Bellevue (Lux) BB Entrepreneur Europe Small-Fonds: 04/2021-Bericht, Performanceplus von 3,7% - Fondsanalyse


01.06.21 09:30
Bellevue Asset Management

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Der Bellevue (Lux) BB Entrepreneur Europe Small-Fonds (ISIN LU0631859229 / WKN A1JG2G, B EUR) hat zum Ziel, ein langfristig attraktives und kompetitives Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Er eigne sich daher besonders für Investoren mit einem Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren, die ihr Portfolio durch Anlagen in kleinkapitalisierte, europäische eigentümergeführte Unternehmen diversifizieren wollten. Der Fonds weise die typischen Risiken auf, die sich aus Aktienanlagen in europäischen Small Caps ergeben würden.

Der Fonds investiere in kleinkapitalisierte, börsennotierte eigentümergeführte Unternehmen in Europa, welche von einem Unternehmer oder einer Unternehmerfamilie mit min. 20% der Stimmrechtsanteile maßgeblich beeinflusst würden. Die Eigenschaften solcher Unternehmen - fokussiertes Geschäftsmodell, kurze Entscheidungswege, nachhaltige Geschäftspolitik und starke Unternehmerkultur - würden zu Innovationseffizienz, hoher Produktqualität sowie starker Kundenbindung führen und sich nachweislich positiv auf den Aktienkurs auswirken. Das in diesem Anlagesegment erfahrene und in Unternehmerkreisen breit vernetzte Management-Team identifiziere mittels eines fundamentalen Bottom-up-Ansatzes die attraktivsten eigentümergeführten Unternehmen mit kleiner Marktkapitalisierung und konstruiere aus 40 bis 50 Titeln ein über Länder und Sektoren diversifiziertes Portfolio.

Schweizer Aktien hätten den April gemessen am MSCI Europe Small Cap ex-MSCI dank der Fortschritte bei Impfkampagnen und ermutigender Konjunkturdaten 3,7% fester geschlossen. Das BIP in der Eurozone sei im 1. Quartal (-0,6%) weniger als erwartet gesunken, während die Wachstumsprognosen für das Gesamtjahr weiterhin angehoben würden. Der IWF prognostiziere neuerdings für 2021 und 2022 ein Wachstum der EU-Wirtschaft von 4,4% bzw. 3,8%. Der Composite PMI sei im April auf 53,7 Zähler von 53,2 Punkten im März geklettert. Dabei sei der PMI für das Verarbeitende Gewerbe auf ein neues 20-Jahres-Hoch von 63,4 Punkten gestiegen, während der Dienstleistungs-PMI erstmals seit August eine Zunahme der Aktivitäten verzeichnet habe. Die Inflation in der Eurozone sei weiter angestiegen und habe im April 1,6% (YOY) nach 1,3% im März und 0,9% im Februar erreicht. Auf Sektorebene hätten Gesundheit (+7,8%), Immobilien (+5,7%) und Finanzen (+4,3%) die beste Performance geboten, während Energie (-2,2%), Versorger (-1,9%) und Basiskonsumgüter(+1,0%) am meisten hinterhergehinkt seien.

Vor diesem Hintergrund habe der Fonds 3,7% (EUR/ B-Anteile) zugelegt, genau wie seine Benchmark. Als größte Gewinnbringer im Berichtsmonat hätten sich Arjo (+30,7%), Wärtsilä (+20,2%) und BFF Bank (+18,8%) erwiesen. Der schwedische Medizinausrüster Arjo habe mit seinem bereinigten EBITDA 8% über den Konsenserwartungen dank einer Rekordbruttomarge von 46,8% gelegen, die auf einen guten Produktmix und Kostensenkungsmaßnahmen zurückzuführen sei. Wärtsilä habe ermutigende Zahlen für das Q1 2021 veröffentlicht, gekennzeichnet durch eine Nachfrageerholung bei Servicedienstleistungen für die Schifffahrtindustrie infolge der gestiegenen Auslastung von Containerschiffen. Darüber hinaus komme dem Unternehmen angesichts strengerer Vorschriften ein höheres Interesse an Energieeffizienz und Lösungen für das Flottenmanagement zugute. Die EBIT-Marge sei im Q1 2021 um 160 Bp gestiegen, was auf eine möglicherweise schneller als erwartete Margenerholung schließen lasse. BFF Bank habe vom positiven Branchenumfeld hinsichtlich Zinsen und vom Konjunkturzyklus profitiert. Ihr besseres Abschneiden im Vergleich zum Bankensektor sei durch den neuen, im März vorgestellten Businessplan getrieben worden, der für den Zeitraum 2020-23 ein EPS-CAGR von 20% anstrebe.

