Börse Hamburg: Fondsumsätze im Januar auf 71 Millionen Euro gestiegen


01.02.18 08:30
Börse Hamburg

Hamburg (www.fondscheck.de) - Im ersten Monat des neuen Jahres konnten im Fondshandel der Börse Hamburg Umsätze von rund 71 Mio. Euro erzielt werden, so die Börse Hamburg.

Im Vergleich zum Dezember 2017 (58 Mio. Euro) ergebe das ein Umsatzplus von rund 22 Prozent. Die ersten Monate würden erfahrungsgemäß zu den umsatzstärksten des gesamten Jahres gehören. Bei einer positiven Stimmung am Markt würden Anleger am Anfang eines jeden Jahres überwiegend Kaufinteresse zeigen. Die Anlagebücher der institutionellen Investoren würden im Januar wieder geöffnet und erfahrungsgemäß die Umsätze an den Börsen erhöhen. Die internationalen Aktienmärkte hätten sich im Januar weiter bullisch gezeigt. DAX und Dow Jones hätten mit 13.597 bzw. 26.617 Punkten neue historische Höchststände markiert. Auch der EURO STOXX 50 habe mit 3.687 Punkten fast den Jahreshöchststand aus 2017 erreichen können, dieser habe bei 3.697 Punkten gelegen.

Der Fondshandel habe von der positiven Stimmung am Aktienmarkt profitieren können. Für die bullische Stimmung am Aktienmarkt seien nicht zuletzt die weiterhin positiven, konjunkturellen Rahmendaten ausschlaggebend. Laut ZEW würden die befragten Experten den Ausblick als auch die konjunkturelle Lage im Januar 2018 positiv beurteilen. Die Konjunkturerwartungen für Deutschland seien laut ZEW um 3,0 Punkte auf einen aktuellen Wert von 20,4 Punkten gestiegen.

Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland sei um 5,9 Punkte auf einen neuen Indexwert von 95,2 Punkten gestiegen. Das sei der beste Wert seit Beginn der Umfrage im Dezember 1991. Wichtigster Wachstumstreiber bleibe laut ZEW der private Konsum und auch das weltwirtschaftliche Umfeld in Europa und den USA werde deutlich besser beurteilt als noch Ende 2017. Alles gute Voraussetzungen für steigende Unternehmensgewinne und höhere Kurse am Aktienmarkt.

Politische Ereignisse, wie z. B. der militärische Konflikt zwischen Kurden und der Türkei hätten kaum Auswirkungen auf das Börsengeschehen. Auch die Tatsache, dass Deutschland vier Monate nach der Bundestagswahl immer noch keine neue Regierung habe, lasse die Börsianer weitgehend kalt.

Auch im ersten Monat des neuen Jahres hätten offene Immobilienfonds (OIFs) den Fondshandel der Börse Hamburg dominiert. Sieben der "ToP 10 nach Umsatz" seien OIFs gewesen, drei Fonds hätten den Anlageschwerpunkt Dividendenwerte gehabt.

Einen deutlichen Sprung von Platz 23 im Dezember auf Platz 1 im Januar habe der CS PROPERTY DYNAMIC mit einem Umsatz von 10,7 Mio. Euro vollzogen, bei deutlichem Abstand zum CS EUROREAL, der mit 5,6 Mio. Euro Platz 2 belege. Auf Platz 3 und 4 seien mit dem grundbesitz europa sowie dem hausInvest bei Umsätzen von 3,8 bzw. 2,9 Mio. Euro zwei OIFs gelandet, die nicht in Liquidation befindlich seien. Das sei ein Zeichen dafür, dass Anleger bei Fondsinvestments unverändert auf Sachwerte und damit auf Immobilien setzen würden, die einen längeren Anlagehorizont erfordern würden. Obwohl die Dividendensaison noch nicht richtig begonnen habe, hätten Anleger im Januar bereits in Aktienfonds mit dem Anlageschwerpunkt Dividendenwerte investiert. Unter den ToP 10 nach Umsatz seien der DWS Top Dividende auf Platz 7, gefolgt vom iShares STOXX Global Select Dividend 100 ETF und dem Stuttgarter Dividendenfonds auf den Plätzen 9 und 10 gelandet.

Zu den Fonds mit der besten Performance im Vergleich zum Vormonat hätten im Januar Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Emerging Markets sowie Portugal gehört. Platz 1 nach Performance belege der Comstage MSCI Emerging Markets Leveraged 2x Daily ETF (ISIN LU0675401409 / WKN ETF128) mit einem Plus von 13,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Der Fonds bilde die Wertentwicklung des MSCI Daily TR Net Emerging Markets Index mit einem zweifachen Hebel ab. Platz 2 belege mit plus 12,6 Prozent der Comstage PSI 20 Leveraged ETF; dieser Fonds knüpfe an die Preisentwicklung der 20 größten und liquidesten an der Euronext in Lissabon notierten Unternehmenswerte ab. Auf Platz 3 bis 5 seien der UBS (Lux) Equity Brazil mit plus 11,8 Prozent, der Natixis-Emerise Latin America Equity (ISIN LU0084288082 / WKN 989734) mit plus 11,7 Prozent sowie der BGF-China Fund mit plus 11,6 Prozent Performance im Januar gelangt.

Auf der Verliererseite hätten im ersten Monat des Jahres Fonds gestanden, die u. a. auf fallende Kurse setzen würden, somit in Short-Positionen investieren würden. Schlusslicht sei im Januar mit einem Minus von 13,4 Prozent der DB X-TRACKERS S&P 500 2x Inverse Daily ETF (ISIN LU0411078636 / WKN DBX0B6) gewesen, welcher die doppelte umgekehrte Wertentwicklung des S&P 500 Index abbilde. Danach würden mit einem Minus von 9,7 Prozent der ProShares Ultrashort Gold und der SPDR Dow Jones REIT ETF mit minus 8,5 Prozent folgen. Letzterer verfolge als Anlageziel die Widerspiegelung der Wertentwicklung des DJ S&P US Select REIT Index.

Top-10 der Fonds nach Umsatz an der Börse Hamburg im Januar 2018

Fondsname/ Umsatz in Mio. Euro
1. CS PROPERTY DYNAMIC (ISIN DE0009751354 / WKN 975135/ 10,7
2. CS EUROREAL (ISIN DE0009805002 / WKN 980500/ 5,6
3. grundbesitz europa/ 3,8
4. hausInvest/ 2,9
5. SEB ImmoInvest/ 2,7
6. grundbesitz global/ 2,4
7. DWS Top Dividende (ISIN DE0009848119 / WKN 984811)/ 1,9
8. Deka-ImmobilienEuropa/ 1,5
9. iShares STOXX Global Select Dividend 100 ETF (ISIN DE000A0F5UH1 / WKN A0F5UH)/ 1,4
10. Stuttgarter Dividendenfonds/ 1,3

Quelle: Börse Hamburg, Fondsumsätze vom 01.01.2018 bis einschließlich 30.01.2018 (Ausgabe vom 31.01.2018) (01.02.2018/fc/a/f)






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