Aramea Global Convertible-Fonds: 07/2020-Bericht, Wertzuwachs von 1,8% - Fondsanalyse


01.09.20 09:30
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des Aramea Global Convertible soll durch die gezielte Auswahl aussichtsreicher internationaler Wandelanleihen erreicht werden, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Fonds dürfe zudem in Aktien, Bankguthaben, Geldmarktinstrument und Investmentfonds investieren. Darüber hinaus könnten auch derivative Instrumente und Techniken zur Anwendung gelangen. Eine zeitweilige Konzentration der Anlagepolitik auf einzelne Marktsegmente oder marktenge Werte sei möglich.

Positive Nachrichten zur Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen, die weltweit anhaltende Erholung der konjunkturellen Frühindikatoren und die Einigung der EU auf einen 750 Mrd. Euro schweren Wiederaufbaufonds hätten die Aktienmärkte im Juli unterstützt. Auf der anderen Seite hätten die weltweit wieder steigende Zahl neuer Corona-Infektionen, die global sehr schwachen Daten zum Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal, (Konjunktur in Deutschland -10,1%, USA -32,9% annualisiert) als Belastungsfaktoren für die Kapitalmärkte gestanden.

In Deutschland habe der DAX den Juli unverändert beendet, während der MDAX um 1,4% gestiegen sei. In Europa hätten sowohl der EURO STOXX 50 (-1,8%) als auch der STOXX 50 (-2,5%) leichte Verluste verzeichnet. US-Aktien hätten dagegen im Juli zulegen können. Der Dow Jones-Index habe 2,4%, der S&P 500 5,5% und der NASDAQ 100 7,4% gewonnen. Die Performance des S&P 500 für das Jahr 2020 habe sich erstmals wieder in den positiven Bereich bewegt. Der NASDAQ 100 habe sogar neue Allzeithochs markiert.

Die Bondmärkte hätten im Juli wieder zugelegt. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sei leicht auf -0,56% gesunken und die entsprechende Rendite in den USA sei von 0,65% auf 0,54% gefallen. Der US-Dollar sei im Juli stark unter Druck gekommen und habe gegenüber dem Euro von 1,123 USD auf 1,183 USD abgewertet. Mit der Erwartung von etwas besseren Wirtschaftszahlen in 2021 sei der Brent-Ölpreis leicht von 42 USD auf 43 USD je Barrel gestiegen und habe sich damit weiter stabilisiert.

Der Goldpreis habe stark vom schwächeren USD und den fallenden Realzinsen profitiert und sei von 1.784 USD auf das Allzeithoch von 1.975 USD je Feinunze gesprungen.

Bei den Stimmungsindikatoren habe sich in Deutschland der ifo-Index von 86,3 auf 90,5 verbessert. Hintergrund sei die weiter expansive Politik der EZB, die nochmals bestätigt habe, ihre Unterstützungsprogramme vollständig umsetzen zu wollen. Die US-Wirtschaft habe nach ersten Schätzungen rekordhohe 4,8 Millionen neue Stellen im Juni geschaffen und die Arbeitslosenquote habe sich überraschend von 13,3% auf 11,1% verbessert. Ein wieder anziehender Immobilienmarkt in den USA (Zahl der verkauften bestehenden Häuser habe 21% über Vormonat gelegen) habe den Konsumenten der größten Volkswirtschaft Zuversicht gegeben, dass eine mögliche Normalisierung der Zustände mittelfristig erreichbar sei.

Wandelanleihen hätten sich im Berichtsmonat Juli größtenteils positiv entwickelt. Erneut getragen von der Performance der US-Titel, die das Schwergewicht im Index ausmachen würden, sei der Thomson Reuters Global Focus Hedged Convertible Index (EUR) im Berichtsmonat um 3,5% gestiegen. US-Convertibles (Thomson Reuters US Focus Hedged Convertible Index (EUR)) hätten +4,8% erzielt. Der Thomson Reuters Europe Focus Hedged Convertible Index (EUR) habe dagegen mit +1,3% etwas moderater zugelegt. Asiatische Convertibles (ex Japan) hätten um +3,5% zugelegt. Japanische Convertibles hätten den Monat unter der Nulllinie bei -0,4% geschlossen.

Im Juli seien mit Worldline, STMicroelectronics sowie Delivery Hero bereits bekannte Emittenten mit Neuemissionen an den Wandelanleihenmarkt gekommen. STMicroelectronics habe gleichzeitig von seinem Kündigungsrecht in der Wandelanleihe mit Fälligkeit 2022 Gebrauch gemacht.

Nachdem die bestehenden Wandelanleihen dieser Emittenten bereits eine erhöhte Aktiensensitivität aufweisen würden, hätten die Marktteilnehmer die Neuemissionen begrüßt und sie zur Rotation in defensivere Profile genutzt. Auch das Fondsmanagement des Aramea Global Convertible habe von dieser Möglichkeit teilweise Gebrauch gemacht. 62,9% der im Aramea Global Convertible enthaltenen Wandelanleihen hätten ein sog. "Balanced Profil". In diesem ausgewogenen Bereich sei das asymmetrische Verhalten von Convertibles am stärksten ausgeprägt: Die Wandelanleihe partizipiere hier stärker an einer Aufwärtsbewegung der zugrundeliegenden Aktien als an einer Abwärtsbewegung. Wandelanleihen mit bondähnlichem Profil würden derzeit 21,3% ausmachen. Aktienähnliche Profile seien mit 15,9% vertreten. Im Juli sei die Aktiensensitivität (Delta) des Portfolios weiter gesenkt worden. Die Kassequote eingerechnet habe das Delta des Fonds per Monatsultimo bei 45,3% gelegen.

Der Aramea Global Convertible habe im Juli 2020 eine Wertentwicklung von +1,80% erzielt. Seit Jahresbeginn habe das Sondervermögen eine Wertentwicklung von +2,16% erzielt. (Stand vom 31.07.2020) (01.09.2020/fc/a/f)






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