BNY Mellon Emerging Market Corporate Debt Fund: Selektion bei Schwellenländer-Anleihen 2018 ein Muss


02.03.18 11:00
BNY Mellon IM

Brüssel (www.fondscheck.de) - Colm McDonagh, Head of Emerging Market Debt und Manager des BNY Mellon Emerging Market Corporate Debt Fund (ISIN IE00B6VJMC30 / WKN A1W64W) bei Insight Investment - einer Boutique unter dem Dach von BNY Mellon Investment Management (IM), meint, Anleger sollten in diesem Jahr deutlich selektiver bei Schwellenländeranleihen sein.

2017 sei ein nahezu perfektes Jahr für Anleger gewesen, die in Schwellenländeranleihen investiert hätten. Die Volatilität habe sich auf historischen Tiefständen bewegt und die rekordverdächtigen Zuflüsse hätten die Renditen in die Höhe getrieben. Ein solches Szenario werde sich 2018 eher nicht wiederholen. Deshalb sollten Anleger deutlich selektiver bei ihrer Länder- bzw. Bonitätsauswahl sein.

Die Experten würden davon ausgehen, dass das Wahljahr 2018 für Unruhe in Ländern wie Brasilien, Mexiko, Kolumbien, Indien und Indonesien führen werde. Anleger sollten deshalb genau hinschauen, ob die Risiken ausreichend kompensiert würden. Die Wahlen in Brasilien im Oktober beispielsweise würden die Bevölkerung wohl stark polarisieren. Auf dem Spiel stünden die Förderung von Strukturreformen, Haushaltsanpassungen und nachhaltige Wachstumspolitik, die die beginnende wirtschaftliche Erholung Brasiliens erst ermöglicht hätten.

Auch in Mexiko würden einige Investoren befürchten, dass ein Sieg des Linksaußen-Präsidentschaftskandidaten Andres Manuel Lopez Obrador am 1. Juli, der in den Meinungsumfragen vorne liege, zu einer Destabilisierung führen könnte. So würden brasilianische Anleihen im Vergleich zu vielen anderen Schwellenländern relativ hohe Renditen von über 6 Prozent ausweisen. Mexikos Renditen lägen zwar mit knapp unter 1 Prozent im unteren Mittelfeld der Schwellenländer. Dafür sei der Risikoaufschlag von 250 Basispunkten gegenüber risikolosen Anleihen einer der höchsten - nur Südafrika, Türkei, Nigeria und Argentinien lägen höher.

Hinzu würden mögliche externe Risiken kommen: Würde die US-amerikanische Notenbank die Zinsen aufgrund eines eventuellen Inflationsdrucks schneller und höher anheben als allgemein erwartet, würde das eventuell zu Volatilität bei Schwellenländeranleihen führen, da diese dann im Vergleich zu US-Anleihen oder Anleihen aus Europa an Attraktivität einbüßen würden. Und schließlich: Das Risiko eines zunehmenden Protektionismus könnte negative Folgen für das weltweite Wirtschaftswachstum haben und gerade Schwellenländer mit flexiblen Wechselkursen beeinflussen.

Die gute Nachricht: Anleger würden bei Unternehmensanleihen sehr guter Bonität und bei Hochzinsanleihen aus Schwelländern im Vergleich zu deren Pendants aus den USA oder Europa deutlich für ihr Risiko kompensiert.

Strukturell und konjunkturell spreche viel dafür, dass sich das weltweite Wirtschaftswachstum fortsetzen werde und sich die Fundamentaldaten der Schwelländer Schritt für Schritt weiter verbessern würden. Und: Positiv sei, dass immer mehr institutionelle Anleger in diese Anlageklasse investieren würden - ein Trend, der nach Meinung der Experten langfristig anhalte - und gerade mit einer wirtschaftlich strukturellen Stabilisierung das Vertrauen in Schwellenländer wachse. (Ausgabe vom 28.02.2018) (02.03.2018/fc/a/f)






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