Bellevue Entrepreneur Europe Small (Lux)-Fonds: 11/2021-Bericht, Wertminderung von 5,4% - Fondsanalyse


04.01.22 08:50
Bellevue Asset Management

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Der Bellevue Entrepreneur Europe Small (Lux)-Fonds (ISIN LU0631859229 / WKN A1JG2H, B EUR) hat zum Ziel, ein langfristig attraktives und kompetitives Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Er eigne sich daher besonders für Investoren mit einem Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren, die ihr Portfolio durch Anlagen in kleinkapitalisierte, europäische eigentümergeführte Unternehmen diversifizieren möchten. Der Fonds weise die typischen Risiken auf, die sich aus Aktienanlagen in europäischen Small Caps ergeben würden.

Der Fonds strebe die Erzielung eines langfristigen Kapitalwachstums an. Der Fonds investiere in kleinkapitalisierte, börsennotierte eigentümergeführte Unternehmen in Europa, welche von einem Unternehmer oder einer Unternehmerfamilie mit mindestens 20% der Stimmrechtsanteile maßgeblich beeinflusst würden. Eigenschaften wie kurze Entscheidungswege, nachhaltige Geschäftspolitik und starke Unternehmerkultur würden zu Innovationseffizienz, hoher Produktqualität sowie starker Kundenbindung führen und sich nachweislich positiv auf den Aktienkurs auswirken. Das erfahrene und in Unternehmerkreisen breit vernetzte Team identifiziere mittels eines fundamentalen Bottom-up-Ansatzes die attraktivsten eigentümergeführten Unternehmen mit kleiner Marktkapitalisierung und konstruiere aus 35 bis 45 Titeln ein über Länder, Sektoren und Stil (Value, GARP, Growth) diversifiziertes Portfolio. Der Fonds berücksichtige ESG-Faktoren bei der Umsetzung der Anlageziele.

Europäische Small und Mid Caps hätten den November 2,9% schwächer beendet, wenig schlechter als die breiteren Indices. Die Märkte hätten sich während der ersten Monatshälfte recht widerstandsfähig gezeigt ungeachtet der steigenden Delta-Infektionen in Europa, neuer Beschränkungen in Österreich und Deutschland sowie weiteren Inflationsdrucks. Die Nachricht der neuen SARS-CoV-2-Virusvariante Omikron in Südafrika habe jedoch eine Marktkorrektur eingeleitet. Der Preis für Brent sei drastisch gefallen und der Aufwärtstrend bei langfristigen Zinsen sei abrupt gekehrt. So sei die Rendite 10-jähriger Bunds auf -0,33% gesunken, nachdem sie im Oktober ein Dreijahreshoch erklommen habe. Die Inflation in der Eurozone sei im November auf 4,9% von 4,1% im Vormonat geklettert, wobei die Energiepreiskomponente um 27% YOY zugelegt habe. Der PMI Composite für die Eurozone sei von 54,2 Punkten im Oktober auf 55,8 im November gestiegen, womit er weiterhin deutlich über dem langfristigen Durchschnitt vor der Pandemie von 53 Zählern liege. Auf Sektorebene hätten Immobilien (+0,4%), IT (-0,2%) und Grundstoffe (-1,7%) am besten performt, während Basiskonsumgüter (-7,9%), Energie (-7,4%) und Finanztitel (-4,8%) die größten Verluste verzeichnet hätten.

Vor diesem Hintergrund habe der Fonds 5,4% (EUR/B-Anteile) nachgegeben und seine Benchmark um 250 Bp verfehlt. Die größten Verlustbringer im Berichtsmonat waren Bakkafrost (-27,0%), Subsea7 (-20,0%) und CECONOMY (-16,5%). Bakkafrost habe schwache Zahlen präsentiert. Schuld daran seien die vorgezogene Ernte in einigen Farmen der Färöer-Inseln sowie die schlechten schottischen Ergebnisse aufgrund erheblicher biologischer Herausforderungen gewesen. Trotz der deutlich negativen Gewinnrevisionen würden die Experten der Bellevue Asset Management AG die Kursreaktion als Chance betrachten. Bakkafrost dürfte den Umsatz im kommenden Jahr um 10% steigern und sei darüber hinaus der einzige Lachsproduzent mit bedeutenden Kapazitätsreserven über 2022 hinaus.

