Comgest Growth Japan Fonds: Japan ist auf dem richtigen Weg - Fondsanalyse


16.05.19 12:30
Comgest

Paris (www.fondscheck.de) - Richard Kaye, Portfoliomanager des Comgest Growth Japan bei der internationalen Fondsgesellschaft Comgest, ist der Ansicht, dass die japanische Wirtschaft, seine Gesellschaft und seine Unternehmen auf einem guten Weg sind.

Rekordurlaubszahlen anlässlich der Inthronisierung von Kronprinz Naruhito sowie das weiterhin kräftige Gewinnwachstum würden belegen, dass sich in Japan die Dinge zum Positiven wenden würden. Die Voraussetzungen für Quality Growth Stock Picking würden somit gut bleiben.

Japan habe im Zeichen der Feierlichkeiten zur Inthronisierung von Kronprinz Naruhito gestanden. Zehn Tage lang - vom 27. April bis zum 6. Mai - seien Banken, Schulen, Regierungsbehörden und selbst die Börse in Tokio geschlossen gewesen. Damit habe das fernöstliche Land seinen neuen Kaiser gebührend gefeiert. Dessen Vater Kaiser Akihito habe nach 31-jähriger Amtszeit am 30. April abgedankt und zum 1. Mai den Thron an seinen Sohn Naruhito übergeben.

Der Wechsel des japanischen Staatsoberhauptes und die für japanische Verhältnisse unübliche Zahl von zehn aufeinander folgenden freien Tagen hätten nach ersten Schätzungen des Reiseverbandes JTB eine Rekordzahl von 24,7 Millionen Japanern - etwa ein Fünftel der Gesamtbevölkerung - zum Anlass genommen, Urlaub zu machen. Die meisten von ihnen dürften dabei im eigenen Land verreist sein, was einen unmittelbar positiven Effekt auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes für das laufende zweite Quartal haben dürfte. Die Hoffnung der Wirtschaft auf ein einträgliches Geschäft anlässlich der mehrtägigen Feierlichkeiten könnte sich aber auch schon deshalb erfüllen, weil der Kaiser-Wechsel nicht - wie üblich - durch den Tod des Tennō ausgelöst worden sei, sondern erstmals seit rund zwei Jahrhunderten durch einen freiwilligen Rücktritt. Dadurch würden sich die Japaner nicht verpflichtet fühlen, sich wegen einer verhängten Staatstrauer in ihrem Konsum zurückzuhalten.

Doch auch die Wiederwahl von Premierminister Shinzo Abe zum Chef der Liberaldemokratischen Partei im September letzten Jahres sowie der gesellschaftliche Konsens für eine Fortsetzung der Deregulierungsreform und lockeren Geldpolitik hätten die zuletzt wieder zunehmenden negativen Markteinflüsse, bedingt durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China, ausgeglichen, die zuvor für eine gewisse Volatilität am japanischen Anlagemarkt gesorgt hätten. Diese Entwicklungen sowie die jüngst zwischen der EU und Japan geschaffene weltweit größte Freihandelszone (EPA oder auch JEFTA) stimmen uns optimistisch, dass die japanische Wirtschaft die jahrzehntelange Phase von Deflation und Stagnation überwunden hat, so die Experten von Comgest.

In diesem Marktumfeld habe der Comgest Growth Japan seinen Vergleichsindex erneut übertroffen. Wir führen dies auf die Erkenntnis des Marktes zurück, dass die tatsächlichen Gewinne der Unternehmen, in die wir investieren, nach wie vor stark sind und wachsen, so die Experten von Comgest. Diese würden zunehmend rational bewertet, da sich der andauernde Wandel des japanischen Marktes zu mehr Qualitätswachstum fortsetze. Dabei helfe auch, dass institutionelle Anleger aus Japan an ihren heimatlichen Aktienmarkt zurückkehren würden. Dieser Trend dürfte sich kaum umkehren, denn die Zahl der Rentner im Land steige und die Unterfinanzierung der Pensionskassen werde immer problematischer. Staatliche Anreize etwa durch Regelungen zur Unternehmensführung und -kontrolle würden diese Entwicklung beschleunigen.

