Bellevue Sustainable Entrepreneur Europe (Lux)-Fonds: 11/2021-Bericht, Wertrückgang von 2,6% - Fondsanalyse


03.01.22 11:36
Bellevue Asset Management

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Der Bellevue Sustainable Entrepreneur Europe (Lux)-Fonds (ISIN LU0415391860 / WKN A0RPSJ, B EUR) hat zum Ziel, ein langfristig attraktives und kompetitives Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Er eigne sich daher besonders für Investoren mit einem Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren, die ihr Portfolio durch Anlagen in europäische eigentümergeführte Unternehmen diversifizieren möchten. Der Fonds weise die typischen Risiken auf, die sich aus Aktienanlagen in Europa ergeben würden.

Der Fonds strebe die Erzielung eines langfristigen Kapitalwachstums an und investiere in börsennotierte eigentümergeführte Unternehmen in Europa, welche von einem Unternehmer oder einer Unternehmerfamilie mit mindestens 20% der Stimmrechtsanteile kontrolliert würden. Langfristige Perspektiven, hohes Verantwortungsbewusstsein, ethisches Handeln, scharfes Umweltbewusstsein und tiefe Verschuldung würden zu den Erfolgsfaktoren von nachhaltigeigentümergeführten Unternehmen zählen. Das erfahrene und in Unternehmerkreisen breit vernetzte Managementteam identifiziere mittels eines fundamentalen Bottom-up-Ansatzes die attraktivsten eigentümergeführten Unternehmen mit mittlerer und großer Marktkapitalisierung und konstruiere aus 35 bis 45 Titeln ein über Länder, Sektoren und Stil (Value, GARP, Growth) diversifiziertes Portfolio. Der Fonds berücksichtige ESG-Faktoren bei der Umsetzung der Anlageziele.

Europäische Aktien hätten den November gemessen am SXXR mit einem Minus von 2,5% geschlossen. Die Märkte hätten sich während der ersten Monatshälfte recht widerstandsfähig gezeigt ungeachtet der steigenden Delta-Infektionen in Europa, neuer Beschränkungen in Österreich und Deutschland sowie weiteren Inflationsdrucks. Die Nachricht der neuen SARS-CoV-2-Virusvariante Omikron in Südafrika habe jedoch eine Marktkorrektur eingeleitet. Der Preis für Brent sei drastisch gefallen und der Aufwärtstrend bei langfristigen Zinsen sei abrupt gekehrt. So sei die Rendite 10-jähriger Bunds auf -0,33% gesunken, nachdem sie im Oktober ein Dreijahreshoch erklommen habe. Die Inflation in der Eurozone sei im November auf 4,9% von 4,1% im Vormonat geklettert, wobei die Energiepreiskomponente um 27% YOY zugelegt habe. Der PMI Composite für die Eurozone sei von 54,2 Punkten im Oktober auf 55,8 im November gestiegen, womit er weiterhin deutlich über dem langfristigen Durchschnitt vor der Pandemie von 53 Zählern liege. Die Stilrotation habe für eine Outperformance defensiver Titel gesorgt. Verbrauchsgüter und Dienstleistungen (+2,7%), Immobilien (+1,2%) und Pflegeprodukte und Lebensmittelgeschäfte (+1,1%) hätten sich am besten entwickelt, während Reisen und Freizeit (-21,4%), Energie (-7,6%) und Banken (-7,5%) die Schlusslichter gebildet hätten.

Vor diesem Hintergrund habe der Fonds 2,6% (EUR/B-Anteile) eingebüßt, auf Augenhöhe mit der Benchmark.

