Aramea Rendite Plus A-Fonds: 11/2018-Bericht, Wertminderung von 1,77% - Fondsanalyse


07.01.19 10:00
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Die Anlagestrategie des Aramea Rendite Plus A soll durch die gezielte Auswahl von verzinslichen und sonstigen Anlageinstrumenten umgesetzt werden, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Schwerpunkt der Anlage solle auf in Euro ausgestellten Nachranganleihen und Genussscheinen liegen. Anlagen in Fremdwährungen könnten vorgenommen werden.

Der Markt für Nachranganleihen sei im November weiterhin von herausfordernden politischen Ereignissen geprägt gewesen. Während sich die wichtigen italienischen Budgetverhandlungen zwischen Rom und Brüssel beruhigt hätten und erste Lösungen in Sicht seien, was vor allem den Risikoaufschlägen bei Banken und Versicherungen helfe, hätten die Unsicherheit rund um die Brexit-Verhandlungen als auch aufkeimende Rezessionssorgen im Zuge der US-Zinspolitik das Marktgeschehen bestimmt. Die fundamentale Situation bei Banken und Versicherungen habe sich hingegen weiter verbessert. Die Eigenkapitalausstattung nehme weiterhin zu und faule Kredite würden kontinuierlich abgebaut, wodurch sich die Position als Anleiheinvestor sukzessive verbessere.

Nachranganleihen von Finanzinstituten (Banken und Versicherungen) hätten im Zuge dieser Unruhen nach Lesart des iBoxx Euro Financials Subordinated Index 1,39% verloren. Diese Performance sei vor allem auf den deutlich volatileren Versicherungssektor (-1,78%) im Vergleich zu Banken (-1,08%) zurückzuführen. Hybridanleihen von Industrieunternehmen, so genannte Corporate Hybrids, hätten eine Wertentwicklung von -2,32% erzielt (iBoxx Euro Non-Financials Subordinated Index). Diese Underperformance des Sektors gegenüber gleichrangingen Anleihen bei Finanzinstituten könne ein Stückweit als Spiegelbild der Unruhen am Aktienmarkt verstanden werden.

Im Monat November habe sich die Wertentwicklung des Aramea Rendite Plus auf -1,77% belaufen, womit der Fonds gleichauf mit vergleichbaren Indices gelegen habe. Die negativen Wertentwicklungen könnten somit durchweg auf diese dynamische Assetklasse zurückgeführt werden. So hätten im Berichtszeitraum auch Nachranganleihen (sowohl Tier2 als auch Tier1) von stabilen Emittenten wie der Allianz oder BNP Paribas nachgegeben. Ein ähnliches Bild sei auch bei Industrieunternehmen zu beobachten gewesen. Hybridanleihen stabiler Emittenten mit kontinuierlichen Cashflows, wie die der Vodafone Group PLC, hätten ebenfalls deutlich nachgegeben. Die Hybridanleihe des britischen Telekommunikationskonzerns mit Kündigungsdatum in 2024 biete mittlerweile eine um das 4x höhere Rendite (Sub: 4,45% vs. SR: 1,1%) als eine vergleichbare Senior-Anleihe desselben Emittenten.

Die im Vormonat erwähnten Sondersituationen, die nur einen geringen Teil des Fondsvermögens ausmachen würden, hätten sich hingegen stabilisiert. Hier scheinen beispielsweise beide Nord LB Anstrengungen erkennbar ,die auf eine baldige Lösung abzielen, so die Experten von Aramea Asset Management. Während Angebote von US-Investoren bereits eingegangen seien, habe man sich weiterhin Gesprächsbereit gegenüber der Helaba gezeigt und die Entscheidung diesbezüglich verschoben. Gerade diese Sondersituationen seien bereits seit vielen Jahren im Fokus des Fondsmanagements und hätten entsprechend auch einen Positivbeitrag zur Rendite erwirtschaftet. Das Fondsmanagement sei von diesen Sondersituationen weiterhin überzeugt, verfolge die Entwicklungen auch im Austausch mit den Emittenten eng und stelle sich dementsprechend auf.

Generell liege der Fokus des Fonds weiterhin auf konservativen Emittenten. Das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Wertpapiere belaufe sich auf "BB+", das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Emittenten auf "BBB+". Diese Tatsache sei wichtig, da Nachranganleihen im Regelfall zwei bis drei Ratingstufen schlechter notieren würden als das emittierende Unternehmen selbst.

Das Fondsvolumen habe sich zum Berichtszeitpunkt auf 1,07 Mrd. Euro belaufen. Die Kassequote habe zum Berichtszeitpunkt bei 4,1% gelegen, womit dem Fondsmanagement weiterhin die Möglichkeit gegeben sei, selektive Opportunitäten wahrzunehmen. Der Sektor-Schwerpunkt liege weiterhin auf Banktiteln mit einem Gewicht von 49%. Weitere 21% seien in Anleihen von Versicherungsunternehmen investiert. Die erhöhte Volatilität des Segments sei mit wenigen technischen Faktoren wie der Investorenstruktur, der Marktgröße und den besonderen regulatorischen Ausgestaltungsmerkmalen der Anleihen zu begründen. Die fundamentale Aufstellung des Versicherungssektors sei aus Sicht eines Anleiheinvestors hingegen weiterhin stabil und attraktiv. Der Anteil an Industrieunternehmen habe bei 27% gelegen.

Der Fokus der Investmentstrategie richte sich auf Emittenten aus stabilen Regionen im Kern Europas. Ca. 32% des Fondsvermögens seien in Deutschland investiert, weitere 15% in Frankreich. Die Benelux-Staaten würden 11% ausmachen. Italien (4,4%) und Spanien (4,2%) seien hingegen weiterhin untergewichtet. Auf Investitionen in Griechenland und Portugal werde vollständig verzichtet.

Der Fonds weise zum Ende des Berichtszeitraumes einen durchschnittlichen Kupon von 4,25% bei einer durchschnittlichen erwarteten Rendite von 5,95% auf. Dabei sei zu erwähnen, dass dieser Wert bereits um die Absicherungskosten gegenüber Fremdwährungsrisiken bereinigt sei. Bekanntermaßen solle der Fokus des Fonds auf der Ausnutzung attraktiver Renditekomponente liegen, die Nachranganleihen aufgrund regulatorischer Veränderungen (Basel III & Solvency II) und struktureller Besonderheiten mit sich bringen. Strategische Positionierungen auf Währungsbewegungen würden nicht dazu gehören und würden daher konsequent abgesichert. (Stand vom 30.11.2018) (07.01.2019/fc/a/f)






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