SPDR MSCI Emerging Markets-ETFs: Wachstum - Die Staffel geht an Schwellenländer


16.07.21 10:07
State Street Global Advisors

Boston (www.fondscheck.de) - Die jüngste Underperformance von Schwellenländer (EM)-Aktien hat sie auf Bewertungsbasis relativ attraktiv erscheinen lassen, so die Experten von State Street Global Advisors in ihrem aktuellen "SPDR Strategie Espresso".

Und da die Schwellenländer ihre Impfprogramme beschleunigen würden, würden die Experten von State Street Global Advisors glauben, dass ein weiterer Aufschwung und Wachstum bevorstehen könnten. Man habe gesehen, wie sich dieses Szenario in den entwickelten Märkten abgespielt habe und da die Schwellenländer einen besseren Zugang zu Impfstoffen erhalten würden, sollte dies ein Katalysator für die wirtschaftliche Erholung sein.

Die Schwellenländer hätten zu Beginn dieses Jahres zunächst eine starke Performance verzeichnet. Diese Dynamik habe jedoch schnell nachgelassen, als der USD aufgrund höherer US-Renditen und steigender Inflationsängste wieder an Wert gewonnen habe, was das Engagement aufgrund der hohen negativen Korrelation zum USD unter Druck gesetzt habe.

Mit Blick auf die zweite Jahreshälfte scheinen die Schwellenländer nun jedoch besonders gut für eine Erholung positioniert zu sein, so die Experten von State Street Global Advisors. Neben dem jüngsten Rückgang der US-Zinsen, der dazu beitragen dürfte, einen Teil des Aufwärtsdrucks vom USD zu nehmen, gebe es auch weitere strukturelle Trends, die den EM-Komplex unterstützen könnten.

Die jüngste Underperformance von EM-Aktien bedeutet, dass sie auf Bewertungsbasis relativ attraktiv erscheinen, insbesondere wenn man bedenkt, dass Analysten für die nächsten zwölf Monate ein Wachstum des Gewinns pro Aktie von 36 Prozent erwarten, so die Experten von State Street Global Advisors.

Während die Länder der Schwellenländer mit ihren Impfprogrammen nur langsam vorankämen, sollten sich diese Programme nun beschleunigen, da die Länder der entwickelten Märkte (DM) den Großteil ihrer Bevölkerung geimpft hätten. Die DM-Länder hätten zuvor aggressiv Impfstoffe aufgekauft, sodass nur ein sehr geringes Angebot für Schwellenländer zur Verfügung gestanden habe, aber jetzt, wo die meisten DM-Länder ihre Vorräte aufgestockt hätten, sollte der Nachfragedruck geringer sein. Außerdem habe das Angebot begonnen, die Nachfrage einzuholen, sodass es nicht mehr zu den extremen Engpässen komme, die man früher gesehen habe. Man sollte daher erwarten, dass die Industriestaaten den Staffelstab des Wachstums an die Schwellenländer weiterreichen würden, wenn das Jahr fortschreite und mehr EM-Länder mit der Wiedereröffnung beginnen könnten.

Dieses Szenario werde vielleicht nicht in unmittelbarer Zukunft eintreten, da es noch einige Zeit dauern dürfte, bis sich die Schwellenländer wirtschaftlich wirklich erholen würden. Aber Anleger, die glauben würden, dass die Schwellenländer vom gleichen Aufschwung profitieren könnten wie die Industrieländer, sollten sich frühzeitig in den Schwellenländern engagieren, um sicherzustellen, dass sie von diesem Trend profitieren würden.

Innerhalb der Schwellenländer würden chinesische Aktien besondere Aufmerksamkeit verdienen, da sie im Vergleich zum Rest der Welt deutlich unter den langfristigen Durchschnittswerten gehandelt würden. Außerdem seien die Korrelationen chinesischer Aktien zu anderen Märkten in letzter Zeit gesunken, was bedeute, dass sie als Diversifikator in einem Portfolio dienen könnten. Darüber hinaus könnten die jüngsten Strafmaßnahmen der chinesischen Regierung gegen Technologieunternehmen einen relativ attraktiven Einstiegspunkt bieten, vorausgesetzt, diese Unternehmen könnten sich von diesen Maßnahmen erholen.

Die Schwellenländer seien auch die am stärksten untergewichtete Region unter institutionellen Anlegern und hätten sowohl auf Einmonats- als auch auf Dreimonatsbasis starke Zuflüsse verzeichnet.

Anleger könnten über den SPDR MSCI Emerging Markets UCITS ETF (ISIN IE00B469F816 / WKN A1JJTE) auf diesen Schwellenmarkttrend zugreifen. Anleger, die ein Engagement in China anstreben würden, könnten dies über den SPDR MSCI EM Asia UCITS ETF (ISIN IE00B466KX20 / WKN A1JJTG) in Erwägung ziehen, bei dem China derzeit 46% des Portfolios ausmache. (Ausgabe vom 15.07.2021) (16.07.2021/fc/a/e)






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