Aramea Rendite Plus Nachhaltig R-Fonds: 01/2020-Bericht, Wertsteigerung von 1,27% - Fondsanalyse


03.03.20 10:30
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Die Anlagestrategie des Aramea Rendite Plus Nachhaltig R-Fonds soll durch die gezielte Auswahl von verzinslichen und sonstigen Anlageinstrumenten umgesetzt werden, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Schwerpunkt der Anlage solle auf in Euro ausgestellten Nachranganleihen und Genussscheinen liegen. Anlagen in Fremdwährungen könnten vorgenommen werden. Die Anlage erfolge ausschließlich in Emittenten mit nachhaltigem Profil.

Das Jahr 2020 sei im Januar mit enorm hoher Aktivität an den europäischen Rentenmärkten gestartet. So hätten in der zweiten Januarwoche Rekordvolumina bei Neuemissionen in Europa erzielt werden können. Viele Emittenten würden die extrem günstigen Finanzierungsbedingungen weiterhin dazu nutzen, ihre Finanzierungsstruktur effektiv zu gestalten. Dies habe auch einen positiven Einfluss auf die von den Experten von Aramea Asset Management verfolgten Nachranganleihen alten Formates. Das hohe Angebot über alle Rentensegmente treffe allerdings auch auf einen hohen Anlagebedarf. Viele Fonds würden Zuflüsse verzeichnen, die EZB sei als starker Käufer weiter im Markt und die niedrigen Zinsen würden für eine anhaltende Jagd nach Renditen sorgen.

Aus strategischer Sicht bedeute das für den Nachrangfonds, dass sich Emittenten gemäß der "neuen Welt" wie es Basel III bei Banken oder Solvency II bei Versicherungen vorsähen, aufstellen können. Dadurch entstünden Möglichkeiten Nachranganleihen alten Formates vom Markt zu nehmen, sodass sich Kündigungswahrscheinlichkeiten erhöhen würden. Die Experten von Aramea Asset Management hätten im Fonds daher vor allem regulatorische Ideen wie Floater, die noch deutlich unter Par notieren würden, oder so genannte Make-Whole Bonds, die nur mit einem deutlichen Kursaufschlag vom Markt genommen werden könnten, aufgestockt.

Nachranganleihen hätten im Januar 2020 ein einheitliches Bild gezeigt. Finanzinstitute (Banken & Versicherungen) hätten im Berichtszeitraum nach Lesart des iBoxx Euro Financials Subordinated Index bei +0,45% notiert. Diese Performance verteile sich auf den deutlich volatileren Versicherungssektor (+0,32%) und Nachranganleihen von Banken (+0,55%).

Hybridanleihen von Industrieunternehmen hätten eine Wertentwicklung von +0,23% erzielt (iBoxx Euro Non-Financials Subordinated Index). Im Zeitverlauf betrachtet würden Hybridanleihen von Industrieunternehmen damit im Verhältnis zu erstrangigen Anleihen weiter auf historisch tiefen Niveaus notieren. Die Kompensierung der Nachrangrisiken werde bei Industrieunternehmen demnach immer weniger in Form von Rendite vergütet. Diese Entwicklung mit abnehmender Risikoaversion vieler Kapitalmarktteilnehmer würden die Experten als Übertreibung erachten, weswegen Hybridanleihen von Industrieunternehmen vor allem mit Kündigungen am langen Ende (High Beta) abgebaut worden seien. Wenngleich sich die Quote zu den Vormonaten nicht verändert habe, sei vor allem auf Corporate Hybrids am kurzen Ende mit weniger Volatilität gesetzt worden. Dazu würden konservative Emittenten wie Evonik oder auch RWE oder die Deutsche Lufthansa gehören.

Im Monat Januar habe sich die Wertentwicklung des Aramea Rendite Plus Nachhaltig auf 1,27% belaufen. Die Outperformance gegenüber den Indices könne weiterhin auf die bereits in den Vormonaten beschriebene Rückkehr der regulatorischen Einflussnahme auf die Bilanzstrukturierung bei Finanzinstituten zurückgeführt werden. In den vergangenen Monaten hätten die Experten von Aramea Asset Management genau dieses Exposure investiert. Zudem seien Anleihen wie von HSBC oder Lloyds aufgestockt worden. Diese Anleihen alten Formates würden über einen hohen Kupon von oftmals über 10% verfügen und dem Fonds eine Generierung ordentlicher Erträge ermöglichen. Zudem könnten diese Anleihen nur durch einen "Make-Whole" vom Markt genommen werden. Solche Kündigungen würden zu einem festgeschriebenen Risikoaufschlag erfolgen, der mit einem deutlichen Kursaufschlag zum Marktpreis einhergehe.

Der Schwerpunkt des Fonds liege weiterhin auf stabilen Emittenten. Das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Wertpapiere belaufe sich auf "BBB-", das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Emittenten auf "A-". Diese Tatsache sei wichtig, da Nachranganleihen im Regelfall zwei bis vier Ratingstufen schlechter notieren würden als das emittierende Unternehmen selbst.

Der Fonds weise zum Ende des Berichtszeitraumes einen durchschnittlichen Kupon von 4,1% bei einer durchschnittlichen erwarteten Rendite von 4,4% auf. Dabei sei zu erwähnen, dass dieser Wert bereits um Absicherungskosten gegenüber Fremdwährungsrisiken bereinigt sei. Bekanntermaßen solle der Fokus des Fonds auf der Ausnutzung attraktiver Renditekomponente liegen, die Nachranganleihen aufgrund regulatorischer Veränderungen (Basel III & Solvency II) und struktureller Besonderheiten mit sich bringen würden. Strategische Positionierungen auf Währungsbewegungen würden nicht dazu gehören und daher konsequent abgesichert. (Stand vom 31.01.2020) (03.03.2020/fc/a/f)





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