicht werden solle, werde die Sanierung ein wichtiges Instrument sein, und es würden erhebliche Investitionen erforderlich sein.

Die zu erwartenden Änderungen in der EU-Verordnung würden zu strukturellen Veränderungen in vielen Branchen führen und attraktive Investitionsmöglichkeiten schaffen. Mehrere Unternehmen seien nach Ansicht der Experten gut positioniert, um vom grünen Wandel zu profitieren, da sie in den Bereichen erneuerbare Energien (Vestas, Siemens Gamesa, NKT, Cadler, OHT, IWS), grüne Mobilität (Aptiv, Nvidia), Renovierung (Sika, Schneider Electric), nachhaltige Brennstoffe (Wartsila, Plugpower, Bloom), Infrastruktur (Rexel, Eaton, Quanta, Landis) und grüne Mineralien (Boliden, Ivanhoe) engagiert seien.

Für einige gehe es beim Übergang zu einer grüneren Wirtschaft um Verbote und Boykotte. Die Strategie des DNB Future Waves habe beim grünen Wandel das Ziel, Einfluss zu nehmen und Seite an Seite mit den Unternehmen zu investieren, die einen Übergang zu einer emissionsarmen Gesellschaft schaffen würden. Die Experten von DNB Asset Management behaupten weder, dass es einfach ist, noch, dass sie nicht falsch liegen können. Wir sagen nur, dass wir es versuchen müssen, so die Experten von DNB Asset Management. (14.07.2021/fc/a/f)






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