Subsea7 habe mit seinem ausgewiesenen Umsatz die Konsenserwartungen um 6% dank einer besseren Flottenauslastung und guter Fortschritte hinsichtlich des gesamten Projektportfolios übertroffen. Das bereinigte EBITDA habe 12% über den Erwartungen gelegen, was sich aufgrund eines massiven Aufbaus des Umlaufvermögens jedoch nicht im Cashflow widergespiegelt habe. Unternehmensstruktur und -kommunikation hätten sich seit dem separaten Listing seiner Sparte für Erneuerbare eher schwierig gestaltet und die Aktie werde mit einem Abschlag auf den fairen Wert gehandelt.

CECONOMY habe unter den Lock-Down Befürchtungen in Deutschland gelitten und die Stimmung sei durch das Auftreten der Omikron-Variante zusätzlich gedämpft worden.

Die größten Gewinnbringer im Berichtsmonat seien Rovi (+6,6%), Zur Rose (+9,0%) und LEM Holding (+11,1%) gewesen. Das spanische Pharmaunternehmen Rovi habe seinen Kapitalmarkttag abgehalten. Es habe keine wesentlichen Neuigkeiten verkündet, jedoch die soliden Wachstumsaussichten für Enoxaparin bestätigt, das doppelt so schnell wie der Heparin-Markt wachse. Nach Erachten der Experten der Bellevue Asset Management AG könnte das von Rovi prognostizierte Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich übertroffen werden, zumal die COVID-19-Auffrischimpfung in Europa derzeit früher als erwartet verabreicht werde und Rovi im vierten Quartal 2021 mit der Ausweitung seiner Produktionskapazitäten für den Moderna-Impfstoff begonnen habe.

Die Online-Apotheke Zur Rose gelte als defensiver Corona-Gewinner und habe sich kräftig erholt. Zudem würden jüngste Meldungen darauf schließen lassen, dass die verpflichtende Einführung der E-Rezepte im Januar 2022 planmäßig verlaufe.

LEM Holding, der Schweizer Hersteller von Stromwandlern, habe gute Quartalszahlen präsentiert. Das Umsatzwachstum habe 27,5% erreicht, getrieben durch den allgemein wachsenden Elektrifizierungsbedarf in den beiden Sparten Industrie und Automotive. Das EBIT sei um 49% gestiegen angesichts eines wie immer rigorosen Kostenmanagements. Darüber hinaus seien Auftragsbestand und Book-to-Bill-Verhältnis auf Allzeithochs geklettert, was als gutes Zeichen für künftige Wachstumsaussichten gelte.

Das von der Omikron-Variante ausgehende Risiko lasse sich derzeit noch nicht genau abschätzen, da bisher zuverlässige Daten zur Wirksamkeit verfügbarer Impfstoffe noch ausstünden. Die wirtschaftliche Erholung sollte dadurch jedoch nicht erliegen und unser Szenario berücksichtigt für 2022 weiterhin eine Wachstumsbeschleunigung, so die Experten der Bellevue Asset Management AG. Die Diskussionen rund um das Thema Inflation und deren vorübergehende Komponenten würden anhalten, wobei sich die Teuerung bisher im Großen und Ganzen auf diejenigen Komponenten beschränke, die von der Pandemie deutlich betroffen gewesen seien.

In diesem sich rasch verändernden Umfeld würden die Experten der Bellevue Asset Management AG an ihrer Barbell-Strategie festhalten, die Value- und Wachstumskomponenten kombiniere. Die Experten der Bellevue Asset Management AG hätten ihre Positionen in Kering, Swatch und Montana Aerospace aufgestockt, Letztere durch Partizipation an der Kapitalerhöhung. (Stand vom 30.11.2021) (04.01.2022/fc/a/f)






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368,85 € 388,99 € -20,14 € -5,18% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0631859229 A1JG2H 424,17 € 346,76 €