Aramea Rendite Plus A-Fonds: 08/2020-Bericht, Wertzuwachs von 0,88% - Fondsanalyse


02.10.20 12:00
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Die Anlagestrategie des Aramea Rendite Plus A soll durch die gezielte Auswahl von verzinslichen und sonstigen Anlageinstrumenten umgesetzt werden, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Schwerpunkt der Anlage solle auf in Euro ausgestellten Nachranganleihen und Genussscheinen liegen. Anlagen in Fremdwährungen könnten vorgenommen werden.

Im August habe sich die Erholung im Segment der Nachranganleihen fortgesetzt. Der Risikoappetit der Investoren habe sich in diesem Monat stärker auf die Non-Financials gerichtet, die auf Jahressicht noch Nachholpotenzial im Vergleich zu den Financials hätten. Die Hybridanleihen von Industrieunternehmen hätten um 1,15% zulegen können. Die Finanzinstitute (Banken und Versicherungen) hätten im Berichtszeitraum per Saldo immerhin 1,0% höher notiert, wobei die volatileren Versicherungstitel stärker gefragt gewesen seien und um 1,11% zugelegt hätten, während die Banknachränge einen Kursgewinn von 0,87% erzielt hätten.

Das dynamische Chancen-Risiko-Profil der CoCos habe sich im August in einer besonders starken Performance von 3,49% widergespiegelt. Interessante Einstiegsniveaus hätten Investoren auch im High Yield Segment zu Käufen verlockt, wo die Bondkurse um 1,21% gestiegen seien. Insgesamt sei das Handelsgeschehen der Sommerpause geschuldet eher ruhig gewesen.

Auch die Neuemissionen seien überschaubar gewesen. Unter anderem seien Vodafone, OMV und Total mit neuen Nachrängen an den Markt gekommen. Die Konditionen seien dabei aus Emittentensicht attraktiv gewesen, wohingegen das Fondsmanagement nur sehr selektiv agiere. Einzig die Fülle an berichteten Halbjahreszahlen habe für Volatilität gesorgt. Banken, die den Großteil des Fondsbestandes ausmachen würden, hätten unterm Strich positive Ergebnisse liefern können. Durch Gewinne im zweiten Quartal hätten europäische Kreditinstitute ihre Eigenkapitalquoten im Schnitt um +0,5% steigern können, was Anleihegläubiger in eine sicherere Position versetze.

Im August habe sich die Wertentwicklung des Aramea Rendite Plus (ARP) auf 0,88% belaufen. Der ARP sei darauf spezialisiert, Sondersituationen am Markt zu antizipieren und sich frühzeitig in den jeweiligen Papieren zu positionieren. Positive Wertbeiträge hätten im letzten Monat insbesondere Anleihen der Stichting Rabobank, Deutsche Pfandbriefbank und Aareal Bank geliefert. Zuletzt sei die regulatorische Einflussnahme auf die Bilanzstrukturierung bei Finanzinstituten etwas in den Hintergrund getreten. Kündigungswahrscheinlichkeiten bei vielen Papieren erscheinen ausgepreist, so die Experten von Aramea Asset Management. Dies betreffe vor allem die von der Regulatorik betroffenen Nachranganleihen von Banken und Versicherungen. Trotz der Erholung des Marktes bestünden weiterhin interessante Chancen.

Zudem hätten die EZB und Bankenaufsicht regulatorische Erleichterungen beschlossen, um den Sektor bei seiner Aufgabe der Kreditversorgung zu unterstützen. Die kommenden Kreditausfälle und die zu bildenden Risikovorsorgen würden sich nun langsam abzeichnen. Die EZB habe in Hinblick darauf die Banken aufgefordert, bis Anfang 2021 keine Dividenden auszuschütten, um die Eigenkapitalausstattung zu stärken. Dies komme den Bondholdern zugute, zumal die Kuponzahlungen für Hybridinstrumente von dieser Empfehlung nicht betroffen seien.

Hinsichtlich der aufziehenden Rezession müsse man den Banken zugute halten, dass ihre Kapitalausstattung deutlich besser sei als in der letzten Finanzkrise und Bilanzen qualitativ besser aufgestellt seien. Während wir 2008 eine endogene Krise im Finanzsektor hatten, die auf die Realwirtschaft übergriff, stellt sich die Situation heute invers dar, so die Experten von Aramea Asset Management. Demnach dürften Banken dieses Mal nicht Teil des Problems, sondern der Lösung sein, was den Sektor stärken dürfte.

Der Schwerpunkt des Fonds liege auf stabilen Emittenten. Das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Wertpapiere belaufe sich auf "BBB-", das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Emittenten auf "A-". Diese Tatsache sei wichtig, da Nachranganleihen im Regelfall zwei bis vier Ratingstufen schlechter notieren würden als das emittierende Unternehmen selbst.

Der Fonds weise zum Ende des Berichtszeitraumes einen durchschnittlichen Kupon von 3,79% bei einer durchschnittlichen erwarteten Rendite von 7,37% auf. An dieser deutlichen Differenz lasse sich die Auspreisung von regulatorisch getriebenen Kündigungen erkennen. Dabei sei weiterhin zu erwähnen, dass dieser Wert bereits um Absicherungskosten gegenüber Fremdwährungsrisiken bereinigt sei. Bekanntermaßen solle der Fokus des Fonds auf der Ausnutzung attraktiver Renditekomponenten liegen, die Nachranganleihen aufgrund regulatorischer Veränderungen (Basel III S Solvency II) und struktureller Besonderheiten mit sich bringen würden. Strategische Positionierungen auf Währungsbewegungen würden nicht dazu gehören und würden daher konsequent abgesichert. (Stand vom 31.08.2020) (02.10.2020/fc/a/f)






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