Aramea Rendite Plus A-Fonds: 10/2021-Bericht, Wertverlust von 0,27% - Fondsanalyse


23.11.21 14:06
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Die Anlagestrategie des Aramea Rendite Plus A soll durch die gezielte Auswahl von verzinslichen und sonstigen Anlageinstrumenten umgesetzt werden, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Schwerpunkt der Anlage solle auf in Euro ausgestellten Nachranganleihen und Genussscheinen liegen. Anlagen in Fremdwährungen könnten vorgenommen werden.

Geldpolitik, Stagflation, Energiepreise, Lieferprobleme, Berichtssaison - diese Auswahl an Schlagworten habe den vergangenen Monat Oktober und die Stimmung der Investoren an den Kapitalmärkten geprägt. Während die EZB wenig überraschend an ihrer Einordnung eines nicht anhaltenden Inflationsdrucks festhalte und über die weitere Zukunft des Pandemiekaufprogramms (PEPP) erst im Dezember entscheiden werde, bündle sich diese Unsicherheit in öffentlichen Stimmen und Diskussionen über mögliche, nicht-temporäre Zweitrundeneffekte in Europa.

Ergänzt werde dieser Themenkomplex von weiterhin auf hohen Niveaus verharrenden Preisen für Energieträger wie Öl und Gas. Auch hier zeichne sich auf europäischer Ebene keine gemeinsame Linie im Umgang mit den resultierenden Belastungen für private Haushalte und Unternehmen ab und verstärke die Spannungen zwischen den Südstaaten und nordischen Ländern innerhalb der Union.

Und als wäre das alles noch nicht genug für eine "Blues -Stimmung im Herbst, würden einerseits anhaltende Engpässe von Halbleitern und Chips sowie andererseits Überlastungserscheinungen in den Lieferketten für Produktionskürzungen in der Industrie sorgen. Dieses negative Stimmungsbild zeige sich analog in dem negativen Momentum des derzeitigen Geschäftsklimaindex und dessen Erwartungen.

Ein deutlich besseres Bild zeichne hingegen die laufende Berichtssaison für das dritte Quartal. Die von positiven Überraschungen dominierten Ergebnisse hätten sich sowohl in Industrie als auch Finanzsektor dies- und jenseits des Atlantiks gezeigt. Diese ermutigenden Impulse hätten in Summe jedoch nicht für eine positive Performance der Nachrangindices gereicht, welche im Oktober sektorübergreifend nachgegeben hätten:

Entwicklung Iboxx-Indices Nachranganleihen / Oktober 2021

Banken / -0,98%
Versicherung / -0,91%
Industrieunternehmen / -0,37%

Ob der deutlich negativen Entwicklung der Benchmarks habe der Aramea Rendite Plus im vergangenen Monat den Verlust auf -0,27% begrenzen können. Diese überdurchschnittliche relative Performance des Fonds werde vor allem von der Kursentwicklung der Nachranganleihen von Banken beeinflusst. Diese Papiere, die den zur Strategie gehörenden regulatorischen Veränderungen ausgesetzt seien, hätten den größten positiven Wertbeitrag geliefert. Es zeige sich, dass Banken trotz aller Unsicherheiten in Bezug auf COVID-19 weiterhin bestrebt seien, ihre Bilanzen zu bereinigen und gemäß der "Neuen Welt" (Basel III/CRR2/MREL) zu strukturieren. Das Fondsmanagement habe regulatorische Ideen bei Financials daher besonders gewichtet, um von solchen Sondersituationen zu profitieren.

Mit der Crédit Agricole habe in diesem Monat ein französischer Emittent die Kündigungen für zwei seiner Nachranganleihen gemäß alter Regulatorik ausgesprochen. Dies habe auch bei der Tochter Crédit Lyonnais für den Impuls gesorgt, Wertpapiere alten Formates vom Markt zu nehmen. Dabei handle es sich um Anleihen mit unendlicher Restlaufzeit (Perpetuals), welche im Gegensatz zu den besagten Wertpapieren des Mutterunternehmens nicht mit Call-Rechten ausgestattet seien. Folglich bedürfe der angestrebte Rückkauf der vorherigen Zustimmung der Investoren, welche im Rahmen einer Gläubigerversammlung im November eingeholt werden solle. Da der Markt hier von einem positiven Ausgang der Abstimmung ausgehe, habe die Anleihe bereits einen signifikanten Kurssprung in Richtung pari verbucht, woran ebenfalls der Fonds partizipiert habe.

Ferner habe auch die Deutsche Bank den Oktober genutzt, um sich weiter von "alten" Verbindlichkeiten zu trennen, und wie bereits antizipiert die "Deutsche Postbank Funding Trust II" zum Ende des laufenden Jahres gekündigt. Des Weiteren habe das Fondsmanagement einen Fokus auf die Generierung hoher Kuponzahlungen gelegt und sich dahingehend positioniert.

Der durchschnittlich zu erwartende Kupon des Aramea Rendite Plus liege bei 3,62%, was sich auch im Oktober durch eine erneute Ausschüttung gezeigt habe. (Stand vom 31.10.2021) (23.11.2021/fc/a/f)






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