Aramea Rendite Plus A-Fonds: 11/2019-Bericht, Wertzuwachs von 1,64% - Fondsanalyse


07.01.20 08:30
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Die Anlagestrategie des Aramea Rendite Plus A soll durch die gezielte Auswahl von verzinslichen und sonstigen Anlageinstrumenten umgesetzt werden, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Schwerpunkt der Anlage solle auf in Euro ausgestellten Nachranganleihen und Genussscheinen liegen. Anlagen in Fremdwährungen könnten vorgenommen werden.

Der Monat November sei von einer weiteren Rally in zahlreichen von der Regulatorik betroffenen Nachranganleihen geprägt gewesen. Zahlreiche Emittenten aus den Sektoren Banken und Versicherungen hätten das günstige Marktumfeld zum Jahresende hin nochmals genutzt und sich weiter durchfinanziert. Das bedeute, dass Banken ihre Bilanzen nach den Vorschriften von Basel III entsprechend einheitlich strukturieren würden, was gleichermaßen die Wahrscheinlichkeit für weitere Kündigungen alter Instrumente erhöhe. Diese Kündigungsoptionen habe der Markt lange Zeit vernachlässigt.

Gleiches gelte für Versicherungskonzerne entsprechend durch Solvency II mit Einführung in 2026. Symbolisch für die skizzierte Aktivität sei ein Rückkaufangebot des Versicherers Ageas gewesen. Die Belgier hätten dem Markt für eine ihrer Hybridanleihen ein freiwilliges Rückkaufangebot unterbreitet. Das Papier (ISIN XS0147484074 / WKN 856387) sei daraufhin von 52 auf ca. 59 gesprungen. Neben dem positiven Kontributionsbeitrag aus dieser Anleihe sei es jedoch vor allem die Signalwirkung auf andere Papiere mit ähnlichen Strukturen und Einflussnahmen durch ein sich veränderndes regulatorisches Umfeld, die davon profitiert hätten.

Nachranganleihen hätten im November 2019 ein gemischtes Bild gezeigt. Finanzinstitute (Banken & Versicherungen) hätten im Berichtszeitraum nach Lesart des iBoxx Euro Financials Subordinated Index nahezu unverändert bei +0,03% notiert. Diese Performance verteile sich auf den deutlich volatileren Versicherungssektor (+0,40%) und Nachranganleihen von Banken (-0,23%).

Hybridanleihen von Industrieunternehmen hätten eine Wertentwicklung von nahezu unveränderten 0,10% (iBoxx Euro Non-Financials Subordinated Index) erzielt. Im Zeitverlauf betrachtet würden Hybridanleihen von Industrieunternehmen damit im Verhältnis zu erstrangigen Anleihen (Spread) auf historisch tiefen Niveaus notieren. Die Kompensierung der Nachrangrisiken werde bei Industrieunternehmen demnach immer weniger in Form von Rendite vergütet. Diese Entwicklung, getrieben u.a. durch die weiterhin anhaltende Niedrigzinsphase und damit abnehmende Risikoaversion der Kapitalmarktteilnehmer, erachte das Fondsmanagement als Übertreibung, weswegen Hybridanleihen von Industrieunternehmen vor allem mit Kündigungen am langen Ende abgebaut worden seien.

Im Monat November habe sich die Wertentwicklung des Aramea Rendite Plus auf 1,64% belaufen. Die Outperformance gegenüber den Indices könne weiterhin auf die bereits in den Vormonaten beschriebene Rückkehr der regulatorischen Einflussnahme auf die Bilanzstrukturierung bei Finanzinstituten zurückgeführt werden. In den vergangenen Monaten hätten die Experten von Aramea Asset Management genau dieses Exposure, welches vor allem in so genannte Floater-Anleihen (der Kupon dieser Anleihen orientiere sich regelmäßig am aktuellen Marktzins) investiert sei, erwähnt.

Der Schwerpunkt des Fonds liege weiterhin auf stabilen Emittenten. Das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Wertpapiere belaufe sich auf "BBB-", das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Emittenten auf "A-". Diese Tatsache sei wichtig, da Nachranganleihen im Regelfall zwei bis vier Ratingstufen schlechter notieren würden als das emittierende Unternehmen selbst.

Der Fonds weise zum Ende des Berichtszeitraumes einen durchschnittlichen Kupon von 3,8% bei einer durchschnittlichen erwarteten Rendite von 5,5% auf. Dabei sei zu erwähnen, dass dieser Wert bereits um Absicherungskosten gegenüber Fremdwährungsrisiken bereinigt sei. Bekanntermaßen solle der Fokus des Fonds auf der Ausnutzung attraktiver Renditekomponente liegen, die Nachranganleihen aufgrund regulatorischer Veränderungen (Basel III & Solvency II) und struktureller Besonderheiten mit sich bringen würden. Strategische Positionierungen auf Währungsbewegungen würden nicht dazu gehören und daher konsequent abgesichert. (Stand vom 30.11.2019) (07.01.2020/fc/a/f)






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