Aramea Rendite Plus Nachhaltig R-Fonds: 02/2019-Bericht, Wertzuwachs von 1,37% - Fondsanalyse


04.04.19 10:30
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Die Anlagestrategie des Aramea Rendite Plus Nachhaltig R-Fonds soll durch die gezielte Auswahl von verzinslichen und sonstigen Anlageinstrumenten umgesetzt werden, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Schwerpunkt der Anlage solle auf in Euro ausgestellten Nachranganleihen und Genussscheinen liegen. Anlagen in Fremdwährungen könnten vorgenommen werden. Die Anlage erfolge ausschließlich in Emittenten mit nachhaltigem Profil.

Auch der zweite Monat des Kalenderjahres 2019 sei von deutlichen Kurserholungen geprägt gewesen. Die positive Marktstimmung habe sich sowohl am Primärmarkt durch weitere Neuemissionen bei Nachranganleihen von Finanzinstituten als auch von Industrieunternehmen wie auch am Sekundärmarkt gezeigt, wo eine steigende Nachfrage zu beobachten gewesen sei. Einer der Gründe für die Erholung bei Nachranganleihen sei auf die Notenbankpolitik sowohl in den USA als auch in Europa zurückzuführen. So habe die FED angekündigt, den Abbau ihrer Bilanzsumme zu verlangsamen und damit eine Kehrtwende von einer restriktiveren Geldpolitik einzuschlagen. Darüber hinaus habe auch die EZB angedeutet, erste Zinserhöhungen, die zuvor für Herbst 2019 avisiert gewesen seien, weiter in die Zukunft zu verlagern.

Das Fondsmanagement sehe im aktuellen Umfeld attraktive Opportunitäten, da sich die fundamentale Aufstellung der im Fonds befindlichen Emittenten weiterhin verbessert habe. Während sich die Risikoaufschläge in 2018 ausgeweitet hätten, habe die Ausstattung mit Eigenkapital gesteigert und die Bilanzqualität (u.a. durch den Abbau fauler Kredite) verbessert werden können. In dieser Konstellation ausgeweiteter Risikoaufschläge bei gleichzeitig verbesserter Investmentqualität würden interessante Chancen gesehen. Der weiterhin anhaltenden Niedrigzinsphase begegne das Fondsmanagement mit einer Aufstockung der Fixed-For-Life-Anleihen. Diese Anleihen würden über einen fixen Kupon verfügen und vor allem bei fallenden Zinsen profitieren.

Weiterhin habe die Banco Santander im Februar für Unruhe am Markt für Nachranganleihen gesorgt, da sie eine ihrer AT1-Anleihen (CoCo-Anleihen) nicht gekündigt habe. Diese Herangehensweise sei jedoch, anders als von anderen Marktteilnehmern beschrieben, zu erwarten gewesen. Es handle sich dabei um Nachranganleihen neuen Formats, die jede Bank für ihre von der Regulierung vorgeschriebenen Kapitalanforderungen benötige. Die Kündigungswahrscheinlichkeit basiere auf der wirtschaftlichen Refinanzierungsmöglichkeit aus Sicht des Emittenten. Dies habe die Banco Santander transparent kommuniziert. Aus diesen und weiteren Gründen habe der Fonds die besagte Anleihe nicht gehalten und gewichte diese junge Assetklasse mit lediglich 3% CoCo-Anleihen im Fonds weiterhin deutlich unter.

Nachranganleihen hätten sich im Februar 2019 freundlich gezeigt. Finanzinstitute (Banken und Versicherungen) hätten im Berichtszeitraum nach Lesart des iBoxx Euro Financials Subordinated Index um 1,37% zugelegt. Diese Performance sei vor allem auf den deutlich volatileren Versicherungssektor (1,824) im Vergleich zu Banken (1,03%) zurückzuführen. Hybridanleihen von Industrieunternehmen hätten eine Wertentwicklung von 2,05% erzielt (iBoxx Euro Non-Financials Subordinated Index). Diese Outperformance, gegenüber den von Regulatorik positiv beeinflussten Pendants der Finanzinstitute, sei vor allem auf die positive Aktienmarktentwidclung zurückzuführen.

Im Monat November habe sich die Wertentwicklung des Aramea Rendite Plus Nachhaltig auf 1,37% belaufen. Der Fokus des Fonds liege weiterhin auf konservativen Emittenten. Das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Wertpapiere belaufe sich auf "BBB-", das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Emittenten auf "A-". Diese Tatsache sei wichtig, da Nachranganleihen im Regelfall zwei bis Ratingstufen schlechter notieren würden als das emittierende Unternehmen selbst.

Das Fondsvolumen habe sich zum Berichtszeitpunkt auf 63,2 Mio. Euro belaufen. Die Kassequote habe zu Beginn des Jahres bei 9,5% und am Ende des Monats Februar bei 6,6% gelegen. Der Sektor-Schwerpunkt liege weiterhin auf Banktiteln mit einem Gewicht von 43%. Weitere 30% seien in Anleihen von Versicherungsunternehmen investiert. Die erhöhte Volatilität des Segments sei mit wenigen technischen Faktoren wie der Investorenstruktur, der Marktgröße und den besonderen regulatorischen Ausgestaltungsmerkmalen der Anleihen zu begründen. Die fundamentale Aufstellung des Versicherungssektors sei aus Sicht eines Anleiheinvestors hingegen weiterhin stabil und attraktiv. Der Anteil an Industrieunternehmen habe bei 22% gelegen.

Der Fokus der Investmentstrategie richte sich auf Emittenten aus stabilen Regionen im Kern Europas. Ca. 29% des Fondsvermögens seien in Deutschland investiert, weitere 25% in Frankreich. Die Benelux-Staaten würden 16% ausmachen. Italien (4%) und Spanien (7%) seien hingegen weiterhin deutlich untergewichtet. Auf Investitionen in Griechenland und Portugal werde u.a. aufgrund der weiterhin hohen Quote fauler Kredite vollständig verzichtet.

Der Fonds weise zum Ende des Berichtszeitraumes einen durchschnittlichen Kupon von 3,9% bei einer durchschnittlichen erwarteten Rendite von 4,7% auf. Dabei sei zu erwähnen, dass dieser Wert bereits um Absicherungskosten gegenüber Fremdwährungsrisiken bereinigt sei. Bekanntermaßen soll der Fokus des Fonds auf der Ausnutzung attraktiver Renditekomponente liegen, die Nachranganleihen aufgrund regulatorischer Veränderungen (Basel III & Solvency II) und struktureller Besonderheiten mit sich bringen, so die Experten von Aramea Asset Management. Strategische Positionierungen auf Währungsbewegungen würden nicht dazu gehören und daher konsequent abgesichert. (Stand vom 28.02.2019) (04.04.2019/fc/a/f)






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