SPDR-ETFs: In fragilen Märkten bei Health Care und Technologie bleiben!


10.06.20 09:30
State Street Global Advisors

Boston (www.fondscheck.de) - Zehn Wochen nach den Markttiefs im März haben wir gesehen, wie sich die Aktienrally mit einer Rotation in Richtung Value auf Kosten der Wachstumswerte ausweitete, so die Experten von State Street Global Advisors in ihrem aktuellen "SPDR Strategie Espresso".

Die zyklischen Werte hätten die defensiven übertroffen und Aktien mit hohen Short-Quoten hätten solche übertroffen, die geringere Short Quoten aufgewiesen hätten.

Diese Schritte seien durch die Vorfreude um die Wiederbelebung der Volkswirtschaften und die erneute Risikofreudigkeit angetrieben worden. Eine solche relative Veränderung könnte jedoch von kurzer Dauer sein, da sie keine Korrelationen zu Entwicklungen auf der Makroebene aufweise - das Wachstum sei nach wie vor gering und die Qualität in einem fragilen Markt weiterhin notwendig. Sowohl höhere Anleiherenditen als auch verbesserte PMIs könnten erforderlich sein, um die zyklische Rotation aufrechtzuerhalten.

Trotz der jüngsten Rotation seien die Investoren weiterhin vorsichtig (wie die Ströme und Stimmungsindikatoren zeigen würden). Bei State Street Global Advisors bleiben wir hinsichtlich der Dauer der wirtschaftlichen Erholung und hoher Gewinnmultiplikatoren daher wachsam, so die Experten von State Street Global Advisors. Es könnte viele Enttäuschungen bei Unternehmen auf deren Weg zur Erholung geben, die Risiken seien weiterhin unverkennbar.

Aus diesen Gründen würden die Experten von State Street Global Advisors nach wie vor daran glauben, einen relativ defensiven Ansatz zu verfolgen und sich auf Sektoren zu konzentrieren, die die Turbulenzen der Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und des wirtschaftlichen Wandels überstehen könnten.

Der Markt habe sich über seinen totalen Fokus auf COVID-19, bei dem Liquidität und Überleben der Unternehmen wesentliche Elemente gewesen seien, hinausbewegt und befasse sich nun mit politischen Risiken und längerfristigen Themen. Die Experten von State Street Global Advisors würden glauben, dass das Gesundheitswesen und der Technologiesektor besonders gut für langfristige Trends positioniert seien, unabhängig vom Stand der wirtschaftlichen Erholung.

Die ETFs im Gesundheits- und Technologiebereich hätten in den letzten drei Monaten die Zuflüsse bei Sektor-ETFs kontinuierlich dominiert. Beide Sektoren hätten in einem einkommensschwachen Umfeld Qualitätsmerkmale und, was besonders wichtig sei, starke Cashflows und Dividenden geboten. Nach der Ergebnissaison des ersten Quartals seien die Gewinnprognosen gesenkt worden, wenn auch nicht so stark wie in anderen Sektoren. Außerdem lägen die Wachstumsraten in diesem Jahr weiterhin deutlich über dem Durchschnitt. Mit Blick auf die Zukunft seien die Unternehmen in diesen Sektoren, insbesondere bei Biotechnologie und Software, für zukünftige Trends besonders anfällig.

Es werde viel über den gesellschaftlichen Wandel und die "neue Normalität" nach der COVID-19-Krise geschrieben. Das Thema technologische Innovation wird bei der Art und Weise, wie wir Informationen rezipieren, uns an neue Arbeitsbedingungen anpassen und alltägliche Aufgaben erledigen, an vorderster Front stehen, so die Experten von State Street Global Advisors. Beispielsweise würden digitale Zahlungen wahrscheinlich zum Standard für Einzelhändler werden, während Videospiele, Streaming-Netzwerke, virtuelle Realität und soziale Medien in Zukunft weniger zu Luxusausgaben gehören würden und von vielen Menschen eher als Standard betrachtet würden.

Fern-Zugang (Remote Access), Cloud-Storage und internetbasierte Lösungen seien vor COVID-19 starke Trends gewesen. Während der Pandemie habe die Nutzung dieser Dienste noch einmal erheblich zugenommen. Der sprunghafte Anstieg bei der Nachfrage nach Anwendungs-, Infrastruktur- und Cybersicherheitssoftware zur Unterstützung und zum Schutz von IT-Plattformen werde wahrscheinlich nicht so schnell nachlassen. Anleger könnten auf diese Trends zugreifen, indem sie in den gesamten Technologiesektor investieren würden.

Im Zuge der Pandemie würden die Experten von State Street Global Advisors damit rechnen, eine gesteigerte Nachfrage nach fortschrittlicher Medizin, verbesserten strukturellen Prozessen der Gesundheitsversorgung und Fernzugriffsmöglichkeiten zu sehen, um die persönlichen Kontakte zu verringern. Darüber hinaus könnten die alternde Bevölkerung, der Bedarf an Krebsbehandlungen und Gentherapien sowie neue Technologien zur Verbesserung der Effizienz der Gesundheitssysteme als zusätzlicher Rückenwind wirken.

Die Biotechnologie sei ein großer Lichtblick innerhalb des Gesundheitssektors, da diese die Suche nach einer COVID-19-Behandlung vorantreibe. Die Pharmakonzerne würden über große Geschäftsbereiche für Impfstoffe und Testmöglichkeiten verfügen, die ebenfalls ausgebaut worden seien. Es sei schwer vorherzusagen, welche Firma die erste wirksame COVID-19-Therapie herstellen könnte. Daher sei es ein pragmatischer Ansatz, einen Korb globaler Gesundheitsunternehmensanleihen über einen Sektor-ETF zu kaufen.

SPDR biete eine Reihe von ETFs an, über die Anleger die oben beschriebenen Themen spielen könnten:

SPDR S&P U.S. Health Care Select Sector UCITS ETF

SPDR MSCI Europe Heath Care UCITS ETF (ISIN IE00BKWQ0H23 / WKN A1191S)

SPDR MSCI World Heath Care UCITS ETF (ISIN IE00BYTRRB94 / WKN
A2AE58)

SPDR S&P U.S. Technology Select Sector UCITS ETF

SPDR MSCI Europe Technology UCITS ETF (ISIN IE00BKWQ0K51 / WKN A1191U)

SPDR MSCI World Technology UCITS ETF (ISIN IE00BYTRRD19 / WKN A2AE57) (Ausgabe vom 09.06.2020) (10.06.2020/fc/a/e)





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