Schwellenländerfonds wird es ohne ESG-Ansatz nicht mehr geben


17.02.21 11:30
RWC Partners

London (www.fondscheck.de) - "Fondsmanager von Schwellenländerinvestments müssen die nächsten fünf Jahre nutzen, um sicherzustellen, dass ESG im Zentrum der Investmentphilosophie steht, da die größten ökologischen und sozialen Herausforderungen in diesen Ländern liegen," so John Malloy, Co-Head of Emerging and Frontier Markets bei RWC Partners.

Nach einem starken Ende des Jahres 2020, das unter anderem durch die Ankündigung der USA, weitere 1,9 Billionen Dollar an Konjunkturprogrammen bereitzustellen, begünstigt worden sei, bestehe die Herausforderung für Investoren in den Schwellenländern nun darin, sich auf fünf Jahre substanzieller Veränderungen zu konzentrieren.

"Auf globaler Ebene haben die Schwellen- und Frontier-Märkte den größten Anteil an der Weltbevölkerung, der Erde und den Bodenschätzen. Sie sind die Treiber des globalen Wachstums und Konsums. Nachhaltigkeit ist eine Funktion ihrer Entwicklung, und deshalb ist es wichtig, verantwortungsvolle Geschäftspraktiken zu fördern, Menschenrechte und Umweltschutz durchzusetzen", habe Malloy gesagt.

"Aufgrund ihrer Größe kann schon eine kleine Veränderung große globale Folgen haben kann. Das Stoppen der Abholzung in Brasilien, die Reduzierung der Emissionen in China, die Beseitigung der Armut in Indien oder eine Lösung für die Wasserknappheit in Afrika könnten zum Beispiel den gesamten Planeten verändern. ESG-Überlegungen sind bei Investitionen in Entwicklungsländern unerlässlich. Die Entwicklung der Schwellen- und Frontier-Märkte in den nächsten fünf Jahren ist unweigerlich mit der Entwicklung nachhaltiger Investments in den nächsten fünf Jahren verknüpft."

Zu den Themen, auf die das RWC Emerging & Frontier Markets Team derzeit setze, würden unter anderem Technology Disruption, Financial Inclusion, New Auto Tech, Health & Fitness, Infrastructure Development, Education und Sustainable Energy gehören.

James Johnstone, der den RWC Next Generation Emerging Markets Equity Fund (ISIN LU2128486896 / WKN A2QBLE) verwalte, sehe die Aussichten für Rohstoffe in den Schwellenländern besonders positiv, da politische Veränderungen bei den Infrastrukturausgaben in den USA wie auch in China die Nachfrage nach Rohstoffen erhöhen dürften, insbesondere nach solchen, die für die Energiewende benötigt würden.

"Ein Bereich, den wir jetzt besonders positiv bewerten, sind Metalle, die in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 eine starke Performance zeigten. Gold, Silber und Kupfer legten deutlich zu", sage Johnstone und füge hinzu: "Aus makroökonomischer Sicht werden die globale monetäre Dynamik und weitere Zentralbankkäufe die Rohstoffpreise wahrscheinlich unterstützen. Die Bewertungen der rohstoffexponierten Unternehmen bleiben im historischen Vergleich attraktiv, die Bilanzen sind stabiler und die Investitionspläne rationaler."

Der RWC Global Emerging Markets Fund habe, verglichen mit der Rendite des MSCI Emerging Markets Index von 89,0 Prozent, seit seiner Auflegung bis zum 31. Dezember 2020 eine Rendite von 127,7 Prozent erzielt. Das Fondsmanagement investiere derzeit 29,8 Prozent des Portfolios in Rohstoffe und Energie, was diese Branchen zu den größten Allokationen mache. Seit Auflage der Strategie in 2012 bilde ESG einen zentralen Teil des Investmentprozesses. Dabei sei für jede einzelne Position im Portfolio ein individuelles ESG-Rating sowie aktives Engagement eine Voraussetzung.

In Bezug auf das geografische Engagement ist das Emerging Markets Team von RWC Partners positiv gegenüber Chancen in Asien, Europa und Südamerika eingestellt, wobei die Bewertungen in den Schwellenländern attraktiv erscheinen und im Vergleich zu den entwickelten Märkten relativ niedrig sind, so die Experten von RWC Partners.

"In Asien sollten China, Südkorea und Taiwan einen anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung erleben, der durch Exportwachstum und Konsum angeführt wird. China verzeichnete im Dezember einen Anstieg von +2,7 Prozent, da die Einkaufsmanagerindices robust blieben und die Exporte stark wuchsen. Taiwan legte ebenfalls um +10,5 Prozent zu, da der wachsende Technologiesektor des Landes das Wirtschaftswachstum weiter antreibt", erkläre Malloy.

"In Lateinamerika werden die Strukturreformen in Brasilien wahrscheinlich die fiskalische Dynamik des Landes unterstützen, während die Einkaufsmanagerindices des Landes expansiv bleiben. Wir gehen auch davon aus, dass Russland von einem höheren und stabileren Ölpreis profitieren wird, da es durch die Erholung der Nachfrage inmitten eines verringerten Angebots gut gestützt bleibt." (17.02.2021/fc/a/f)






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