Bellevue (Lux) BB Adamant Medtech & Services-Fonds: 02/2020-Bericht, Wertrückgang von 7,6% - Fondsanalyse


20.03.20 11:00
Bellevue Asset Management

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Der Bellevue (Lux) BB Adamant Medtech & Services (ISIN LU0415391431 / WKN A0RP23, EUR B) hat zum Ziel, ein langfristig attraktives und kompetitives Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Er eigne sich daher besonders für Anleger mit einem Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren, die ihr Portfolio gezielt durch Anlagen im Medizintechnik- und Gesundheitsdienstleistungssektor diversifizieren wollten und bereit seien, die für diesen Sektor üblichen Aktienrisiken zu tragen.
Der Fonds investiere weltweit in Aktien von Unternehmen des Medizintechnik- und Gesundheitsdienstleistungssektors. Der Fonds erschließe dem Investor ein attraktives Investment in den Healthcare-Sektor, ohne dabei in Medikamentenhersteller zu investieren. Erfahrene Branchenspezialisten würden auf profitable, liquide Mid- und Large-Cap-Unternehmen, die bereits über ein reiferes Produktportfolio verfügen würden, wie auch auf Small Caps, welche über ein technologisch innovatives Produktangebot verfügen würden, fokussieren. Die Titelauswahl basiere auf fundamentaler Unternehmensanalyse, wobei insbesondere der medizinische Nutzen, das Sparpotenzial für das Gesundheitswesen sowie das erwartete Marktpotenzial der entsprechenden Produkte und Services vertieft untersucht würden. Die Selektion der Unternehmen erfolge Bottom-up, unabhängig von Benchmark-Gewichtungen.

Im Februar habe sich der BB Adamant Medtech & Services (-7,6%) etwa gleich wie seine Benchmark (-7,2%), aber etwas weniger gut als der breite Gesundheitsmarkt (-6,1%) entwickelt, und habe sich dem Abgabedruck der breiten Aktienmärke MSCI World Net (-7,8%) oder EURO STOXX 50 (-8,4%) nur teilweise entziehen können. Die Medizintechnikunternehmen (Medtech) hätten die Portfolioperformance mit 6,5% und die Gesundheitsdienstleister (Services) mit 1,1% belastet. Die Medizintechnikunternehmen GN Store Nord (+12,0%) und Ambu (+24,0%) hätten sich hervorragend entwickelt und positiv zur absoluten und relativen Portfolioperformance beigetragen. Die Viertquartalsergebnisse von GN hätten die Investorenerwartungen bezüglich Umsatzwachstum, Gewinn sowie Kurz- und Mittelfristprognose übertroffen. Ambu habe die Umsatz- und Gewinnerwartungen der Investoren übertroffen und fokussiere sich stark auf den Ausbau des direkten Vertriebskanals in den USA sowie auf die neuen Produkte, wie beispielsweise das Einweg-Duodenoskop.

Die Abwärtsbewegungen der großkapitalisieren Medizintechnikunternehmen hätten stark mit dem breiten Aktienmarkt korreliert. Edwards Lifesciences (-6,1%), Teleflex (-9,1%), Zimmer Biomet (-7,3%) und Boston Scientific (-10,0%) hätten negativ zur relativen- und absoluten Fondsperformance beigetragen. Becton Dickinson (-12,9%) habe angekündigt, dass im Moment aufgrund einer regulatorischen Auflage keine neuen "Alaris"-Infusionspumpen ausgeliefert werden dürften, und Medtronic (-12,1%) habe die Investoren mit einem tieferen Umsatzwachstum als erwartet enttäuscht. Diese Probleme seien von beiden Unternehmen selbst verursacht worden und hätten nichts mit den Endmärkten der Medizintechnik zu tun, die die Experten als sehr solide einschätzen würden.

Die Performance der US-Krankenversicherer habe sich in den ersten zwei Dritteln des Februars hervorragend entwickelt. Der Grund dafür seien die ersten beiden Vorwahlen der Demokraten in Iowa und in New Hampshire gewesen, bei denen sich progressive Kandidaten wie Bernie Sanders und Elizabeth Warren nicht klar hätten durchsetzen können. Bei der 3. Vorwahl im Gliedstaat Nevada habe sich Bernie Sanders deutlicher als erwartet distanzieren können, was zusammen mit der Schwäche des breiten Aktienmarktes zu Abgabedruck bei den US-Krankenversicherern geführt habe. Molina (+0,4%) habe leicht positiv zur absoluten Portfolioperformance beigetragen, die negativen Beiträge von Centene (-15,0%), UnitedHealth (-5,7%) und Humana (-4,2%) jedoch nicht ausgleichen können. Alle Werte in EUR/B-Anteile.

Prognosen zu den Auswirkungen des Coronavirus (Covid-19) auf die Weltwirtschaft seien schwierig. Grundsätzlich gehen die Experten der Bellevue Asset Management AG davon aus, dass sich der Medtech-&-Services-Sektor aufgrund seiner nichtzyklischen Nachfrage besser entwickeln wird als der breite Aktienmarkt. So würden die Krankenversicherungsprämien weiterhin bezahlt und dringende Operationen müssten durchgeführt werden. Höhere Leistungskosten dürften temporär sein und elektive Eingriffe könnten verschoben, aber zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Der Medtech & Services Fonds investiere in den gesamten Gesundheitsmarkt ohne die Medikamentenhersteller. Als vollwertiges Healthcare-Produkt ziele der Fonds darauf ab, bei einem vergleichbaren Risikoprofil eine deutlich höhere Rendite zu erwirtschaften als traditionelle Healthcare-Fonds. Einer der Gründe für den großen Erfolg der Anlagestrategie der Experten der Bellevue Asset Management AG ist, dass der Medtech-&-Services-Sektor zu den defensivsten Sektoren mit nachhaltigem Outperformance-Potenzial gehört. Das Fondsportfolio sei darauf ausgerichtet, eine attraktive und möglichst stabile Rendite zu erwirtschaften, dies auch in einem schwierigen Marktumfeld. Deshalb liege der Portfolioanteil von großkapitalisierten, liquiden Unternehmen bei etwa 75%, ergänzt mit schnell wachsenden, hoch innovativen klein- und mittelkapitalisierten Werten.

Der Medtech & Services Fonds sei eine echte Anlagealternative für Investoren, die von den soliden Fundamentalfaktoren des Gesundheitsmarktes profitieren möchten, aber die Preis-, Entwicklungs- und Patentablaufrisiken der Medikamentenindustrie scheuen oder eine Ergänzung zu ihrem bestehenden Pharmainvestment suchen würden. Die Innovationskraft sei ungebrochen und der Industriewandel in der Medizintechnik hin zu integrierten Dienstleistungsangeboten schreite stetig voran. Der Einsatz neuster Informationstechnologien berge ein großes Marktpotenzial im Bereich "Digital Health". Bei den Medizintechnikunternehmen sehen die Experten der Bellevue Asset Management AG attraktives Kurssteigerungspotenzial in den Bereichen Diabetestherapie, Operationsrobotik und minimalinvasiver Herzklappenersatz und -reparatur. Im Bereich der Gesundheitsdienstleister (Healthcare Services) würden sie das größte Wertsteigerungspotenzial bei den US-Krankenversicherern (Managed Care) sehen. Die Medtech-&-Services-Strategie - eine Kombination von Innovation, Marktausweitung mit neuen Dienstleistungen und stabiler Nachfrage - eröffne dem Anleger eine vielversprechende Investmentopportunität. (Stand vom 29.02.2020) (20.03.2020/fc/a/f)






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