Aramea Global Convertible-Fonds: 11/2018-Bericht, Wertverlust von 0,8% - Fondsanalyse


04.01.19 08:30
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des Aramea Global Convertible soll durch die gezielte Auswahl aussichtsreicher internationaler Wandelanleihen erreicht werden, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Fonds dürfe zudem in Aktien, Bankguthaben, Geldmarktinstrument und Investmentfonds investieren. Darüber hinaus könnten auch derivative Instrumente und Techniken zur Anwendung gelangen. Eine zeitweilige Konzentration der Anlagepolitik auf einzelne Marktsegmente oder marktenge Werte sei möglich.

Die globalen Aktienmärkte hätten im November nach einer anfänglichen Schwächephase zu Monatsbeginn gegen Monatsende noch ins Plus gedreht. Der MSCI World Index habe sich in lokaler Währung um 1,2% verteuert. In den USA sei der Dow Jones Industrial Average um 1,7% geklettert. In der Spitze hätten die wichtigsten US-Börsen um knapp zehn Prozent nachgegeben, bevor zum Monatsende eine Erholungsbewegung eingesetzt habe. Für Entlastung habe gegen Monatsende die US-Geldpolitik gesorgt. Ausschlaggebend sei eine Aussage von US-Notenbankchef Jerome Powell gewesen, dass die aktuelle Leitzinsspanne "knapp unter" dem geschätzt neutralen Niveau liege, mit dem die Wirtschaft weder gefördert noch gebremst werde. Diese Aussage suggeriere, dass möglicherweise nicht mehr so viele Zinserhöhungen kommen würden, wie von der FED bislang angedeutet. An der Wall Street seien die Aktienkurse kräftig angestiegen und hätten die Verluste zu Monatsbeginn kompensiert.

Die europäischen Aktienmärkte hätten im Berichtsmonat hingegen durchweg schwächer abgeschlossen. Der EURO STOXX 50 habe -1,1% verloren, der marktbreite STOXX Europe 600 habe Verluste in Höhe von -0,8% verzeichnet. Neben einer Verlangsamung des weltweiten Wirtschaftswachstums hätten zusätzlich geopolitische Unsicherheiten die Kursentwicklung belastet. Mit Blick auf die Brexit-Verhandlungen habe die Europäische Union (EU) das Austrittsabkommen mit dem Vereinigten Königreich zwar abgesegnet, fraglich sei allerdings, ob die Vereinbarung auch im britischen Parlament auf Zustimmung stoßen werde. Auch in Italien habe die Unsicherheit weiter angehalten. Die italienische Regierung sei der Aufforderung der EU-Kommission nach einer Anpassung des Haushaltentwurfs nicht weiter nachgekommen. Die am VDAX gemessene Volatilität habe sich im Vergleich zum Vormonat um 0,9%-Punkte auf 19,7% verringert.

Nach dem starken Abverkauf am europäischen Aktienmarkt im Vormonat, sei es im Berichtsmonat zu einer merklichen Stabilisierung gekommen. In diesem Umfeld hätten Anleger wieder mehr Risiken gewagt. Dies habe auch Auswirkungen auf den Euro-Staatsanleihenmarkt gehabt. Die als sicher geltenden Papiere aus Deutschland, Frankreich und Niederlanden seien zunächst unter Druck gekommen. Der anhaltende Handelskonflikt zwischen China und den USA habe weiter auf der Risikobereitschaft der Marktteilnehmer gelastet.

Die Rendite von Bundesanleihen habe sich daher zum Monatsende wieder der Marke von 0,3% angenähert. In Italien sei die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen von zwischenzeitlich über 3,6% auf unter 3,2% gesunken. Ursache hierfür sei der sich zumindest temporär entspannende Haushaltsstreit zwischen der italienischen Regierung und der Europäischen Union gewesen. Gemessen am iTraxx Europe Main bzw. iTraxx Europe Crossover hätten sich die Risikoprämien für Unternehmensanleihen um 7 bzw. 29 Basispunkte auf ein Niveau von 80 bzw. 326 Basispunkten erhöht.

Im Berichtsmonat sei die Talfahrt des Ölpreises weitergegangen, ein Fass der Sorte WTI Crude Oil habe sich um -22,2% auf 50,93 USD verbilligt und damit im Berichtsmonat sein Jahrestief markiert. Am Ölmarkt herrsche derzeit ein Überangebot, seit Anfang Oktober übertreffe das Angebot die Nachfrage. Gründe hierfür seien Spekulationen auf eine Abkühlung der Weltkonjunktur und einer gleichzeitigen Erhöhung der US-Fördermengen. Die Notierungen für Gold (+0,6%) hätten im Vergleich zum Vormonat leichte Zugewinne verzeichnet.

Auch Wandelanleihen hätten im Berichtsmonat ein regional heterogenes Bild gezeigt. Globale Wandelanleihen, Thomson Reuters Global Focus Hedged Convertible Index (EUR), hätten zum Monatsende ins Plus gedreht (+0,3%). Insbesondere US-Wandelanleihen (Thomson Reuters US Focus Hedged Convertible Index (EUR)) seien gefragt gewesen und hätten um 1,5% zugelegt. Europäische Wandelanleihen (Thomson Reuters Europe Focus Hedged Convertible Index (EUR)) hätten dagegen im negativen Terrain (-1,0%) geschlossen.

53,4% der im Aramea Global Convertible enthaltenen Wandelanleihen hätten ein so genanntes "Balanced Profil". In diesem ausgewogenen Bereich sei das asymmetrische Verhalten von Convertibles am stärksten ausgeprägt: Die Wandelanleihe partizipiere hier stärker an einer Aufwärtsbewegung der zugrunde liegenden Aktien als an einer Abwärtsbewegung. Wandelanleihen mit bondähnlichem Profil würden derzeit 34,9% ausmachen. Diese seien gekennzeichnet durch eine geringere Aktiensensitivität, dafür könnten jedoch höhere Renditen und Kursgewinne über eine Einengung der Creditspreads erzielt werden. Die Aktiensensitivität (Delta) des Portfolios betrage aktuell 34,6%.

Der Aramea Global Convertible habe sich der Abwärtsbewegung an den Aktienmärkten nur bedingt entziehen können und einen Anteilwertrückgang von -0,81% verbuchen müssen. Seit Jahresbeginn habe das Sondervermögen eine Wertentwicklung von -3,92% erzielt. (Stand vom 30.11.2018) (04.01.2019/fc/a/f)






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