UniKapital-Fonds: 01/2018-Bericht, europäischer Geldmarkt schwankt deutlich - Fondsanalyse


02.03.18 11:30
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Januar brachte wenig Neues, so die Experten von Union Investment im Kommentar zum UniKapital.

Die Zinssätze seien ebenso bestätigt worden wie die Fortsetzung des Anleihekaufprogramms mit einem Volumen von 30 Milliarden Euro bis September 2018. Ebenso habe sich die EZB die Möglichkeit zur Verlängerung oder gar dessen Aufstockung, falls sich dies als notwendig erweisen sollte, offen gehalten. Zudem sei es beim Hinweis niedriger Leitzinsen für eine längere Zeit nach Beendigung des Ankaufprogramms geblieben. Die EZB habe somit darauf verzichtet, die teils erwartete Kommunikationsänderung zu vollziehen.

Die Zentralbank bewege sich im Spannungsfeld zwischen guten Wirtschaftsdaten sowie einer, wegen der Ölpreisentwicklung, erwartenden Anhebung der Inflationserwartung einerseits und unerwünschter starker Marktreaktionen infolge bevorstehender Kommunikationsanpassungen andererseits. Es sei davon auszugehen, dass die EZB zeitgleich zu ihren Projektionen im März und Juni kommunikativ ein Ende des Ankaufprogramms vorbereiten und dieses dann ab September 2018 sukzessive beenden werde. Im Verlauf 2019 dürfte die Zentralbank auf einen Zinsanhebungspfad einschwenken.

Der europäische Geldmarkt habe im Januar deutlich geschwankt. Der repräsentative 3-Monats-Euribor habe hingegen unverändert bei minus 33 Basispunkten tendiert. Kurzlaufende Unternehmenspapiere hätten auf Indexebene (ICE BofA Merrill Lynch Euro Corporates Bonds Index ein bis drei Jahre, ER01) unter deutlichen Schwankungen seitwärts tendiert. Die Asset Swap Spreads in diesem Anleihesegment seien leicht um 3 auf 21 Basispunkte gefallen. Vom Renditeanstieg im Januar seien auch geldmarktnahe Laufzeiten betroffen gewesen. Einzig die unterjährigen Laufzeiten lagen stabil, wie auch die Kreditspreads unserer Bestände, so die Experten von Union Investment.

Die Experten hätten aufgrund einiger Mittelabflüsse tendenziell mehr Verkäufe durchgeführt. Es seien vor allem unterjährige teure Restläuferpositionen in Euro verkauft worden. Ankäufe seien unter anderem in Fremdwährungsanleihen, die in Schweizer Franken und Norwegischer Krone notieren würden, vorgenommen worden. Diese würden taktisch je nach Wechselkursniveau abgesichert. Die Zinsen dürften noch etwas ansteigen, bei den Kreditspreads rechnen die Experten von Union Investment eher mit einer Seitwärtsbewegung. (Stand vom 31.01.2018) (02.03.2018/fc/a/f)






hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
108,66 € 108,70 € -0,04 € -0,04% 27.01./00:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0008491085 849108 110,38 € 108,66 €