Alken-Gründer: "Europas Erholungspotenzial wird unterschätzt"


03.04.19 14:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Nicolas Walewski, Gründer der Londoner Fondsboutique Alken Asset Management, gilt schon lange als Ausnahmemanager, so die Experten von "FONDS professionell".

Im Exklusiv-Interview verrate der Franzose nicht nur, warum er europäische Aktien in 2019 für durchaus aussichtsreich halte und weiter an Wirecard festhalte.

Schon während seiner Zeit als verantwortlicher Fondsmanager des Oyster European Opportunities Fund habe Nicolas Walewski, Gründer der in London beheimateten Fondsboutique Alken Asset Management, in weiten Teilen der Branche als regelrechter Ausnahme-Fondsmanager gegolten. Daran habe sich bis heute nichts geändert. Die von ihm betreuten Europa-Flaggschiffe Alken European Opportunities Fund (ISIN LU0235308482 / WKN A0H06Q) und Alken Absolute Return Europe würden zu den Spitzenfonds ihrer jeweiligen Peergroup zählen.

Allerdings habe auch Walewski immer wieder Phasen durchlebt, in denen seine Fonds zeitweise ins dritte oder vierte Quartil ihrer Vergleichsgruppe abgerutscht seien. In den Jahren 2015 und 2016 wie auch in der Schwächephase während des vierten Quartals 2018 sei das zum Beispiel der Fall gewesen. Allerdings müsse man dem gebürtigen Franzosen zugutehalten, dass er solche Verluste in den folgenden Aufwärtsphasen oft genug schnell wieder mehr als ausgeglichen habe. Manch einer sehe den Absolventen der renommierten École Polytechnique deshalb als einen Fondslenker, der in der Abwärtsphase des Marktes mehr verliere als die Mitbewerber, dafür aber in der Aufwärtsphase umso stärker aufhole.

"FONDS professionell" habe Walewski zum Exklusiv-Interview in seinem Büro in der Londoner Zentrale von Alken Asset Management zu einem Analysegespräch besucht. Als Analyst mit dabei sei Jake Moeller, Head of Lipper UK and Ireland Research gewesen.

Nicolas Walewski, Alken Asset Management (li.), im Gespräch mit "FONDS professionell"-Herausgeber Hans Heuser (re.) und Jake Moeller, Head of Lipper UK and Ireland Research:

"Wir suchen mit einem geradlinigen Stockpicking-Ansatz nach attraktiven Aktien europäischer Unternehmen, die möglichst eine Unterbewertung, gleichzeitig aber ein hohes Ertrags- und Wachstumspotenzial aufweisen."

"Viele Investoren haben Angst vor größeren Kursschwankungen in Situationen einer erhöhten Volatilität, wie wir sie aktuell wieder erleben. Das ist der Grund, weshalb sie derzeit stärker auf Immobilienanlagen oder auch Investments in Private Equity oder Private Debt sowie auf Indexfonds oder liquide Anlagen setzen. Sie meiden bewusst das Risiko täglicher Kursschwankungen, die durch eine Mark-to-Market-Bewertung entstehen. Aber gerade darin liegt ein hohes Potenzial zur Wertschöpfung für den Anleger."

"Nach unseren Beobachtungen unterschätzen viele Marktteilnehmer das Ausmaß und die Dauer einer weiter anhaltenden Erholung in Europa. Was uns positiv stimmt, das ist die Entwicklung in China. Man sollte nicht verkennen, dass China inzwischen die maßgebende oder bestimmende Volkswirtschaft in der Welt ist. Solange sich China positiv entwickelt, bleibe ich auch zuversichtlich für eine anhaltend positive Konjunkturentwicklung in Europa."

"Auch wir machen Fehler, das gehört zu unserem Geschäft. In den Jahren 2015 und 2016 haben wir durch zwei oder drei abträgliche Positionen in unseren größten Holdings sicher gelitten. Aber daraus gleich ein Muster abzuleiten, wäre falsch. 2017 war das beste Jahr unserer Unternehmensgeschichte. Und auch wenn wir 2018 am Ende etwas an Performance verloren haben, so haben wir das in den ersten Monaten des neuen Jahres zügig wieder aufgeholt." (Ausgabe vom 02.04.2019) (03.04.2019/fc/a/f)






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