Die größten Verlustbringer im April seien Nexans (-9,5%), Zur Rose (-13,7%) und Invisio (-7,8%) gewesen. Nexans habe zwar mit seinem organischen Umsatzwachstum von 1,4% im Q1 2021 die Erwartungen verfehlt, bleibe aber auf Kurs, um das obere Ende der EBITDA-Prognose zu erreichen, da angesichts niedrigerer Vergleichszahlen gegen Jahresende eine beschleunigte Umsatzsteigerung erwartet werde. Dazu würden auch zusätzliche Kapazitäten im Bereich Hochspannungskabeln von ca. EUR 100 Mio. beitragen. Außerdem dürften sich die höheren Metallpreise nicht auf die Margen niederschlagen, da Rohmaterialkosten automatisch an Kunden weitergegeben würden.

Zur Rose habe nach der Meldung, dass sich der für den 1. Juli 2021 geplante Start von E-Rezepten auf Berlin-Brandenburg beschränke und nicht wie ursprünglich erwartet deutschlandweit erfolge, schwächer geschlossen. Den Experten der Bellevue Asset Management AG erscheint die Kursreaktion jedoch übertrieben. Die landesweite Einführung werde für das Q4 2021 erwartet, was einer Verzögerung um 3 bis 6 Monate gegenüber den anfänglichen Erwartungen entspreche. Das dürfte keine materiellen Auswirkungen auf Zur Roses Schätzungen haben, da die Online-Apotheke in ihrer Unternehmensprognose für 2021 ohnehin keinen Umsatzbeitrag durch E-Rezepte berücksichtige. Am wichtigsten sei, dass als Zeitpunkt für die verpflichtende landesweite Einführung von E-Rezepten der 1. Januar 2022 bestätigt worden sei.

Der Kommunikations- und Hörsystemhersteller Invisio habe gemischte Zahlen präsentiert. So sei der Umsatz um 23% gestiegen, während das EBIT infolge einer höheren Abschreibung aktivierter R&D-Kosten geringer als erwartet ausgefallen sei. Auch die Auftragseingänge hätten sich enttäuschend entwickelt, weitestgehend coronabedingt. Zum Quartalsende hätten die Kundenaktivitäten zugenommen, was den Experten mit Blick auf den Auftragsbestand hoffnungsvoll stimme. Die Experten würden Invisios Wachstumsaussichten in Anbetracht neuer Produkteinführungen und steigender Militärausgaben in Europa sowie einer Erholung des US-Marktes weiterhin vielversprechend einstufen.

Im April haben die Experten der Bellevue Asset Management AG ihr Engagement im Gesundheitssektor ausgebaut, indem sie am Börsengang des Schweizer Biotechunternehmens PolyPeptide partizipierten, der weltweiten Nummer 2 auf dem Peptidmarkt hinter Bachem. Den Experten erscheine das durch defensives und rentables Wachstum geprägte Qualitätsunternehmen attraktiv bewertet. Sie würden PolyPeptide darüber hinaus in Zukunft beachtliches Wertsteigerungspotenzial und gute Chancen einräumen, insbesondere im Bereich der Oligonukleotide. Die Experten der Bellevue Asset Management AG halten an ihrer starken Ausrichtung auf Value-Aktien fest, die sich auf etwa 40% des Gesamtvermögens des BB Entrepreneur Europe Small Fonds beläuft. (Stand vom 30.04.2021) (01.06.2021/fc/a/f)






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