ACATIS Fair Value Bonds-Fonds: Wertvolles Investieren für die Zukunft - Fondsanalyse


15.05.18 11:00
Universal-Investment-GmbH

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Das Interesse an sozial, ethisch und ökologisch vertretbaren Investments hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, und sie etablieren sich zunehmend als eigene Anlageklasse, so die Experten der Universal-Investment-GmbH in ihrer aktuellen Ausgabe von "ChampionsNews".

Ein bewussteres Anlegen für zukünftige Generationen rücke immer stärker in den Vordergrund vieler Investoren. Wie aus einer Kombination von Value und Nachhaltigkeit ansehnliche Renditen erwirtschaftet werden könnten, erkläre Dr. Hendrik Leber, Geschäftsführender Gesellschafter bei ACATIS Investment, im Gespräch mit "ChampionsNews".

"ChampionsNews": Herr Dr. Leber, für den ACATIS Fair Value Bonds sind Anleihen von Unternehmen interessant, die hohe Standards in Bezug auf soziale, unternehmerische und ökologische Verantwortung und Nachhaltigkeit erfüllen. Was versprechen Sie sich von der Nachhaltigkeit?

Leber: Mit der Kombination von Value und Nachhaltigkeit geben wir Investoren die Möglichkeit, Unternehmen zu unterstützen, die nachhaltig wirtschaften oder auf einem guten Weg dorthin sind. Gleichzeitig haben sie die Chance, eine attraktive Rendite bei relativ geringem Risiko zu erwirtschaften. Nachhaltige Investments sind kein kurzfristiger Trend mehr, sondern haben sich als eigene Anlageklasse etabliert. Und nachhaltige Anlagen sind Investitionen für künftige Generationen, daher freuen wir uns über die steigende Nachfrage.

"ChampionsNews": Sie setzen neben dem Nachhaltigkeitsaspekt zudem auf Value. In welchen Ländern und Branchen sind noch Anleihen mit Value-Ansatz vorrangig zu finden?

Leber: Beim ACATIS Fair Value Bonds investieren wir bevorzugt in Euro-Anleihen, sodass automatisch ein Großteil der Emittenten aus der Europäischen Union (EU) kommt. Zurzeit sind rund 90 Prozent des Fondsvermögens in Euro denominiert. Als Value-Investoren haben wir im Allgemeinen keine Präferenz für bestimmte Länder oder Sektoren, sondern unser Fokus liegt auf unterbewerteten Titeln. Zudem streuen wir über mehrere Emittenten, um Klumpenrisiken zu vermeiden. In Bezug auf Sektoren finden wir bei europäischen Banken und Finanzdienstleistern attraktive Nachranganleihen. Die drei größten Positionen im Fonds entfallen so auf Titel von der Deutschen Bank, Santander und der Société Générale. Finanzinstitute in der EU werden wegen systemischer Bedenken von staatlicher Seite aus geschützt. Es ist nicht gewollt, dass Banken oder Versicherungen in der EU pleitegehen, daher sehen wir hier noch Potenzial bei begrenztem Risiko.

"ChampionsNews": Mit welchem System suchen Sie Anleihen genau aus und welche Rolle spielen hierbei Risiken?

Leber: Die Anleihen werden zuerst durch die Rating-Häuser Imug/Vigeo Eiris speziell nach unseren ACATIS-Fair-Value-Kriterien geprüft. Danach machen wir ein quantitatives Screening der potenziellen Kaufkandidaten. Die Entscheidung für einen Kauf fällen wir nach gründlicher Einzelanalyse und Bewertung der Firmeninformationen. Das Risiko spielt für uns eine große Rolle, daher legen wir bei der Auswahl der Anleihen einen besonderen, aber nicht ausschließlichen Wert auf die Aspekte Sicherheit und niedrige Volatilität. In den vergangenen drei Jahren lag die Volatilität des Fonds unter drei Prozent. Konkrete Anlageideen gewinnen wir momentan über Bloomberg und einen regen Austausch mit den Händlern von Hauck & Aufhäuser.

"ChampionsNews": Wie wirkt sich das aktuelle Niedrigzinsniveau auf den Fonds aus, und wie gehen Sie damit um?

Leber: Das aktuelle Niedrigzinsniveau ist ein echter Spielverderber. Emittenten kündigen regelmäßig ihre Anleihen, die wir gerne noch halten würden, weil sie sich am Markt günstiger refinanzieren können. Dadurch hat der Fonds immer wieder einen erhöhten Kassenbestand, für den wir neue Anlageideen suchen müssen. Zurzeit ist das schwieriger, doch unser Ziel ist es, immer möglichst voll investiert zu sein.

"ChampionsNews": Gibt es in Zeiten niedriger Zinsen noch attraktive Staatsanleihen mit kalkulierbarem Risiko?

Leber: Kurz und knapp: Nein. Zudem sind wir staatlichen Aufsichtsbehörden gegenüber skeptisch. Als Beispiel sei eine Anleihe der Banco Espírito Santo aus Portugal genannt, die europarechtswidrig einen Schuldentranfser von der "Good Bank" Novo Banco zur "Bad Bank" Banco Espírito Santo vornahm. Wir kauften die Anleihe erst nach dem Kursverfall und profitierten von der anschließenden Kurserholung, doch das Vorgehen ist ärgerlich. Ähnliche Regelbrüche erlebten wir in Italien und Griechenland. Man fragt sich, worauf man sich noch verlassen kann. (Ausgabe 2/2018) (15.05.2018/fc/a/f)





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