Die größten Verlustbringer im Berichtsmonat seien Subsea7 (-20,0%), easyJet (-20,9%) und Mowi (-19,1%) gewesen. Subsea7 habe mit seinem ausgewiesenen Umsatz die Konsenserwartungen um 6% dank einer besseren Flottenauslastung und guter Fortschritte hinsichtlich des gesamten Projektportfolios übertroffen. Das bereinigte EBITDA habe 12% über den Erwartungen gelegen, was sich aufgrund eines massiven Aufbaus des Umlaufvermögens jedoch nicht im Cashflow widergespiegelt habe. Unternehmensstruktur und -kommunikation hätten sich seit dem separaten Listing seiner Sparte für Erneuerbare eher schwierig gestaltet und die Aktie werde mit einem Abschlag auf den fairen Wert gehandelt.

easyJet hätten die neuesten Meldungen von der COVID-19-Front besonders hart getroffen. Die von Europas Politikern beschlossenen Reiseziel-Einschränkungen hätten die Stimmung innerhalb des Sektors schlagartig gedämpft und easyJets positive Zahlen überschattet, die für 2022 auf über dem Vorkrisenniveau liegende Buchungszahlen für den Sommer hindeuten würden.

Der norwegische Fischzüchter Mowi habe zwar mit seiner anfänglichen Ernteprognose von 460 Kt die Schätzungen um ca. 2% verfehlt, aber den Aktienkurs hätten vor allem die potenziellen, coronabedingten, negativen Nachfrageeffekte belastet.

Die größten Gewinnbringer im Berichtsmonat waren Sika (+18,1%), Richemont (+22,7%) und Merck KGaA (+7,2%) gewesen. Sika habe die Übernahme von MBCC für CHF 5,5 Mrd. bekannt gegeben. Es handle sich um die größte Akquisition in Sikas Geschichte. MBCC und Sika scheinen sich mit Blick auf Produktangebot, Produktion und Vertriebspräsenz in hohem Masse zu ergänzen, was beachtliche Skaleneffekte innerhalb des gesamten Unternehmens ermöglicht, so die Experten der Bellevue Asset Management AG. Aus ESG-Perspektive wirke sich der Zusammenschluss von zwei Nachhaltigkeitsführern positiv auf die Transformation beider Unternehmen aus.

Richemont habe sehr starke Zahlen veröffentlicht, getrieben durch die hervorragende Entwicklung seines Schmuckgeschäfts sowie die solide Erholung seiner Uhrensparte. Die EBIT-Marge habe mit 21,9% ein Sechsjahreshoch erreicht und damit die Erwartungen deutlich übertroffen. Außerdem untermauere der Konzern mit dem geplanten Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an YNAP die lang erwartete Refokussierung auf sein Kerngeschäft.

Nachdem die Merck KGaA bereits vorab höhere Quartalszahlen als erwartet veröffentlicht habe, habe das Unternehmen nun das ausführliche abschließende Ergebnis präsentiert. Die nach oben korrigierte Guidance sei vor allem mit den besseren Zahlen der Life-Science-Sparte begründet und nicht so sehr durch den COVID-getriebenen Umsatz begünstigt worden, was eine weitere Anhebung der EPS-Konsensschätzungen von 5% bis 6% zur Folge gehabt habe.

Das von der Omikron-Variante ausgehende Risiko lasse sich derzeit noch nicht genau abschätzen, da bisher zuverlässige Daten zur Wirksamkeit verfügbarer Impfstoffe noch ausstünden. Die wirtschaftliche Erholung sollte dadurch jedoch nicht erliegen und unser Szenario berücksichtigt für 2022 weiterhin eine Wachstumsbeschleunigung, so die Experten der Bellevue Asset Management AG. Die Diskussionen rund um das Thema Inflation und deren vorübergehende Komponenten würden anhalten, wobei sich die Teuerung bisher im Großen und Ganzen auf diejenigen Komponenten beschränke, die von der Pandemie deutlich betroffen gewesen seien.

In diesem sich rasch verändernden Umfeld würden die Experten der Bellevue Asset Management AG an ihrer Barbell-Strategie festhalten, die Value- und Wachstumskomponenten kombiniere. Die Experten der Bellevue Asset Management AG würden ihre Positionen in Kering und Swatch erhöhten. Angesichts eines günstigen Risiko-Rendite-Profils hätten sie eine neue Position in Logitech eröffnet, die seit ihrem Hoch im Juni ca. 42% nachgegeben habe. Stora Enso nähmen die Experten dank des starken ESG-Profils samt guter Optionalitäten in ihre Top 10 auf. (Stand vom 30.11.2021) (03.01.2022/fc/a/f)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
428,52 € 428,33 € 0,19 € +0,04% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0415391860 A0RPSJ 442,27 € 359,64 €