Bellevue (Lux) BB Global Macro-Fonds: 08/2021-Bericht, Wertzuwachs von 0,2% - Fondsanalyse


01.10.21 14:02
Bellevue Asset Management

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des Bellevue (Lux) BB Global Macro besteht darin, über den gesamten Konjunkturzyklus konsistente positive Erträge zu erreichen, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Die angestrebten Renditen sollten eine tiefe Korrelation zur Ertragsentwicklung gewichtiger Anlageklassen aufweisen. Der Fonds eigne sich daher besonders für Anleger mit einem Anlagehorizont von mindestens drei Jahren, die eine gleichmäßige absolute Rendite anstreben würden. Die Fondswährung sei Euro.

Der Fonds beabsichtige, unabhängig vom Marktumfeld, konsistente positive Renditen von 5% bis 7% pro Jahr zu erzielen. Dies bei einer annualisierten Volatilität von weniger als 7%. Der Fonds investiere weltweit aktiv in mehrere Anlageklassen mit der Möglichkeit, Long- und Short-Exposure aufzubauen, wobei die Risikoparameter über die Zeit konstant gehalten würden. Ein proprietäres Screening Tool unterstütze das erfahrene Management Team bei der Marktanalyse und der Formulierung erfolgversprechender Top-Down-Strategien. Risikomanagement sei ein integraler Bestandteil des gesamten Investmentprozesses. Dank der täglichen Vorgabe eines klar definierten Risikolevels ergebe sich über die Laufzeit ein stabiles Risikoprofil. Das Portfolio investiere vorwiegend in liquide Anlagen, der Fonds biete tägliche Liquidität. Der Fonds berücksichtige ESG-Faktoren bei der Umsetzung der Anlageziele.

Der Fonds habe im August eine Rendite von +0,2% bei einer Volatilität von 3,9% erwirtschaftet. Im Monatsverlauf habe der MSCI World Equity Index 2,3% zugelegt, der JPM Global Government Bond Index habe 0,6% nachgegeben und Rohstoffe hätten ein Minus von 2,3% verzeichnet (jeweils in EUR und gehedgt).

Im Berichtsmonat hätten Aktien und Nicht-Staatsanleihen +0,66% bzw. +0,06% zur Fondsperformance beigetragen, während diese durch Staatsanleihen und Devisen mit -0,25% und -0,12% belastet worden sei.

FED-Präsident Jerome Powell habe während des Treffens der Notenbanker in Jackson Hole seine seit langem erwartete Rede gehalten. Er habe bestätigt, dass die Anleihekäufe voraussichtlich noch in diesem Jahr reduziert würden. Gleichzeitig habe er mit Blick auf den aktuellen Inflationsdruck einen gemäßigten Standpunkt vertreten. Das impliziere, dass die Währungshüter für die absehbare Zukunft weiterhin eine sehr expansive Geldpolitik verfolgen würden.

Im Aktienbereich hätten die Experten der Bellevue Asset Management AG neben ihren Engagements in China und Japan auch ihre Absicherungen verringert. Das Nettoaktienexposure sei im Monatsverlauf leicht von 29% auf 30% gestiegen. Die Renditen von Staatsanleihen dürften in den kommenden Monaten steigen und die Experten der Bellevue Asset Management AG hätten die Duration des Portfolios von 1,3 auf 0,5 Jahre gesenkt, vor allem durch Reduktion ihrer Position in 7-jährigen US-Staatsanleihen. Das Nettoengagement der Experten in Staatsanleihen sei von 93% auf 79% zurückgegangen. Das Engagement bei nichtstaatlichen Anleihen hätten die Experten unverändert bei 20% belassen.

Nach der Notenbanktagung in Jackson Hole hätten die Experten der Bellevue Asset Management AG ihre bestehenden Szenarien bestätigt und würden an ihnen festhalten:

Szenario 1 mit einer Gewichtung von 35% gehe davon aus, dass amerikanische Aktien angesichts der weltweit expansiven Geldpolitik weiter auf eine Blase zusteuern würden. Die konjunkturelle Erholung, die sich in den USA bereits etabliert habe, weite sich auf Europa, Japan und schließlich auf die Schwellenländer aus. Das sei positiv für Value-Werte und Schwellenländeraktien, neutral für Hochzinspapiere und negativ für Staatsanleihen.

Szenario 2 mit einer Gewichtung von 45% gehe von einem temporären Anstieg der Headline-Inflation in den USA auf über 5% aus und die Erwartungen von Tapering-Schritten seitens der FED würden eine Konsolidierungsphase an den Aktienmärkten einläuten. Auch Staatsanleihen würden konsolidieren, da sie zwischen Ängsten vor einer steigenden Inflation (negativ) und einer Flucht in Qualität (positiv) gefangen seien. Dieses Umfeld sei neutral bis negativ für Hochzinsanleihen.

Szenario 3 mit einer Gewichtung von 20% gehe davon aus, dass die US-Aktienmärkte überbewertet seien und eine technische Korrektur bevorstehe. Dafür gebe es diverse potenzielle Auslöser. Dies sei negativ für Aktien und Hochzinsanleihen. Abhängig vom Auslöser könnte eine Flucht in Qualität die Folge sein, davon würden Staatsanleihen profitieren. (Stand vom 31.08.2021) (01.10.2021/fc/a/f)





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