BB Global Macro (Lux)-Fonds: 01/2020-Bericht, Wertrückgang von 0,7% - Fondsanalyse


03.03.20 11:30
Bellevue Asset Management

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des BB Global Macro (Lux)-Fonds (ISIN LU0494761835 / WKN A1CW3N) besteht darin, über den gesamten Konjunkturzyklus konsistente positive Erträge zu erreichen, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Die angestrebten Renditen sollten eine tiefe Korrelation zur Ertragsentwicklung gewichtiger Anlageklassen aufweisen. Der Fonds eigne sich daher besonders für Anleger mit einem Anlagehorizont von mindestens drei Jahren, die eine gleichmäßige absolute Rendite anstreben würden. Die Fondswährung sei Euro.

Der Fonds beabsichtige, unabhängig vom Marktumfeld, konsistente positive Renditen von rund 5 bis 7% pro Jahr zu erzielen. Dies bei einer annualisierten Volatilität von weniger als 7%. Der Fonds investiere weltweit aktiv in mehrere Anlageklassen mit der Möglichkeit, Long- und Short-Exposure aufzubauen, wobei die Risikoparameter über die Zeit konstant gehalten würden. Ein proprietäres Screening Tool unterstütze das erfahrene Management Team bei der Marktanalyse und der Formulierung erfolgversprechender Top-down-Strategien. Risikomanagement sei ein integraler Bestandteil des gesamten Investmentprozesses. Dank der täglichen Vorgabe eines klar definierten Risikolevels ergebe sich über die Laufzeit ein stabiles Risikoprofil. Das Portfolio investiere vorwiegend in liquide Anlagen, der Fonds biete tägliche Liquidität.

Der Fonds habe im Januar eine Rendite von -0,7% bei einer realisierten Volatilität von 2,8% erzielt. Im Monatsverlauf habe der MSCI World Equity Index +0,5% zugelegt, der JPM Global Government Bond Index habe +3,0% fester geschlossen und Rohstoffe hätten -9,7% eingebüßt (jeweils in EUR).

Hauptverantwortlich für die enttäuschende Wertentwicklung des Fonds im Januar sei die Zinsstrategie (-0,59%) gewesen, deren Minus vor allem auf die Short-Position der Experten in Höhe von 19% in 7-jährigen US-Treasuries (-0,48%) zurückzuführen sei. Auch der Beitrag der Aktienstrategien sei mit einem Minus von 0,44% negativ ausgefallen. Erfreulich sei die positive Performance sowohl des Engagements der Experten in Nicht-Staatsanleihen von 0,21% als auch ihrer Devisenstrategie mit einem Plus von 0,09%. Die Experten der Bellevue Asset Management AG verringerten im Monatsverlauf ihr Aktienexposure von 26% auf 23% und beließen ihr Engagement in Staats- und Nicht-Staatsanleihen unverändert bei -19% und 14%. Grund für die Reduzierung ihrer Aktienpositionen sei die gestiegene Wahrscheinlichkeit einer Wirtschaftsflaute im Januar infolge der Reisebeschränkungen, die nach dem Ausbruch des Coronavirus durch China und andere Länder verhängt worden seien.

Die Experten der Bellevue Asset Management AG haben ihr Portfoliomanagementteam im Januar um einen dritten Portfoliomanager ergänzt. Alexis Dawance sei für die Aktienstrategien des Fonds zuständig. Er werde die Aktiensektorstrategie der Experten durch Investitionen in thematische Aktienbaskets vorantreiben, wobei er eine global ausgerichtete Top-down-Strategie verfolge.

Nachfolgend finde man die Szenarioanalyse der Experten mit Stand vom 7. Januar. Ihre nächste Markteinschätzung nehmen die Experten der Bellevue Asset Management AG Anfang Februar vor. Sie würden davon ausgehen, dass die Wahrscheinlichkeit einer konjunkturellen Abkühlung deutlich zunehme. Die wegen des Coronavirus-Ausbruchs ergriffenen Sicherheitsmaßnahmen würden das Wachstum erheblich beeinträchtigen.

Szenario 1 mit einer Gewichtung von 30% gehe von einer Marktrallye aus. Die Konjunkturindikatoren würden sich zwar weiter eintrüben, aber von einer schweren Rezession sei man noch weit entfernt. Die FED habe den Leitzins bisher um 75 Bp gesenkt und pumpe Liquidität in die Märkte. Jedes Anzeichen für eine wirtschaftliche Stabilisierung würde zu einer Marktrallye führen. Dieses Szenario sei positiv für Aktien sowie Schwellenländer- und Unternehmensanleihen, jedoch negativ für Staatsanleihen.

Szenario 2 mit einer Gewichtung von 50% gehe von einer leichten wirtschaftlichen Rezession aus. Im Gegensatz zu bisherigen Rezessionen finde sie in einem durch sehr niedrige Zinsen und Stützungsmaßnahmen der Notenbanken geprägten Umfeld statt. Aktien dürften ihren langsamen Aufwärtstrend fortsetzen. Für Staatsanleihen und Nicht-Staatsanleihen dürfte dieses Szenario neutral bis leicht negativ sein.

Szenario 3 mit einer Gewichtung von 20% gehe von einer Rezession aus, die eine kräftige Korrektur von Aktien und Nicht-Staatsanleihen nach sich ziehe. Staatsanleihen würden die Verluste am Aktienmarkt kaum kompensieren, da sich deren Renditen bereits auf einem sehr niedrigen Niveau bewegen würden. (Stand vom 31.01.2020) (03.03.2020/fc/a/f)






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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0494761835 A1CW3N 172,87 € 143,17 €