BayernInvest Osteuropa Fonds: 06/2020-Bericht, Wertrückgang von 0,14% - Fondsanalyse


22.07.20 11:30
BayernInvest Luxembourg S.A.

Luxemburg (www.fondscheck.de) - Der BayernInvest Osteuropa Fonds (ISIN LU0128942959 / WKN 795321, ANL) ist ein Regionenfonds, der sich durch eine aktive Selektion von Aktienwerten osteuropäischer Unternehmen mit überdurchschnittlichen Wachstumschancen auszeichnet, so die Experten von BayernInvest Luxembourg S.A.

1) Marktrückblick
Die in der Benchmark der Experten enthaltenen osteuropäischen Aktien hätten im Juni nach zwei aufeinander folgenden Monaten positiver Performance weiter an Boden gewonnen, was auf eine über den Erwartungen liegende Unterstützung (über Geld-, Fiskalpolitik und Ankaufprogramme) und eine über den Prognosen liegende, wirtschaftliche Erholung zurückzuführen gewesen sei, bevor sie einige Gewinne wieder abgegeben hätten, da Bedenken hinsichtlich eines neuerlichen Anstiegs der Infektionsraten die Märkte erfasst hätten.

Die Gesamtperformance der Region sei seit Jahresbeginn weiterhin negativ. Mit Ausnahme von Russland hätten alle Märkte der Experten im Monatsverlauf positive Entwicklungen verzeichnet, wobei die Türkei im Monatsverlauf der Markt mit der besten Performance gewesen sei, gefolgt von der Tschechischen Republik, Polen und Ungarn. Russland sei im Juni der schlechteste Performer der Region gewesen.

2) Fondsrückblick
Die starke Übergewichtung der Experten in Russland habe die Performance in diesem Monat negativ beeinflusst, während die anderen Positionen des Portfolios positive Beiträge geliefert hätten.

3) Marktausblick
Die Experten seien bei den Aktien der Schwellenländer vorsichtig. Während der Viruspeak noch unbekannt sei, gehe das Basisszenario der Experten davon aus, dass der Ausbruch in den nächsten zwei Quartalen größtenteils kontrolliert werde. Maßnahmen, die die Zentralbanken und Regierungen, einschließlich der US-Notenbank setzen würden, sollten Haushalten und Unternehmen helfen, mit dem derzeit starken wirtschaftlichen Rückgang umzugehen. Die schnelle Reaktion der Zentralbanken und die große Unterstützung durch die Regierungen seien zwei wichtige positive Faktoren, die die negativen Folgen der derzeitigen Eindämmungsmaßnahmen begrenzen sollten.

Die schrittweise Abkehr von den Ausgangsbeschränkungen sollte zu einer verbesserten wirtschaftlichen Aktivität im zweiten Halbjahr und zu einer "Quasi-Normalisierung" im kommenden Jahr führen. Eine lang anhaltende Rezession und ein weltweiter Marktkollaps seien dank der Maßnahmen der Zentralbanken und Regierungen vermieden worden. Die relativ konstruktive Einschätzung der Experten spiegele auch die sehr gebeutelten Bewertungen wider. Nur während der Asienkrise 1997, nachdem Platzen der Dotcom-Blase 2001 und nach der Subprime-Krise 2008 hätten die Experten ein ähnlich niedriges Bewertungsniveau gesehen. Die Experten seien der Meinung, dass die derzeitigen Niveaus für langfristige Anleger sehr attraktiv seien, während allerdings noch nicht sicher sei, wann die Märkte die Talsohle erreicht haben würden. Kurzfristig würden die Experten die Spannungen zwischen den USA und China als das größte Risiko sehen, das die Aktienmärkte der Schwellenländer betreffe.

4) Fondsausblick
Die Experten würden in Russland übergewichtet und im Rest der Region untergewichtet bleiben. Die russischen Risikoprämien hätten sich infolge der Sanktionen ausgeweitet, aber die Wirtschaft erweise sich als widerstandsfähig, und die Aktienbewertungen würden bei hohen Dividendenrenditen attraktiv bleiben. Gleichzeitig seien die Experten in den CEE-Märkten (Polen, Ungarn und Tschechien) vorsichtig, da diese am stärksten von der potenziellen Verlangsamung in Deutschland und der Eurozone betroffen sein könnten.

Die Inlandsnachfrage sollte in Polen Konsumgüterunternehmen weiter unterstützen, aufgrund eines erweiterten Kindergeldprogramms, einer Senkung der Einkommensteuer für Geringverdiener und der Erhöhung des Mindestlohns. Angesichts der niedrigen Bewertungen könnten auch polnische Banken interessant werden, da eine unerwartete Anhebung von Inflation und Zinsen eine sehr positive Überraschung für den Sektor darstellen würde, da die Banken im derzeit niedrigen Zinsumfeld Schwierigkeiten hätten, Margen zu erzielen. (Stand vom 30.06.2020) (22.07.2020/fc/a/f)






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
77,51 € 78,78 € -1,27 € -1,61% 07.08./17:29
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0128942959 795321 110,13 € 60,41 €