Bellevue (Lux) BB Entrepreneur Europe Small-Fonds: 01/2020-Bericht, Wertanstieg von 0,5% - Fondsanalyse


02.03.20 12:00
Bellevue Asset Management AG

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Der Bellevue (Lux) BB Entrepreneur Europe Small-Fonds (ISIN LU0631859229 / WKN A1JG2G, B EUR) hat zum Ziel, ein langfristig attraktives und kompetitives Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Er eigne sich daher besonders für Investoren mit einem Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren, die ihr Portfolio durch Anlagen in kleinkapitalisierte, europäische eigentümergeführte Unternehmen diversifizieren wollten. Der Fonds weise die typischen Risiken auf, die sich aus Aktienanlagen in europäischen Small Caps ergeben würden.

Der Fonds investiere in kleinkapitalisierte, börsennotierte eigentümergeführte Unternehmen in Europa, welche von einem Unternehmer oder einer Unternehmerfamilie mit min. 20% der Stimmrechtsanteile maßgeblich beeinflusst würden. Die Eigenschaften solcher Unternehmen - fokussiertes Geschäftsmodell, kurze Entscheidungswege, nachhaltige Geschäftspolitik und starke Unternehmerkultur - würden zu Innovationseffizienz, hoher Produktqualität sowie starker Kundenbindung führen und sich nachweislich positiv auf den Aktienkurs auswirken. Das in diesem Anlagesegment erfahrene und in Unternehmerkreisen breit vernetzte Management-Team identifiziere mittels eines fundamentalen Bottom-up-Ansatzes die attraktivsten eigentümergeführten Unternehmen mit kleiner Marktkapitalisierung und konstruiere aus 40 bis 50 Titeln ein über Länder und Sektoren diversifiziertes Portfolio.

Small und Mid Caps hätten den Januar gemessen am MSCI Europe Small Cap ex-UK 1,3% im Minus nach einem starken Jahresendspurt 2019 geschlossen. Im Januar sei die Volatilität an die Märkte zurückgekehrt, ausgelöst durch den Ausbruch des Coronavirus und dessen mögliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Zinsen und Rohstoffpreise seien gesunken, während Safe-Haven-Anlagen eine Outperformance geboten hätten. Gold habe 3,6% fester notiert und der Schweizer Franken habe sich um 2% gegenüber dem Euro verteuert. Mit Ausnahme des defensiv ausgerichteten Schweizer Aktiemarktes (+0,3%) hätten fast alle europäischen Indices nachgegeben (EURO STOXX 50 -2,6%, CAC 40 -3,5%, DAX -2%).

In Europa sei der PSI Composite Index geringfügig gestiegen, habe jedoch die Schätzungen (50,9 vs. 51,2) verfehlt. Der Index für das Verarbeitende Gewerbe sei auf den höchsten Stand seit fünf Monaten (47,5) gestiegen, während der Index für das Dienstleistungsgewerbe geringfügig gefallen sei. In diesem Zusammenhang hätten sich defensive Sektoren wie Versorger (+9,5%) und Immobilien (+4,6%) deutlich besser als Energie (-12,5%), Grundstoffe (-5,1%) und Industrie (-3,8%) entwickelt.

Vor diesem Hintergrund habe der Fonds im Januar 0,5% (EUR/B-Anteile) fester geschlossen und seinen Vergleichsindex um 171 Bp übertroffen. Die größten positiven Performancebeiträge hätten Invisio (+37,7%), Swissquote (+22,2%) und S&T (+14,5%) geleistet. Invisio, der skandinavische Entwickler von Kommunikationssystemen für den Profi-Markt, habe starke Q4-Auftragszahlen vorgelegt, aufgrund derer es seine EPS-Schätzung kräftig angehoben habe. Die Technologie weise bisher eine Durchdringung des globalen Zielmarktes von gerade einmal 7% aus und sei darüber hinaus erst kürzlich erfolgreich in den Polizeimarkt eingeführt worden. Da ein zweites Produkt Invisios vermarktungsbereit sei, dürfte das Unternehmen weiterhin über mehrere Jahre ein starkes Wachstum von mehr als 20% p.a. erzielen.

