BB Global Macro (Lux)-Fonds: 07/2021-Bericht, Wertanstieg von 0,2% - Fondsanalyse


01.09.21 12:00
Bellevue Asset Management

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des BB Global Macro (Lux)-Fonds (ISIN LU0494761835 / WKN A1CW3N) besteht darin, über den gesamten Konjunkturzyklus konsistente positive Erträge zu erreichen, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Die angestrebten Renditen sollten eine tiefe Korrelation zur Ertragsentwicklung gewichtiger Anlageklassen aufweisen. Der Fonds eigne sich daher besonders für Anleger mit einem Anlagehorizont von mindestens drei Jahren, die eine gleichmäßige absolute Rendite anstreben würden. Die Fondswährung sei Euro.

Der Fonds beabsichtige, unabhängig vom Marktumfeld, konsistente positive Renditen von rund 5 bis 7% pro Jahr zu erzielen. Dies bei einer annualisierten Volatilität von weniger als 7%. Der Fonds investiere weltweit aktiv in mehrere Anlageklassen mit der Möglichkeit, Long- und Short-Exposure aufzubauen, wobei die Risikoparameter über die Zeit konstant gehalten würden. Ein proprietäres Screening Tool unterstütze das erfahrene Management Team bei der Marktanalyse und der Formulierung erfolgversprechender Top-down-Strategien. Risikomanagement sei ein integraler Bestandteil des gesamten Investmentprozesses. Dank der täglichen Vorgabe eines klar definierten Risikolevels ergebe sich über die Laufzeit ein stabiles Risikoprofil. Das Portfolio investiere vorwiegend in liquide Anlagen, der Fonds biete tägliche Liquidität.

Der Fonds habe im Juli eine Rendite von +0,2% bei einer Volatilität von 3,9% erzielt. Im Monatsverlauf hätten der MSCI World Equity Index und der JPM Global Government Bond Index jeweils 1,5% zugelegt, während sich Rohstoffe um 1,4% verteuert hätten (jeweils in EUR).

Staatsanleihen und Nicht-Staatsanleihen hätten einen positiven Beitrag zur Fondsperformance von 0,30% und 0,06% geleistet. Aktien hätten den Fonds hingegen mit einem Minus von 0,16% belastet.

Die gesamte Vermögensallokation der Experten der Bellevue Asset Management AG war richtig positioniert, um von steigenden Aktienmärkten (Nettoaktienquote von 30%) und sinkenden Anleiherenditen (Portfolioduration von 1,5 Jahren) zu profitieren. Als weniger erfolgreich habe sich die Umsetzung bei den Aktien erwiesen, da mehrere Strategien eine deutliche Underperformance verzeichnet hätten. Der Biotechnologiesektor (Exposure von 8,4%) habe 2% schlechter als die globalen Märkte abgeschnitten. Die Experten der Bellevue Asset Management AG stufen die langfristigen Aussichten für den Sektor dennoch weiterhin positiv ein. Chinesische Aktien (Exposure von 1,2%) hätten infolge mehrerer marktunfreundlicher Ankündigungen der Kommunistischen Partei Chinas eine beträchtliche Underperformance von 14% erlitten. Infolge der zunehmenden geopolitischen Spannungen in Bezug auf das Reich der Mitte seien auch japanische Aktien (Exposure von 2,8%) rund 7% hinterhergehinkt, woraufhin die Experten die Position geringfügig verringert hätten.

Per Ende Juli habe sich die Allokation in Staatsanleihen auf 93%, das Aktienexposure auf 29% und das Engagement der Experten in Nicht-Staatsanleihen auf 20% belaufen, was in etwa den Vormonatsniveaus entspreche.

Im Juli hielten die Experten der Bellevue Asset Management AG ihre bestehenden Szenarien bei:

Szenario 1 mit einer Gewichtung von 35% gehe davon aus, dass amerikanische Aktien angesichts der weltweit expansiven Geldpolitik weiter auf eine Blase zusteuern würden. Die konjunkturelle Erholung, die sich in den USA bereits etabliert habe, weite sich auf Europa, Japan und schließlich auf die Schwellenländer aus. Das sei positiv für Value-Werte und Schwellenländeraktien, neutral für Hochzinspapiere und negativ für Staatsanleihen.

Szenario 2 mit einer Gewichtung von 45% gehe von einem temporären Anstieg der HeadlineInflation in den USA auf über 5% aus, und die Erwartungen von Tapering-Schritten seitens der FED würden eine Konsolidierungsphase an den Aktienmärkten einläuten. Auch Staatsanleihen würden konsolidieren, da sie zwischen Ängsten vor einer steigenden Inflation (negativ) und einer Flucht in Qualität (positiv) gefangen seien. Dieses Umfeld sei neutral bis negativ für Hochzinsanleihen.

Szenario 3 mit einer Gewichtung von 20% gehe davon aus, dass die US-Aktienmärkte überbewertet seien und eine technische Korrektur bevorstehe. Es gebe mehrere potenzielle Auslöser, darunter mögliche höhere Unternehmenssteuern in den USA, eine Neuausrichtung der US-Geldpolitik, zunehmende geopolitische Risiken aufgrund von Spannungen zwischen den USA und China usw. Dies sei negativ für Aktien und Hochzinsanleihen. Je nach Auslöser könnte eine Flucht in Qualität die Folge sein, was für Staatsanleihen positiv wäre. (Stand vom 31.07.2021) (01.09.2021/fc/a/f)






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