Aramea Rendite Plus Nachhaltig R-Fonds: 08/2019-Bericht, Wertzuwachs von 0,69% - Fondsanalyse


04.10.19 08:30
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Die Anlagestrategie des Aramea Rendite Plus Nachhaltig R-Fonds soll durch die gezielte Auswahl von verzinslichen und sonstigen Anlageinstrumenten umgesetzt werden, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Schwerpunkt der Anlage solle auf in Euro ausgestellten Nachranganleihen und Genussscheinen liegen. Anlagen in Fremdwährungen könnten vorgenommen werden. Die Anlage erfolge ausschließlich in Emittenten mit nachhaltigem Profil.

Der August 2019 sei in einem deutlich ruhigeren Marktumfeld aufgrund der Urlaubssaison von weiteren Spreadeinengungen geprägt gewesen. Immer wieder aufkeimende Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China schienen die Marktteilnehmer ebenso wenig zu beeindrucken wie Unruhen über eine geplatzte und daraufhin neu formierte Regierung in Italien, so die Experten von Aramea Asset Management. Viele Anleger hätten sich in Lauerstellung für die Notenbanksitzungen der EZB und FED im September gelegt. Auch der Primärmarkt, an dem sich Unternehmen mit Neuemissionen platzieren würden, sei nahezu vollständig im Ruhe-Modus gewesen.

Nachranganleihen hätten im August 2019 eine positive Wertentwicklung gezeigt. Finanzinstitute (Banken und Versicherungen) hätten im Berichtszeitraum nach Lesart des iBoxx Euro Financials Subordinated Index um 0,96% zugelegt. Diese Performance verteile sich auf den deutlich volatileren Versicherungssektor (+1,57%) und Nachranganleihen von Banken (0,56%). Hybridanleihen von Industrieunternehmen hätten eine Wertentwicklung von 1,07% erzielt (iBoxx Euro Non-Financials Subordinated Index). Im Zeitverlauf betrachtet würden Hybridanleihen von Industrieunternehmen im Verhältnis zu erstrangigen Anleihen (Spread) auf historisch tiefen Niveaus notieren. Die Kompensierung der Nachrangrisiken werde bei Industrieunternehmen demnach immer weniger in Form von Rendite vergütet. Diese Entwicklung, getrieben u.a. durch die weiterhin anhaltende Niedrigzinsphase und damit abnehmende Risikoaversion der Kapitalmarktteilnehmer, erachte das Fondsmanagement als Übertreibung, weswegen Hybridanleihen von Industrieunternehmen zukunftsgerichtet eher abgebaut würden.

Im Monat August habe sich die Wertentwicklung des Aramea Rendite Plus Nachhaltig auf 0,69% belaufen. Dies sei im Vergleich zu den Indices u.a. auf das erhöhte Exposure bei Banken, die überdurchschnittlich stark vom regulatorischen Rückenwind profitieren würden, und Floater-Anleihen (der Kupon dieser Anleihen orientiere sich regelmäßig am aktuellen Marktzins) zurückzuführen. Letztere würden im Kurs nachgeben, sobald die Zinsen fallen würden. Ein weiterer Grund sei eine deutlich weniger aggressive Aufstellung im Vergleich zu den Indices. So seien beispielsweise bereits im April Positionen in Italien aufgrund der makroökonomisch schwierigen Lage reduziert worden. Von diesen hingegen hätten die Indices besonders profitiert. Gleiches gelte auch für die deutlich schwankungsanfälligeren AT1-Anleihen (so genannte CoCo's), die als letzte Rangstufe vor Aktien einzusortieren seien. Auch hier sei der Fonds deutlich defensiver aufgestellt und nutze lediglich Sondersituationen wie beispielsweise AT1-Anleihen der Aareal Bank oder Dt. Pfandbriefbank.

Der Fokus solle weiterhin auf der Ausnutzung regulatorischer Sondersituationen bei Nachranganleihen alten Formates liegen. Der Schwerpunkt des Fonds liege weiterhin auf stabilen Emittenten. Das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Wertpapiere belaufe sich auf "BBB-", das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Emittenten auf "A-". Diese Tatsache sei wichtig, da Nachranganleihen im Regelfall zwei bis vier Ratingstufen schlechter notieren würden als das emittierende Unternehmen selbst.

Das Fondsvolumen habe sich zum Berichtszeitpunkt auf 90,4 Mio. Euro belaufen. Die Kassequote habe Ende des Monats Mai bei 6,1% gelegen. Der Sektor-Schwerpunkt liege weiterhin auf Banktiteln mit einem Gewicht von 46%. Weitere 28% seien in Anleihen von Versicherungsunternehmen investiert. Die erhöhte Volatilität dieses Segments sei mit wenigen technischen Faktoren wie der Investorenstruktur, der Marktgröße und den besonderen regulatorischen Ausgestaltungsmerkmalen der Anleihen zu begründen. Der Anteil an Industrieunternehmen liege bei 19%.

Der Fokus der Investmentstrategie richte sich auf Emittenten aus stabilen Regionen im Kern Europas. Ca. 26% des Fondsvermögens seien in Deutschland investiert, weitere 23% in Frankreich. Die Benelux-Staaten würden 19% ausmachen. Italien (2,8%) und Spanien (7,3%) seien hingegen weiterhin deutlich untergewichtet. Auf Investitionen in Griechenland und Portugal werde u.a. aufgrund der weiterhin hohen Quote fauler Kredite vollständig verzichtet.

Der Fonds weise zum Ende des Berichtszeitraumes einen durchschnittlichen Kupon von 4,0% bei einer durchschnittlichen erwarteten Rendite von 4,5% auf. Dabei sei zu erwähnen, dass dieser Wert bereits um Absicherungskosten gegenüber Fremdwährungsrisiken bereinigt sei. Bekanntermaßen solle der Fokus des Fonds auf der Ausnutzung attraktiver Renditekomponente liegen, die Nachranganleihen aufgrund regulatorischer Veränderungen (Basel III & Solvency II) und struktureller Besonderheiten mit sich bringen würden. Strategische Positionierungen auf Währungsbewegungen würden nicht dazu gehören und daher konsequent abgesichert. (Stand vom 31.08.2019) (04.10.2019/fc/a/f)






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