AXA WF Global Strategic Bonds Fonds: Flexibilität ist das Gebot der Stunde - Fondsanalyse


06.08.19 13:20
AXA Investment Managers

Köln (www.fondscheck.de) - Ökonomen und Strategen sind sich einig: Eine schwächelnde Weltwirtschaft steht bevor, und Warnungen vor einer erhöhten Rezessionsgefahr in den kommenden zwölf bis 24 Monaten werden laut, so die Experten von AXA Investment Managers.

Handelskonflikte, Zinserhöhungen seitens der Federal Reserve oder die ausbleibende Inflation - was auch immer der Auslöser sei: Die Märkte würden von Notenbanken die Lockerung der Geldpolitik als entsprechende Gegenmaßname erwarten. "Angesichts relativ niedriger Renditen in den USA sehen sich Anleger auf der Suche nach renditestärkeren Anleihen - insbesondere Staatsanleihen - mit Problemen konfrontiert. Viele weichen daher auf Kreditanleihen mit schlechterer Qualität aus", sage Nick Hayes, Portfoliomanager des AXA WF Global Strategic Bonds.

In den vergangenen Wochen sei darüber hinaus gut zu beobachten gewesen, wie schwer sich Illiquide Assets sowohl im Anleihen- als auch im Aktienbereich unter Druck hätten verkaufen lassen, wenn Anleger Gelder abziehen würden. "Die Preise fallen schnell und aufgrund der Korrelationen zu anderen Risikoaktiva wird sich der Vorteil schnell verflüchtigen, weniger liquide, ertragreichere Vermögenswerte zu besitzen", so Hayes weiter.

Die Jagd nach Rendite sei am Ende eines Konjunkturzyklus typisch. "Es ist wahrscheinlich, dass uns noch mehr Nachrichten über Fonds ereilen, die mit Rücknahmen zu kämpfen haben, bevor der Zyklus wieder von vorne beginnt", sage Hayes. Glücklicherweise gäbe es in diesem schwierigen Marktumfeld auch Alternativen zu traditionellen Fixed-Income-Anlagen. Zum Beispiel Anleihefonds mit flexiblem Ansatz, die in Anleihen mit unterschiedlichen Durationen und Ratingklassen investieren würden. Je nach Marktlage werde die Allokation angepasst, um Schutz vor Verlusten zu bieten.

So habe Hayes beim AXA WF Global Strategic Bond Fonds im aktuellen Marktumfeld Qualitätsanleihen höher gewichtet und die Duration verlängert - etwa durch eine ausgeweitete Position in 30-jährige deutsche Staatsanleihen. Auf diese Weise könnten das Kapital der Anleger bei einer Wende im Konjunkturzyklus geschützt und auch dann Erträge erzielt werden, wenn die Kurse risikobehafteter Wertpapiere nachgeben sollten. Zum Risikoschutz würden auch ein höherer Kassenbestand sowie eine Währungsabsicherung beitragen.

"Wer sein Portfolio derart aufgestellt hat und Anleihen als Absicherung für risikoreichere Positionen nutzt, kann auf der anderen Seite Chancen nutzen", sage Hayes. So halte er die Bewertungen von Emerging-Markets-Anleihen zum Beispiel aus der Türkei und aus Argentinien für attraktiv, nachdem sie unter einzelnen schlechten Nachrichten gelitten hätten. Trotz der defensiveren Positionierung halte der AXA WF Global Strategic Bond Fonds 10 Prozent in Emerging-Markets-Anleihen und 16 Prozent in US-High-Yield-Anleihen, die bis dato eine Rendite von 10 Prozent hätten erwirtschaften können.

Zinssensitivere Portfolios würden laut Hayes in den kommenden Monaten und Quartalen von niedrigeren Zinssätzen profitieren. Das Risiko, dass der Markt Zinserhöhungen statt Zinssenkungen einpreise, sehe der Experte in absehbarer Zukunft eher nicht. "Die größte Sorge am Markt gilt der aktuellen Dynamik und den schwächeren Aussichten. Die letzte Phase des Konjunkturzyklus sollte zwar mehr Chancen für höhere Renditen im Kreditrisikobereich schaffen, wir nehmen dennoch vorerst eine vorsichtigere Haltung ein und legen unseren Fokus darauf, von geringeren Staatsanleihen-Renditen statt von einer Verengung der Credit Spreads zu profitieren", schließe Hayes. (06.08.2019/fc/a/f)






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