UniEuroRenta-Fonds: 01/2018-Bericht, Staatsanleihen aus den Kernländern mit Kursverlusten - Fondsanalyse


01.03.18 11:00
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Staatsanleihen aus den Kernländern starteten mit Kursverlusten in das neue Jahr und standen nahezu durchweg unter Abgabedruck, so die Experten von Union Investment im Kommentar zum UniEuroRenta.

Als belastend erwiesen hätten sich neben den negativen Vorgaben aus den USA vor allem die unzähligen Kommentare der EZB-Mitglieder. Demnach hätten sich innerhalb der EZB zwei Lager gebildet. Ein Teil des Gremiums mahne einen zügigeren Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik an und fordere ein verbindliches Enddatum der Anleihekäufe. Ein abruptes Ende der Ankäufe im September habe zuvor nicht im Raum gestanden und somit für Verunsicherung gesorgt. Auf ihrer Sitzung Ende Januar sei die EZB versucht gewesen, die Marktteilnehmer zu beruhigen. Dies sei ihr jedoch nur bedingt gelungen. Zuletzt habe es danach ausgesehen, als würde das Ankaufprogramm mit geringerem Volumen auch nach September noch weiterlaufen.

Peripherieanleihen hätten sich hiervon hingegen unbeeindruckt gezeigt und ihren positiven Trend aus dem Vorjahr fortgesetzt. Als stützend hätten sich gleich mehrere Ratingverbesserungen erwiesen. So seien die Bonitätsnoten von Portugal, Spanien und Griechenland angehoben worden. Die Schatzmeister der jeweiligen Länder hätten das positive Umfeld genutzt und, wie im Januar üblich, viele Neuemissionen begeben. Portugal habe innerhalb der ersten beiden Wochen bereits seinen Refinanzierungsbedarf für das gesamte Quartal gedeckt. Dies sei gelungen, weil die Nachfrage seitens der Investoren enorm hoch gewesen sei. Ein gutes Beispiel dafür sei die Platzierung einer spanischen Anleihe über fünf Milliarden Euro gegen Monatsende mit einer zehnjährigen Laufzeit gewesen. Letztlich hätten sich die Orderaufträge auf beeindruckende 43 Milliarden Euro summiert.

Die kräftigen Zugewinne bei Peripherieanleihen (+0,7 Prozent) hätten allerdings die Verluste bei Kernanleihen (-1,0 Prozent) nicht vollständig kompensieren können. Gemessen am iBoxx Euro Sovereign Index hätten europäische Staatsanleihen somit im Januar 0,4 Prozent an Wert verloren. Der Fonds sei zuletzt etwas defensiver aufgestellt und die Zinssensitivität verringert worden. Die Experten von Union Investment favorisieren der Staatsanleihen aus der Peripherie und Unternehmenspapiere. Sie sähen weiteres Potenzial für einen moderaten Zinsanstieg und würden deshalb vorsichtig positioniert bleiben. (Stand vom 31.01.2018) (01.03.2018/fc/a/f)




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