Bellevue Global Macro (Lux)-Fonds: 11/2021-Bericht, Wertverlust von 2,2% - Fondsanalyse


05.01.22 08:50
Bellevue Asset Management

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des Bellevue Global Macro (Lux)-Fonds (ISIN LU0494761835 / WKN A1CW3N) besteht darin, über den gesamten Konjunkturzyklus konsistente positive Erträge zu erreichen, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Die angestrebten Renditen sollten eine tiefe Korrelation zur Ertragsentwicklung gewichtiger Anlageklassen aufweisen. Der Fonds eigne sich daher besonders für Anleger mit einem Anlagehorizont von mindestens drei Jahren, die eine gleichmäßige absolute Rendite anstreben würden. Die Fondswährung sei Euro.

Der Fonds beabsichtige, unabhängig vom Marktumfeld, konsistente positive Renditen von rund 5% bis 7% pro Jahr zu erzielen. Dies bei einer annualisierten Volatilität von 5% bis 7%. Der Fonds investiere weltweit aktiv in mehrere Anlageklassen mit der Möglichkeit, Long- und Short-Exposure aufzubauen, wobei die Risikoparameter über die Zeit konstant gehalten würden. Ein proprietäres Screening Tool unterstütze das erfahrene Management Team bei der Marktanalyse und der Formulierung erfolgversprechender Top-Down-Strategien. Risikomanagement sei ein integraler Bestandteil des gesamten Investmentprozesses. Dank der täglichen Vorgabe eines klar definierten Risikolevels ergebe sich über die Laufzeit ein stabiles Risikoprofil. Das Portfolio investiere vorwiegend in liquide Anlagen, der Fonds biete tägliche Liquidität. Der Fonds berücksichtige ESG-Faktoren bei der Umsetzung der Anlageziele.

Der Fonds habe im November 2,2%, bei einer Volatilität von 4,7%, eingebüßt. Im Monatsverlauf habe der MSCI World Equity Index 2,3% verloren, der JPM Global Government Bond Index habe 2,9% zugelegt und Rohstoffe hätten einen Rückgang von 10,8% verzeichnet (jeweils in EUR und gehedgt).

Die negative Performance sei auf Einbußen bei Aktien (-0,86%), Devisen (-0,83%), Staatsanleihen (-0,23%) und Nicht-Staatsanleihen (-0,24%) zurückzuführen. Aktien und Nicht-Staatsanleihen seien durch die Risikoaversion an den Finanzmärkten beeinträchtigt worden. Das Aktienexposure habe unter der anhaltenden Underperformance des Biotechsektors gelitten, welche den Experten der Bellevue Asset Management AG nicht als gerechtfertigt erscheine. Die Verluste der Devisenstrategie seien der Entscheidung geschuldet, das USD-Engagement vollständig abzusichern. Ungeachtet der Flucht in Qualität habe sich die Abflachung der US-Renditekurve negativ auf das Exposure in Staatsanleihen ausgewirkt.

Die Renditen 7-jähriger und 30-jähriger US-Treasuries hätten sich um 8 Bp bzw. 14 Bp verengt. Ihre Short-Position in Anleihen mit einer Laufzeit von 20 und 30 Jahren, die die Experten der Bellevue Asset Management AG als Absicherung gegen einen Anstieg von Inflation und Zinsen aufgebaut hätten, habe dem Fonds in Anbetracht der flacheren Zinskurve Verluste beschert. Die Inflation wird uns jedoch vermutlich länger als ursprünglich erwartet begleiten, weshalb wir zunächst auf einen Abbau der Position verzichten, so die Experten der Bellevue Asset Management AG. Im November hätten die Experten ihr Aktienengagement von 33% auf 29% des NAV und ihr Netto-Exposure in Staatsanleihen von 105% auf 101% reduziert. Die Allokation in Nicht-Staatsanleihen hätten die Experten unverändert bei 22% belassen.

Die Experten der Bellevue Asset Management AG hätten ihre Anlageszenarien überprüft:

Szenario 1 mit einer Gewichtung von 25% erwarte einen Rückgang der US-Inflation von derzeit 6% auf 4% bis 5% in den kommenden zwei bis drei Monaten. Die Erholung der Weltwirtschaft setze sich fort und Lieferkettenunterbrechungen würden nachlassen. Dieses Szenario sei positiv für Aktien und Nicht-Staatsanleihen und negativ für Staatsanleihen mit langer Laufzeit.

Szenario 2 mit einer Gewichtung von 45% gehe von einer gleich bleibenden Inflation von 5,5% bis 6,5% über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten aus. Der starke Nachholbedarf in den USA habe zur Folge, dass sich Lieferengpässe auf kurze Sicht nicht verringern würden und die Wirtschaft floriere. Die US-Notenbank gerate zunehmend unter Druck, ihre Käufe von Wertpapieren schneller zurückzufahren und Zinserhöhungen einzuleiten. Dies sei ein ungünstiges Umfeld für Aktien und Anleihen, die stolz bewertet seien und die eine Konsolidierung erleben würden. Im Aktienbereich würden Value-Titel besser als Wachstumswerte abschneiden, womit sich der seit Jahren anhaltende bisherige Trend schrittweise umkehre.

Szenario 3 mit einer Gewichtung von 30% liege die Annahme zugrunde, dass eine neue COVID-Welle die Wirtschaft bremse, während eine Inflation von 6% den Handlungsspielraum der US-Notenbank begrenze. Dieses Szenario sei negativ für Aktien und Nicht-Staatsanleihen und positiv für Staatsanleihen. Die Korrektur an den Aktienmärkten falle nicht so heftig wie im März 2020 aus, da weiterhin reichlich Liquidität vorhanden sei, bestehende Impfstoffe voraussichtlich eine gewisse Wirksamkeit gegen neue Virusvarianten bieten würden und Anleger und Wirtschaftsakteure Erfahrungen aus der ersten COVID-Welle gesammelt hätten. (Stand vom 30.11.2021) (05.01.2022/fc/a/f)






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