BB Global Macro (Lux)-Fonds: 03/2020-Bericht, Wertrückgang von 9,3% - Fondsanalyse


06.05.20 12:00
Bellevue Asset Management

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des BB Global Macro (Lux)-Fonds (ISIN LU0494761835 / WKN A1CW3N) besteht darin, über den gesamten Konjunkturzyklus konsistente positive Erträge zu erreichen, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Die angestrebten Renditen sollten eine tiefe Korrelation zur Ertragsentwicklung gewichtiger Anlageklassen aufweisen. Der Fonds eigne sich daher besonders für Anleger mit einem Anlagehorizont von mindestens drei Jahren, die eine gleichmäßige absolute Rendite anstreben würden. Die Fondswährung sei Euro.

Der Fonds beabsichtige, unabhängig vom Marktumfeld, konsistente positive Renditen von rund 5 bis 7% pro Jahr zu erzielen. Dies bei einer annualisierten Volatilität von weniger als 7%. Der Fonds investiere weltweit aktiv in mehrere Anlageklassen mit der Möglichkeit, Long- und Short-Exposure aufzubauen, wobei die Risikoparameter über die Zeit konstant gehalten würden. Ein proprietäres Screening Tool unterstütze das erfahrene Management Team bei der Marktanalyse und der Formulierung erfolgversprechender Top-down-Strategien. Risikomanagement sei ein integraler Bestandteil des gesamten Investmentprozesses. Dank der täglichen Vorgabe eines klar definierten Risikolevels ergebe sich über die Laufzeit ein stabiles Risikoprofil. Das Portfolio investiere vorwiegend in liquide Anlagen, der Fonds biete tägliche Liquidität.

Der Fonds habe im März um 9,3% nachgegeben, bei einer realisierten Volatilität von 15,9%. Im Monatsverlauf habe der MSCI World Equity Index 13,0% nachgegeben, der JPM Global Government Bond habe nahezu unverändert (-0,1%) geschlossen und Rohstoffe hätten 7,8% an Wert eingebüßt (jeweils in EUR).

Aktienmärkte hätten ihre Korrektur im März fortgesetzt. So habe der DAX im Berichtsmonat zwischenzeitlich um bis zu 29% nachgegeben (-39% gegenüber seinem Höchststand). Auch Hochzinsanleihen hätten zu den Verlierern gezählt und zeitweise ein Minus von bis zu 14% verzeichnet. Angesichts dessen habe der BB Global Macro den schlechtesten Monat seit seiner Auflegung erlebt.

Folgende Anlageklassen hätten im März einen negativen Beitrag zur Fondsperformance geleistet: Aktien (-6,0%), Staatsanleihen (-0,6%) und Nicht-Staatsanleihen (-2,4%). Die Devisenstrategie der Experten sei auf der Stelle getreten. Im Monatsverlauf stockten die Experten der Bellevue Asset Management AG ihr Netto-Aktienexposure von 26,1% auf 34,6% und ihr Engagement in Nicht-Staatsanleihen von 14,4% auf 16,2% auf. Ihr Short-Exposure in Staatsanleihen hätten sie hingegen von -20,0% auf -16,6% verringert.

Die Experten der Bellevue Asset Management AG sind mit dem derzeitigen Exposure-Niveau des Fonds zufrieden und würden von einer Markterholung profitieren. Sie würden keine weitere größere Erhöhung des Risikos planen, um die Volatilität unter Kontrolle zu halten. Ihrem Modell liege mit Blick auf das Risikomanagement eine Volatilität von 12,1% zugrunde - sie liege über ihrem mittelfristigen Ziel.

Vorübergehend lassen die Experten der Bellevue Asset Management AG ein gewisses Maß an Flexibilität zu, da ihre Schätzung der künftigen Volatilität auf historischen Daten basiert. Als die Volatilität ungewöhnlich gering gewesen sei, seien sie auf Nummer sicher gegangen und hätten unterhalb ihres Ziels gelegen. Nun, wo die Volatilität ungewöhnlich hoch sei, sei eine leichte Überschreitung des Zielwertes tolerierbar.

Die Corona-Pandemie werde noch eine Weile andauern. Der Wendepunkt in Asien, Europa und den USA dürfte jedoch innerhalb der nächsten sechs Monate erreicht werden. Historisch betrachtet wäre also jetzt der Zeitpunkt für eine Wende an der Börse. Wann würden die Regierungen entscheiden, dass es an der Zeit sei, die Einschränkungen des normalen wirtschaftlichen Lebens wieder aufzuheben? Welches Maß an Unterstützung werde Unternehmen gewährt, die unweigerlich in Konkurs gehen würden? Die Experten der Bellevue Asset Management AG greifen beim Marktausblick wie immer gerne auf den Einsatz von Szenarien zurück.

Szenario 1 mit einer Gewichtung von 35% gehe davon aus, dass der Wendepunkt der Pandemie in naher Zukunft erreicht sei. Die aktiven Stützungsmaßnahmen der Notenbanken würden greifen und die allmähliche Rückkehr zur normalen Wirtschaftstätigkeit sorge an den Aktienmärkten für eine kräftige Rallye. Das sei positiv für Aktien, neutral bis positiv für Schwellenländer- und Unternehmensanleihen und neutral bis negativ für Staatsanleihen.

Szenario 2 mit einer Gewichtung von 40% rechne mit einem volatilen Umfeld, in dem die Maßnahmen der Notenbanken den Rückgang der wirtschaftlichen Aktivitäten nicht auffangen könnten. Der Kampf gegen das Coronavirus halte an und schleppende Verbesserungen würden mit immensen wirtschaftlichen Kosten einhergehen. Für alle Anlageklassen würden eher kurzfristige Handelsstrategien dominieren.

Szenario 3 mit einer Gewichtung von 25% liege die Annahme zugrunde, dass die Corona-Pandemie in den USA extreme Dimensionen erreiche und erste Unternehmen Konkurs anmelden würden. Das sei negativ für Nicht-Staatsanleihen und Aktien und positiv für Staatsanleihen. (Stand vom 31.03.2020) (06.05.2020/fc/a/f)






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LU0494761835 A1CW3N 172,87 € 147,47 €