Aramea Global Convertible-Fonds: 11/2019-Bericht, Wertzuwachs von 1,56% - Fondsanalyse


06.01.20 08:30
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des Aramea Global Convertible soll durch die gezielte Auswahl aussichtsreicher internationaler Wandelanleihen erreicht werden, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Fonds dürfe zudem in Aktien, Bankguthaben, Geldmarktinstrument und Investmentfonds investieren. Darüber hinaus könnten auch derivative Instrumente und Techniken zur Anwendung gelangen. Eine zeitweilige Konzentration der Anlagepolitik auf einzelne Marktsegmente oder marktenge Werte sei möglich.

Der November sei insgesamt ein freundlicher Monat an den Finanzmärkten mit einer Fortsetzung des positiven Trends an den globalen Aktienmärkten gewesen. Der MSCI World Index habe in lokaler Währung ein Plus von 2,7% verbucht. Der EURO STOXX 50-Index habe 2,8% gewonnen, der marktbreite STOXX Europe 600-Index habe 2,8% zugelegt. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China sei auch im Berichtsmonat ein zentraler Treiber an den Finanzmärkten gewesen. Beide Seiten hätten von einer gegenseitigen Annäherung gesprochen, was Anleger auf eine baldige Einigung habe hoffen lassen. Lediglich China und einige asiatische Märkte hätten Mühe gehabt im Berichtszeitraum mitzuhalten. Hier hätten noch immer die Unsicherheiten bezüglich des Handelskriegs und der politischen Unruhen in Hongkong gewirkt.

Der viel beachtete ifo-Geschäftsklimaindex habe sich, wie mehrheitlich von den Analysten erwartet, im November leicht erholt. Nach revidiert 94,7 Punkten im Vormonat Oktober sei der Index zuletzt auf 95 Punkte angestiegen. Ein großer Erholungsschritt sei dies jedoch nicht gewesen, vielmehr ein Stabilisierungszeichen vor dem Hintergrund des zuletzt zu beobachtenden Vorbeischrammens an einer technischen Rezession. Die Verbesserung des Gesamtindex sei im Wesentlichen von einer gestiegenen Erwartungskomponente getragen worden.

Die Zinsen hätten nur wenig verändert mit einer leichten Tendenz zu etwas höheren Sätzen notiert. Die Kreditmärkte hätten gegen Monatsende deutlich fester nach einer zwischenzeitlichen Schwächephase zu Monatsbeginn notiert. Gründe für die positive Entwicklung der Märkte seien eine Bestätigung des moderaten Wirtschaftswachstums durch verschiedene Frühindikatoren und eine weiterhin tiefe Inflation gewesen, die eine anhaltend lockere Geldpolitik ermögliche.

Die Märkte für Unternehmensanleihen hätten sich ebenfalls freundlich nach einer zinsbedingten Korrektur in der ersten Monatshälfte entwickelt. Die starke Erholung gegen Monatsende sei neben wieder etwas tieferen Zinsen insbesondere auch von fallenden Credit Spreads unterstützt worden. Deshalb habe das High-Yield-Segment mehr als Investment-Grade-Titel (IG) profitiert. Insgesamt hätten die Kreditmärkte vom anhaltend positiven globalen konjunkturellen Umfeld gute Unterstützung ohne großen Gegenwind von der Zinsseite erhalten. Das Segment Europa IG habe sich aufgrund eines hohen Neuemissionsvolumens schwächer entwickelt. Die zehnjährige Bundesanleihe habe Ende November bei -0,36% rentiert und damit leicht höher als noch Ende Oktober. Mit der Entspannung an den Aktienmärkten sei der Goldpreis um 3,2% zurückgekommen, auf einen Preis je Feinunze von 1.464 US-Dollar.

Auch Wandelanleihen hätten im November größtenteils zu überzeugen gewusst. Der Thomson Reuters Global Focus Hedged Convertible Index (EUR) habe ein Plus von +1,4% erzielen können. US-Convertibles (Thomson Reuters US Focus Hedged Convertible Index (EUR)) hätten erneut eine starke Performance abgeliefert und um +2,4% zugelegt. Europäische Titel (Thomson Reuters Europe Focus Hedged Convertible Index (EUR)) hätten ein Plus von 1,25% erzielt. Asiatische und japanische Wandelanleihen seien mit -0,1% bzw. +0,0% mehr oder weniger auf der Stelle getreten.

Im November sei es in Europa speziell in Sachen M&A interessant geworden. Nachdem der US-Pharmariese Thermo Fischer Interesse am niederländischen Diagnostikunternehmen QIAGEN bekundet habe, habe nicht nur die dessen Aktie angezogen, sondern auch die drei ausstehenden Convertibles von QIAGEN. Alle drei Wandler würden Übernahmeschutzklauseln beinhalten, die dem Investor im Falle einer Übernahme zusätzlich eine extra Portion Aktien bescheren würden. Somit profitiere der Convertible zum einen von der steigenden Aktie, gleichzeitig aber auch noch von der Übernahmeschutzklausel. Als dann auch noch Gerüchte über ein Interesse des italienischen Ölservice-Unternehmens Saipem an Subsea7 aufgekommen seien, sei der Markt hellhörig geworden und Convertibles mit Übernahmeklauseln hätten augenblicklich angezogen. Der Aramea Global Convertible sei bereits vor den Übernahmegerüchten in beiden Titeln investiert gewesen.

43,3% der im Aramea Global Convertible enthaltenen Wandelanleihen hätten ein so genanntes "Balanced Profil". In diesem ausgewogenen Bereich sei das asymmetrische Verhalten von Convertibles am stärksten ausgeprägt: Die Wandelanleihe partizipiere hier stärker an einer Aufwärtsbewegung der zugrunde liegenden Aktien als an einer Abwärtsbewegung. Wandelanleihen mit bondähnlichem Profil würden derzeit 36,4% ausmachen. Diese seien gekennzeichnet durch eine geringere Aktiensensitivität, dafür könnten jedoch höhere Renditen und Kursgewinne über eine Einengung der Creditspreads erzielt werden. Die Aktiensensitivität (Delta) des Portfolios betrage aktuell 43,6%.

Der Aramea Global Convertible habe im November eine Wertentwicklung von +1,56% erzielt. Seit Jahresbeginn weise das Sondervermögen eine Wertentwicklung von +10,63% auf. (Stand vom 30.11.2019) (06.01.2020/fc/a/f)






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