ART Transformer Equities Fonds: Zwischenbilanz: Investieren in Blockchain-Werte? Fondsanalyse


09.11.20 10:00
Universal-Investment-GmbH

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Vor ein paar Jahren ging ein Hype um die Welt: Um Kryptowährungen wurde medial ein großer Wirbel gemacht, der Kurs des Bitcoins schoss Ende 2017 auf 20.000 US-Dollar, so die Experten der Universal-Investment-GmbH in ihrer aktuellen Ausgabe von "ChampionsNews".

Doch wie sehe es eigentlich heute aus? Seien Blockchain-Werte langfristige Performance-Treiber oder doch nur ein Hype? Axel Daffner, Fondsberater und Geschäftsführer von Pegasos Capital, spreche am Beispiel des ART Transformer Equities (ISIN DE000A2PB6R4 / WKN A2PB6R, AK R; ISIN DE000A2PB6Q6 / WKN A2PB6Q, AK I) darüber, warum der Blockchain-Zug noch längst nicht abgefahren sei.

"ChampionsNews:" Herr Daffner, Sie beschäftigen sich intensiv mit der Blockchain. Manche setzen Blockchain immer noch gleich mit dem Begriff "Kryptowährungen". Worin liegt der Unterschied und was ist Ihre Meinung zur Blockchain?

Axel Daffner: Die Blockchain ist die Technologie, Kryptowährungen sind nur eine ihrer Anwendungen. Die Blockchain-Technologie hat weit mehr Potenzial, als wir uns aktuell vorstellen können. Jeder Markt, der Werte digital überträgt und der Informationen über Besitzverhältnisse teilt, kann diese Technologie anwenden.

"ChampionsNews:" Vor über einem Jahr ging Ihr neuer Aktienfonds ART Transformer Equities live, den Sie gemeinsam mit der Schleber Finanz-Consult betreuen. Dieser Fonds investiert gezielt in Unternehmen, die sich der Blockchain-Technologie widmen. Wie kam es zu dieser Idee und an wen richtet sich der Fonds?

Daffner: Die Idee zum Fondskonzept entstand bereits Ende 2017, als die Kryptowährungen, insbesondere der Bitcoin, einen irrationalen Hype hinsichtlich ihrer medialen Darstellung und Kursentwicklung erlebten. Doch wir wollten bewusst keinen Kryptowährungsfonds auflegen, sondern beschäftigten uns intensiv mit der zugrundeliegenden Basistechnologie. Die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain lassen einen signifikanten Mehrwert für Unternehmen generieren, indem Wertschöpfungsketten optimiert und neue Geschäftsmodelle entstehen werden. Das renommierte Marktforschungs- und Analyseunternehmen Gartner rechnet mit einem geschäftlichen Mehrwert von über drei Billionen US-Dollar bis zum Jahr 2030. Der ART Transformer Equities ermöglicht dem Anleger, an dieser enormen Wertschöpfung zu partizipieren.

"ChampionsNews:" Ist demnach der Blockchain-Hype nicht schon seit Ende 2017 vorbei und der Blockchain-Zug längst abgefahren?

Daffner: Historisch betrachtet durchläuft jede technologische Entwicklung dieselben Phasen in der öffentlichen Wahrnehmung. Nach dem technologischen Auslöser, bei der Blockchain war dies wohl die Schürfung des ersten Bitcoins auf der Blockchain im Jahr 2008, hat eine Phase der irrationalen Übertreibung mit wenigen Einzelerfolgen begonnen. Den ersten Höhepunkt hat dieser Hype bei Kryptowährungen Ende 2017 mit einem Bitcoin-Kurs von knapp 20.000 US-Dollar erreicht. Erst dann erfolgt bei einer Technologie durch steigende Investitionen eine Phase der Wertschöpfung. Nach dem Platzen der DotCom-Blase war das Thema Internet ebenfalls noch nicht vorbei, sondern hat dann erst richtig begonnen, unser Leben zu verändern. Wir sind davon überzeugt, dass die Blockchain erst begonnen hat, unser Leben zu revolutionieren.

"ChampionsNews:" Ihr Fonds setzt also darauf, dass die Blockchain unser Leben revolutioniert und einen großen geschäftlichen Mehrwert generieren wird?

Daffner: Ja, genau deswegen investiert der Fonds in Aktien von Unternehmen, die sich in unterschiedlichen Phasen ihres Lebenszyklus befinden. Ein Teil des Fondsvermögens steckt in jungen Unternehmen, die noch am Anfang ihres Corporate Lifecycles stehen und viel Wachstum versprechen. Aber selbstverständlich setzen wir auch auf bereits am Markt etablierte Unternehmen, die stetig profitabel sind und konstant wachsen, um Risiken im Gesamtportfolio zu minimieren.

"ChampionsNews:" Wie kommen Sie zu den Werten im Portfolio? Greifen wir die Long Ice Tea Corp. auf. Ihr Aktienkurs hatte sich mehr als verdoppelt, nachdem der Name in Long Blockchain Corp. geändert worden war, obwohl es inhaltlich keinen Blockchain-Bezug gab.

Daffner: Unser Investmentprozess ist natürlich deutlich tiefgründiger als die erstbesten Werte mit "Blockchain" im Namen zu kaufen. Wir blicken hinter die Fassade eines Unternehmens und finden heraus, ob die Blockchain-Technologie in den Zielunternehmen bereits Teil der Wertschöpfung ist, ob an konkreten Anwendungsfällen gearbeitet wird oder der Einsatz der Technologie erst in Vorbereitung ist. Die potenziellen Unternehmen beurteilen wir anhand von geeigneten qualitativen und quantitativen Merkmalen.

"ChampionsNews:" Ihr Fonds hat eine beachtliche Einjahres-Performance von circa 44 Prozent (Stand 15.10.2020) hingelegt. Wie sehen Sie die Performance Ihres Fonds gegenüber anderen Technologiefonds, die eher höher abschneiden?

Daffner: Sie müssen hier beachten, dass der ART Transformer Equities kein reiner Technologiefonds ist. Als globaler Aktienfonds besteht unser Portfolio aktuell zu circa 65 Prozent aus Technologieaktien. Zu unseren Investments gehören Toyota als Autohersteller mit eigener Tochtergesellschaft, die sich Blockchain-Anwendungen widmet, genauso wie IBM, die Blockchain-Anwendungen bei ihren Kunden implementiert. Die Blockchain hat in nahezu jeder Branche Anwendungsfälle. Wir vergleichen uns daher mit anderen globalen Aktienfonds ohne Branchenfokus.

"ChampionsNews:" Jetzt haben Sie viel von der Blockchain-Technologie erzählt und Aussichten für die Zukunft gegeben. Erzählen Sie uns doch noch ein wenig zu Ihrer Person.

Daffner: Man darf mich nicht nur als Fondsberater sehen, der Unternehmen analysiert, sondern mehr als Unternehmer: Als geschäftsführender Gesellschafter der Pegasos Capital implementiere ich moderne Technologien in unserem Unternehmen und verbessere unsere Prozesse, um für die Zukunft optimal aufgestellt zu sein. Daher kann ich mich mit der Werthaltigkeit der Implementierung moderner Technologien in Unternehmen identifizieren und in der Beratung der Fonds auf die richtigen Werte setzen. Wir arbeiten jeden Tag unserem Ziel entgegen, eine digitale und dadurch effizientere Vermögensverwaltung zu sein. (Ausgabe 2/2020) (09.11.2020/fc/a/f)





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