Swissquote habe mit ihren Zahlen erneut die Konsenserwartungen übertroffen und damit für eine positive Überraschung gesorgt. Der kräftige Anstieg der Vermögensbasis um 36% (davon 10% organisch) habe dazu beigetragen, die Glaubwürdigkeit der für 2022 gesetzten Ziele zu steigern. Die Experten der Bellevue Asset Management AG glauben, dass der operative Hebel der Bankengruppe zunehmend stärker zum Tragen kommt, und räumen der Aktie weiterhin Wertpotenzial ein. S&T habe vorläufige Zahlen vorgelegt, welche die Umsatz- und Rentabilitätsprognose für 2019 bestätigt hätten, und habe sein mittelfristiges EBITDA-Ziel für 2023 um 10% auf EUR 220 Mio. angehoben, was einer Marge von 11% entspreche. Der CEO habe während eines Treffens den positiven Ausblick für das IoT-Geschäft des Unternehmens bekräftigt.

Die größten Verlierer seien Fila (-10,7%), Fluidra (-9%) und Atea (-10,3%) gewesen. Fila habe trotz der jüngsten, recht positiven Äußerungen des CEO weiter geschwächelt. Nach mehreren enttäuschenden Quartalszahlen bleibe der Markt skeptisch und das Management müsse spürbare Erfolge aufweisen, um einen Stimmungswandel herbeizuführen. Als Impulsgeber dürfte die Veröffentlichung der Q4-Zahlen am 25. März dienen. Fluidra habe positive Zahlen vorgelegt. Es habe seine Schulden schneller als erwartet refinanziert, was dem Unternehmen Zinseinsparungen von EUR 7 Mio. beschere. Überraschenderweise habe der Markt darauf nicht reagiert. Die jüngsten Treffen der Experten der Bellevue Asset Management AG mit dem Management verliefen erfreulich und sie gehen davon aus, dass Fluidra 2020 alle in Aussicht gestellten Synergien hebt.

Atea habe im Vorfeld der Q4-Zahlen eine Gewinnwarnung herausgegeben. Die Erholung des Dänemark-Geschäfts verlaufe schleppender als erwartet und das EBIT bleibe deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das sei enttäuschend. Die Experten der Bellevue Asset Management AG hatten erwartet, dass sich das Management fest auf diesen Turnaround konzentriert und ihn erfolgreich umsetzt. Der Konzern habe ein Kostensenkungsprogramm aufgelegt, 67 Mitarbeiter entlassen und den zuständigen Country Manager ausgetauscht.

Betreffend des Coronavirus herrsche zum heutigen Zeitpunkt die Annahme vor, dass sich die Verbreitung eindämmen lasse. In China dürfte das Virus einen Nachfrageschock und ein deutlich niedrigeres BIP für das Q1 2020 nach sich ziehen. Dem sollte dank staatlicher Stimulusmaßnahmen in den kommenden sechs Monaten eine möglicherweise kräftige Erholung folgen. Aus europäischer Perspektive komme dieser externe Schock äußerst ungelegen, da die angeschlagene Industrieproduktion erst gerade Anzeichen einer Bodenbildung gezeigt habe. China sei wichtiger Bestandteil der weltweiten Wertschöpfungskette. Derzeit würden sich die wirtschaftlichen Auswirkungen noch nicht einschätzen lassen, es sei mit anhaltendem Druck und möglichen Einstiegsmöglichkeiten in zyklischen Sektoren zu rechnen. Unternehmen würden versuchen, ihre Kosten zu kontrollieren und ihren Cashflow zu bewahren. Das dürfte eigentümergeführten Firmen leichter fallen, die ihre Hausaufgaben gemacht hätten. Da die Unternehmensführung von RHI Magnesita den Experten der Bellevue Asset Management AG während gemeinsamer Sitzungen keine überzeugenden Anlageargumente liefern konnte, schlossen sie ihre Position in der Aktie.

Darüber hinaus trennten sich die Experten der Bellevue Asset Management AG von Jungheinrich. Ihre Beteiligungen an ASM International, Infineon und Bakkafrost hätten sie nach ihrer starken Kursentwicklung verringert. Ausgebaut hätten sie ihr Engagement in defensiven Wachstumstiteln durch neue Positionen in Cloetta und Zur Rose. Auch ihre Positionen in Ipsos, Ströer und Virbac hätten sie aufgestockt. Zu guter Letzt erhöhten die Experten der Bellevue Asset Management AG im Rahmen der Ölpreiskorrektur ihre Beteiligung an Subsea 7. (Stand vom 31.01.2020) (02.03.2020/fc/a/f)






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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0631859229 A1JG2H 316,71 € 205,85 €
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