Im Folgenden möchten die Experten von Comgest eine repräsentative Auswahl dieser Gewinne näher beleuchten, indem sie das Gewinnwachstum in Q4 mit dem des Vorjahreszeitraums vergleichen würden. Bei Murata etwa sei das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 39% gestiegen, was dem wachsenden Absatz mehrschichtiger Keramikkondensatoren, die in Autos und Smartphones zum Einsatz kämen, zu verdanken sei. Das Betriebsergebnis von Amada (Metallverarbeitung) sei um 31% gestiegen, was auf wachsende Absatzzahlen bei den Laserprodukten des Unternehmens zurückzuführen sei. Unter unseren Unternehmen, die von sozialen und regulatorischen Veränderungen in Japan beeinflusst werden, verbuchte Hikari Tsushin (Outsourcingdienste für kleine und mittelständische Unternehmen) ein um 52,1% höheres Betriebsergebnis, da das Unternehmen mehr Kunden gewinnen konnte und von wiederkehrenden Umsätzen profitiert, so die Experten von Comgest. Der Relocationspezialist Relo habe dagegen den Betriebsgewinn um 15% gesteigert, während der des in Tokio ansässigen Personalvermittlers Persol um 12% gewachsen sei. Das stärkste Wachstum mit 22% sei dabei auf das Segment Festanstellungen entfallen, da Japaner häufiger den Arbeitsplatz wechseln würden und der Arbeitsmarkt stark im Fluss sei.

Im letzten Quartal trafen wir Hirofumi Tozawa, den Vorstandsvorsitzenden von GMO Payment Gateway, so die Experten von Comgest. Bargeldlose Transaktionen nähmen in Japan stark zu und GMO Payment Gateway sei für viele von ihnen der wichtigste lokale Abwicklungsanbieter. Die SMBC Bank habe zudem erst kürzlich die Zusammenarbeit mit GMO Payment Gateway für Zahlungen mit ihren Kreditkarten bekannt gegeben. Dies werde den größten Teil des Kartenverkehrs von SMBC auf GMO Payment umlenken. Das jüngste Ratenkaufgesetz, das die Zahlungssicherheit erhöhe, habe der Plattform von GMO Payment Gateway zusätzlich 100 große Händler als Kunden beschert, wodurch das Transaktionsvolumen um 30% steigen könnte.

Neu im Portfolio des Comgest Growth Japan sei Recruit, eine weltweit führende Plattform für Human Resources, die jüngst Indeed und Glassdoor übernommen habe. Zudem hätten die Experten von Comgest eine Position bei Hoya aufgesetzt, das zu den führenden Anbietern von Komponenten zur Halbleiterherstellung gehöre und bei der Herstellung von Brillengläsern die weltweite Nummer Zwei sei.

Als Bottom-up-Stock Picker würden Sektorgewichtungen bei der Zusammensetzung des Portfolios keine Rolle spielen. Letzteres setze sich aus einem ausgewogenen Mix aus Binnenmarktunternehmen sowie Exporteuren zusammen.

Das Gewinnwachstum sei in Japan seit dem Amtsantritt von Premierminister Shinze Abe deutlich höher als im Rest der Welt. Dafür seien Faktoren wie z.B. Steuersenkungen und die Konzentration auf Kernkompetenzen ausschlaggebend. Bei unseren Portfoliounternehmen bleibt unser Fokus auf nachhaltiges Wachstum unabhängig vom Wirtschaftsumfeld, so die Experten von Comgest. Weitsichtige Unternehmensführung und Respekt von Minderheitsaktionären seien den Experten wichtig. Die Experten hätten über die vergangenen zehn Jahre erfolgreich ihre Quality Growth Strategie in Japan umsetzen können. Ihre Unternehmenskontakte würden zeigen, dass es weiterhin ein großes Becken an langfristigen Wachstumsunternehmen in Japan gebe. Das ist eine gute Basis für unser Stock Picking der kommenden Jahre, so die Experten von Comgest. (16.05.2019/fc/a/f)





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