Comgest Growth Japan-Fonds: Japan 2022 - Rekordjahr ohne Inflationsängste


11.01.22 11:00
Comgest

Paris (www.fondscheck.de) - Die wirtschaftliche Erholung Japans blieb im Jahr 2021 hinter der von anderen entwickelten Volkswirtschaften zurück, so die Experten von Comgest.

Auch wenn die Krise uns wohl noch eine ganze Weile beschäftigen dürfte, ist davon auszugehen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Situation des Landes im kommenden Jahr zum Besseren entwickeln sollte, berichten die Experten von Comgest. Was für einen unmittelbar bevorstehenden Aufschwung in Japan spreche und welche Sektoren bzw. Unternehmen hiervon besonders profitieren dürften, erkläre Richard Kaye, Portfoliomanager des Comgest Growth Japan (ISIN IE00BD1DJ122 / WKN A2AQBB, R EUR ACC; ISIN IE0004767087 / WKN 631026, JPY ACC).

Trotz der großen Unsicherheit, die die Omikron-Variante des Coronavirus aktuell schüre, würden die Experten es für wahrscheinlich halten, dass 2022 ein starkes Jahr für das Gewinnwachstum japanischer Unternehmen werde. Die meisten COVID-19-Einschränkungen in Japan seien aufgehoben worden, sodass sich eine Erholung abzeichne. Das betreffe insbesondere Unternehmen, die in den kommenden Monaten von Nachholeffekten in den Konsumausgaben sowie von der Rückkehr der Touristen profitieren könnten. Neue Infektionswellen oder andere unerwartete Entwicklungen würden sich leider weiterhin nicht völlig ausschließen lassen.

Zu den Unternehmen, bei denen mit einem erheblichen Gewinnwachstum zu rechnen sei, würden Japan Airport Terminal, das den internationalen Flughafen Haneda in Tokio betreibe, und das Disneyland Tokio Resort zählen, das von der Oriental Land Corporation betrieben werde. Beide Unternehmen sollten gleichermaßen von den steigenden Touristenzahlen profitieren. Der Flugverkehr im Inland habe sich in Vergleich zum Stand von vor der Pandemie bereits wieder um 78 Prozent erholt, während der internationale Flugverkehr, der am 7. November dereguliert worden sei, aufgrund der Omikron-Mutation erneut für 30 Tage ausgesetzt worden sei.

Die Experten würden aber davon ausgehen, dass der Auslands-Reiseverkehr zeitnah wiederaufgenommen werde, da die mächtige "Keidanren"-Industrielobby - einer der einflussreichsten Wirtschaftsverbände des Landes - ausländische Arbeitskräfte benötige, um dem Fachkräftemangel in Japan entgegenzuwirken. Doch auch die Gastronomie werde im neuen Jahr ein Comeback erleben. Hiervon sollte u.a. Sushiro, Japans größte Sushi-Restaurantkette, besonders profitieren. Sushiro eröffne laufend neue Restaurants, unter anderem in Großstädten und expandiere nach Übersee, was sich positiv auf die Erträge auswirken dürfte.

Zusätzlich habe der Staat bereits verschiedene Konjunkturmaßnahmen in die Wege geleitet. Die von Premierminister Fumio Kishida angekündigten Konjunktur-Schecks in Höhe von 878 US-Dollar dürften Discountern wie Don Quijote von Pan Pacific und Kobe Bussan zugutekommen. Auch für die Inlandsreisekampagne "Go To" sei ein großes Budget bereitgestellt worden, wovon erneut die beiden Player Japan Airport Terminal und Disneyland Tokio Resort sowie Orix, der Betreiber einer Hotelkette, profitieren sollten.

2022 könnte das Jahr sein, in dem die Inflation weltweit steige. Wenn dem so sei, könnte sich Japan als sicherer Hafen erweisen. Trotz der gigantischen Liquiditätsprogramme der Zentralbank gebe es seit den 1990er Jahren aufgrund der alternden Bevölkerung und der abnehmenden Konsumneigung im Land keine Inflation. Für globale Anleger, denen bei anhaltender Inflation die Kluft zwischen ausgewiesenen und realen Erträgen Sorge bereite, könne Japan daher einen Zufluchtsort bieten.

In der Politik habe Japan zwar den Kapitän gewechselt, aber das Schiff fahre immer noch denselben Kurs. Shinzō Abe und sein ehemaliger Stellvertreter Taro Aso würden als Anführer der größten Fraktionen in der regierenden Liberaldemokratischen Partei die wesentlichen Entscheider im Land bleiben. Das bedeute, dass sie weiterhin auf Wachstum, Deregulierung und saubere Unternehmensführung setzen würden, auch wenn Premierminister Fumio Kishida nun an der Spitze der Regierung stehe.

Der Begriff, den die Presse in westlichen Ländern gerne verwendet habe und der auch von Fumio Kishida während seines Wahlkampfs eingesetzt worden sei, laute "Umverteilung". Diese solle, sofern die Pläne überhaupt umgesetzt würden, zu Steueranreizen für Unternehmen führen, um die Löhne zu erhöhen. Die Reichen zu besteuern, um die Armen zu entlohnen, sei in Japan kein übliches Wahlprogramm oder eine populäre Idee, obwohl die Steuern in Japan aufgrund des Verständnisses eines gemeinsamen sozialen Zwecks bereits hoch seien.

Der japanische Aktienmarkt sei aufgrund der geographischen, historischen und kulturellen Nähe Japans nach wie vor eine sehr gute Plattform, um von den Bedürfnissen der aufstrebenden asiatischen Konsumschicht und der Industrie zu profitieren. Indem sie sich auf Wachstumstrends konzentrieren würden, die auf unternehmensspezifischen Stärken und Fähigkeiten aufbauen würden, würden die Experten die Abhängigkeit von den Marktbedingungen in Asien reduzieren, die teils von regulatorischen Veränderungen, Liquidität, einer kürzeren Börsenhistorie und Herausforderungen im Bereich der Unternehmensführung geprägt seien. Beispiele für Unternehmen, die die Experten halten würden, seien Pigeon und Kosé. Während Pigeon, ein japanisches Unternehmen und Chinas größter Anbieter von Babyflaschen, von der wachsenden Zahl chinesischer Mütter, die Milchpulver verwenden würden, profitiere, komme Kosé die zunehmende Beliebtheit von Hautpflege zugute. (11.01.2022/fc/a/f)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
13,06 € 13,07 € -0,01 € -0,08% 17.01./21:59
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
IE00BD1DJ122 A2AQBB 15,29 € 12,86 €
Werte im Artikel
13,06 minus
-0,08%
12,72 minus
-0,53%