ARC ALPHA Equity Story Leaders Fonds: Die Equity Story ist der Ursprung aktiven Managements


29.07.20 11:00
Euroswitch

Frankfurt am Main (www.fondscheck.de) - Die Debatte um den Sinn aktiven oder passiven Investierens in Aktien hat sich mittlerweile von der Realität wie von der reinen Lehre stark entfernt, so die Experten von der Vermögensmanagement EuroSwitch! GmbH.

"Symptomatisch ist die inflationäre Verwendung des Begriffes "Alpha", der ausschließlich als Überrendite über eine Marktrendite verstanden scheint - wobei in der Debatte völlig unklar bleibt, nach welchen Kriterien eigentlich der für das Investment richtige "Vergleichsmarkt" bestimmt werden soll", sage Thomas Böckelmann, leitender Portfoliomanager der Vermögensmanagement Euroswitch. Die Befürworter passiven Investierens würden von einem modellhaften Aktienanleger ausgehen, der mit seinen Motiven, seiner Risikobereitschaft und vor allem seinem zeitlichen Investmenthorizont immer der Struktur und Entwicklung einer gewählten Vergleichsgröße entspreche. Diese Annahme sei genauso realitätsfern wie eine pauschale Bewertung aktiven oder passiven Managements als geeignet oder ungeeignet.

Nach dem Capital-Asset-Pricing-Model werde die Wertentwicklung einer Aktie von einer marktabhängigen Komponente Beta und einer marktunabhängigen Komponente Alpha bestimmt. Seit Ausweitung der Rechnerkapazitäten über die letzten Jahrzehnte werde versucht, diese Residualgröße Alpha zu reduzieren, indem man neben dem Gesamtmarkteinfluss "Beta"-weitere allgemeine Ursachen für den Renditeverlauf identifiziert und nachweisen könne. Die so entstandenen "Faktoren" - oft "Smart Beta" genannt - würden über Value bis Growth, über Large Cap bis Small Cap, von Dividende bis Momentum reichen. Zahlreiche Mathematiker hätten sich in der Ahnengalerie mit ihrem empirisch nachgewiesenen Faktor verewigt.

"Richtig Sinn für die Anlagepraxis machen Faktoren aber nur, wenn sie immer die von einem Markt abweichende Rendite schlüssig erklären können. In der Realität funktionieren Faktoren aber in der Regel abhängig von Marktphasen und sind oftmals gegenläufig", so Böckelmann. Kausalitäten scheinen wenig stabil, andere Ursachen weiterhin eine signifikante Rolle zu spielen, so die Experten von der Vermögensmanagement EuroSwitch! GmbH. "Selbst wenn modernste Korrelationsanalysen weitere belastbare Faktoren entdecken, so wird doch immer ein nicht erklärbares Residuum, ein reines Alpha verbleiben", erkläre Böckelmann. Hierbei werde es sich um einen völlig kapitalmarktunabhängigen, rein unternehmensspezifischen Renditeanteil handeln, der nicht durch andere Entwicklungen und Ereignisse außer aus dem Unternehmen selbst zu erklären sei. "Das ist genau das, was der klassische, langfristig ausgerichtete aktive Investor sucht. Diese Tatsache scheint in der Debatte zunehmend in Vergessenheit geraten zu sein."

Aus Sicht eines Investors sollte dieses Alpha über seinen Investmenthorizont positiv sein, entgegen verbreiteter Annahme sei dieses aber nicht über jeden Zeitraum gegenüber einer Vergleichsgröße notwendig. "Vielmehr muss man sich fragen, ob temporäre negative Wertentwicklungen wirklich negativ für die Qualität des Investments sind oder ob es nicht vielleicht sogar ein positives Qualitätsmerkmal in besonderen Marktphasen darstellt", gebe der Investmentprofi zu Bedenken.

Befürworter passiven Investierens würden oft argumentieren, nur mit besserer Information, nachhaltig besserer Interpretation vorhandener Information oder mit Insiderwissen könne man besser abschneiden als der Markt. Wenn man sich als Beispiel die Wertentwicklung von Amazon.com, Apple und Microsoft anschaue, sehe man, dass alle drei Unternehmen in den letzten zehn Jahren besser abgeschnitten hätten als der Gesamtmarkt - aber nicht in jeder Marktphase. "Das Identifizieren langfristiger Wachstumstrends und das Aufspüren erfolgreicher Geschäftsmodelle verbunden mit hoher Bilanzqualität war hier offensichtlich wichtiger als bessere Informationen oder gar Insiderwissen", sage Böckelmann. Amazon, Apple, Microsoft aber auch viele andere langfristig erfolgreiche börsennotierte Unternehmen unterschiedlicher Regionen und Sektoren eine die Einzigartigkeit ihrer Equity Story - ihres Investment Cases.

"Im kürzlich aufgelegten Aktienfonds ARC ALPHA Equity Story Leaders (ISIN LU2177558835 / WKN A2P40K) begrenzen wir die Auswahl auf 30 Titel gemäß dem Leitsatz ‚Mit 30 Aktien um die Welt'. Diese hohe Konzentration ermöglicht es dem Fondsanleger, seine Unternehmen zu kennen und auch in den Medien zu verfolgen", erläutere Böckelmann seine Strategie. Ferner bedeute eine hohe Konzentration qualitativ hochwertiger Titel gegenüber einem breiten Index gemäß jüngsten Studien keinen Diversifikationsnachteil. Im Gegenteil, die Historie zeige, dass ohnehin nur sehr wenige Unternehmen das Schicksal eines Index bestimmen würden. Um dennoch eine optimale Streuung zu erzielen, würden die 30 Titel gleichgewichtet und ausgewogen über Regionen und Sektoren verteilt. Eine Historie von zehn Jahren als Aktienstrategie für Individualkunden zeige, dass man mit einem Fokus auf Wachstumsthemen und qualitativ hochwertige Unternehmen langfristig den Weltaktienmarkt schlagen könne. (29.07.2020/fc/a/f)





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