CONCEPT Aurelia Global Fonds: Wertzuwachs und Sicherheit - Fondsanalyse


03.04.19 13:00
BÖRSE am Sonntag

Bad Nauheim (www.fondscheck.de) - Die Experten der "BÖRSE am Sonntag" stellen in einer aktuellen Ausgabe den CONCEPT Aurelia Global als den Fonds des Jahres vor.

Der Investmentansatz des vermögensverwaltenden Mischfonds CONCEPT Aurelia Global sei durchaus untypisch. Gemischt würden nicht Aktien und Anleihen, die Grundidee sei eine Kombination aus Sicherheit durch Gold-Investments und Wertzuwachs, der durch Technologie-Aktien im Fonds gewährleistet werde. Hinzu komme eine flexible Möglichkeit, Aktienpositionen abzusichern und in schwierigen Marktphasen Cash zu halten. Der Ansatz, der von der Bielefelder CONCEPT Vermögensmanagement seit mehr als zehn Jahren umgesetzt werde, habe auch in längeren Zeiträumen Erfolg bewiesen. Von Anfang März 1971 bis Ende 2016 habe beispielsweise ein jeweils zur Hälfte mit Gold und dem NASDAQ Composite bestücktes und rebalanciertes Portfolio einen durchschnittlichen jährlichen Ertrag von 10,1 Prozent gebracht.

Die Rendite-Treiber im Fonds aus dem Tech-Sektor seien Unternehmen, die in besonderer Weise von den Technologie- und Konsumtrends der Zukunft wie zum Beispiel Big Data, Elektromobilität, Internet der Dinge profitieren würden. "Zwei wichtige Themen im Fonds sind für uns bargeldloses Bezahlen, das wir unter anderem über Paypal, Wirecard und Square abdecken, sowie das sehr wachstumsstarke Segment Cloud- Computing. Dort sind wir zum Beispiel mit Salesforce und SAP gut positioniert", erläutere Fondsberater Thomas Bartling, Geschäftsführer der CONCEPT Vermögensmanagement.

Unter den Einzeltiteln sei die Wirecard-Aktie, die gegenwärtig durch angebliche Unregelmäßigkeiten in Asien Schlagzeilen mache, mit circa 5,3 Prozent prominent gewichtet. Bartling behalte aber einen kühlen Kopf: "Bei Wirecard gehen wir davon aus, dass die Bilanzen und die Geschäftsberichte ordnungsgemäß geprüft sind. Basierend auf den letzten Zahlen sehen wir die Wachstumsstory weiterhin intakt. Das Geschäftsmodell und den wirtschaftlichen Erfolg des Geschäftsmodells stellen wir nicht infrage. Klarerweise zieht die aktuelle Nachrichtenlage Shortseller an. Es gab in den vergangenen Jahren schon Attacken gegen Wirecard, die Vorwürfe haben sich damals nicht erhärtet."

Die Heimat vieler innovativer Technologietitel seien nach wie vor die USA. Daher verwundere es nicht, dass 53 Prozent des Aktienportfolios in den USA investiert seien. Dabei achte der Fondslenker auch auf interessante Unternehmen jenseits von Facebook, Amazon, Netflix und Google. "Die FANG-Titel liegen alle noch deutlich unter ihren Allzeithochs, aber man findet im NASDAQ 100 schon wieder Titel, die neue Allzeithochs, wie kürzlich zum Beispiel die PayPal-Aktie, erreichen", so Bartling. Ein starker Fokus bei der Aktienauswahl liege auf dem Umsatzwachstum der Unternehmen, in die investiert werde. Aus Sicht von Bartling ein untrügliches Kennzeichen dafür, dass die Produkte vom Markt sehr gut angenommen würden. Zudem achte er auf die Bewertung des Geschäftsmodells und die Bilanzstärke der Unternehmen.

Das Gold-Investment des Fonds werde in erster Linie über ETFs abgebildet. Mit sechs Prozent sei der Gold-ETF der Zürcher Kantonal Bank (ZKB) in Schweizer Franken die größte Position. Auch aussichtsreiche Goldminenaktien könnten beigemischt werden. Bartling sehe beim Goldpreis noch Luft nach oben: "Die Entwicklung des Goldpreises ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Dazu zählen unter anderem die Zinsentwicklung, geopolitische und ökonomische Krisen sowie Änderungen beim Sentiment am Aktienmarkt. Seit 2011 ist der Goldpreis zurückgekommen, aktuell sehen wir eine Stabilisierung. In den kommenden zwölf Monaten könnten wir die Marke von 1.400 US-Dollar anpeilen. Enttäuscht sind wir noch von der Kursentwicklung der Minen-Aktien, aber auch hier nehmen wir eine Stabilisierung wahr."

Ein weiterer Pluspunkt des Fonds sei die flexible Steuerung der Allokation. Die Aktienquote könne zwischen null und 100 Prozent liegen. Zum Jahresende 2018 sei der Fonds offensiv ausgerichtet gewesen und habe damit von dem Erholungspotenzial im Januar 2019 profitiert. Zum Januar-Monatsende sei die Nettoaktienquote wieder auf 60 Prozent reduziert worden. Durch seine Konzeption sei er, auch aufgrund seiner Diversifikationseigenschaften, eine ideale Ergänzung zu anderen Mischfondskonzepten, die eher anleihelastig seien. Bartling halte sich nämlich aktuell aufgrund des unattraktiven Rendite-Risiko-Profils von Anleihen komplett fern. In den vergangenen drei Jahren hätten Anleger mit dem CONCEPT Aurelia Global, der im Oktober 2008 aufgelegt worden sei, 26 Prozent erzielen können. Der maximale Verlust in diesem Zeitraum habe bei 15,9 Prozent gelegen. (Ausgabe 2019/2) (03.04.2019/fc/a/f)





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