Threadneedle (Lux) Global EM Equities Fund: Bei Schwellenländeraktien insbesondere auf inländische Nachfrage achten


10.02.21 15:01
Columbia Threadneedle

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Bei Schwellenländeraktien sind der Fondsgesellschaft Columbia Threadneedle Investments zufolge vor allem Unternehmen mit Fokus auf der inländischen Nachfrage interessant, so Dara White, Leiter Schwellenländeraktien und Manager des Threadneedle (Lux) Global Emerging Market Equities Fund (ISIN LU0143863198 / WKN 550927, AU USD ACC; ISIN LU1868837482 / WKN A2N4WE, 1E EUR ACC) bei Columbia Threadneedle Investments.

"Wir sehen beträchtliche Chancen in den Sektoren Nicht-Basiskonsumgüter, IT und Kommunikationsdienste", sage Dara White. "Diese Bereiche bieten weltweit spannende Wachstumsperspektiven. Denn die Unternehmen entwickeln Produkte und Dienstleistungen, die den neuen Vorlieben der Verbraucher gerecht werden."

Die Schwellenländer würden nach Ansicht von Columbia Threadneedle insgesamt von den Zinssenkungen und Liquiditätsspritzen überall auf der Welt profitieren. Außerdem hätten sie dank ihres höheren Realzinsniveaus noch mehr Spielraum für weitere geldpolitische Impulse als die Industrieländer.

"Vor dem Hintergrund des günstigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds und in der Erwartung einer breiten Verfügbarkeit von Corona-Impfstoffen im Jahr 2021 dürfte sich der langfristige Haupttrend, der die Schwellenländer antreibt - der Übergang vom exportgetragenen zum von der lebhaften Binnennachfrage getragenen Wachstum -, noch stärker manifestieren als bisher", sage White. "Nirgends ist das offensichtlicher als im Erstarken der globalen Mittelschichten." Diese anhaltende Verschiebung werde die Binnennachfrage nach Waren und Dienstleistungen ankurbeln, die zu einem beträchtlichen Teil von schnell wachsenden heimischen Unternehmen gestillt werden dürfte.

Dies komme insbesondere auch dem Gesundheitssektor zugute, der während der Pandemie weiter an Dynamik gewonnen habe. Die Gesundheitsausgaben in China seien mit rund fünf Prozent des Bruttoinlandsproduktes deutlich niedriger als beispielsweise in den USA, wo sie 17 Prozent betragen würden. "Das zeigt eindeutig, wohin sich der Sektor entwickeln könnte", sage White. In Brasilien befeuerten die rekordtiefen Zinsen unterdessen Investitionen in Aktien, was Chancen eröffne. "Aufgrund der fortlaufenden Deregulierung des Finanzsektors, Strukturreformen und Technologieeinführungen erwarten wir, dass Bereiche wie Online-Brokerage und digitaler Zahlungsverkehr weiterhin gute Perspektiven für hohes Wachstum bieten."

Wenige Tage vor dem chinesischen Neujahrsfest, das am 12. Februar beginne, betone White, dass vor allem der chinesische Markt vielversprechend sei. "Zwar haben anhaltende Spannungen zwischen den USA und China einige Bereiche der Wirtschaft tatsächlich getroffen, speziell in einigen technologischen Bereichen", schreibe White. "Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich allerdings eine andere. So gibt es Wirtschaftsbereiche wie zum Beispiel das Gesundheitswesen, in denen die internationale Zusammenarbeit noch nie so eng war wie aktuell - sowohl auf Unternehmens- als auch Regierungsebene."

Viele Anleger würden dem Experten zufolge nach wie vor auf eine Untergewichtung der Schwellenländer setzen, aber es spreche immer mehr für eine Investition in diese Anlageklasse. Dabei gebe es immer mehr Unternehmen mit starken, anlegerfreundlichen Managementteams und der Fähigkeit, Wachstum aus eigener Kraft zu finanzieren und zugleich ihre Kapitalrenditen zu steigern. "Wir glauben, dass Themen wie digitale Innovation, E-Commerce und Verbreitung digitaler Zahlungssysteme, finanzielle Vertiefung und Umweltentwicklung - die durch die Pandemie allesamt einen Aufschwung erfahren haben - im kommenden Jahr und darüber hinaus vielversprechende Anlagechancen bieten werden." (Ausgabe vom 09.02.2021) (10.02.2021/fc/a/f)





hier klicken zur Chartansicht

Werte im Artikel