SPDR-ETFs: Nach der US-Präsidentschaftswahl - Positionierung für Aufschwung von US-Aktien


04.11.20 13:30
State Street Global Advisors

Boston (www.fondscheck.de) - Auch wenn der Grad der Unsicherheit im Zusammenhang mit den US-Präsidentschaftswahlen in den letzten Wochen zurückgegangen sein mag, gibt es immer noch viele Investoren, die es angesichts des Aufruhrs bei der Wahl 2016 vorgezogen haben, den Wahlkampf auszusitzen, so die Experten von State Street Global Advisors in ihrem aktuellen "SPDR Strategie Espresso".

Die Geschichte lehre, dass die US-Aktien im Durchschnitt im Monat nach der Wahl steigen würden, auch wenn die Höhe des Anstiegs unterschiedlich gewesen sei. Unter der Annahme eines unangefochtenen Wahlergebnisses und damit politischer Gewissheit sollten Anleger darauf achten, dass ihre US-Aktienbestände mindestens die erforderliche Gewichtung hätten, zumal jede Ankündigung eines erfolgreichen Impfstoffs oder eines neuen Konjunkturpakets zu einem starken Aufschwung an den Märkten führen könnte.

Die Experten von State Street Global Advisors würden glauben, dass US-Aktien (im Vergleich zu anderen Regionen) in naher Zukunft weiterhin den sichersten Hafen bieten würden. US-Aktien würden durch die Ausrichtung auf die Unternehmensqualität, insbesondere die Bilanzstärke, unterstützt, was nach Meinung der Experten im schwierigeren wirtschaftlichen Umfeld hilfreich sei. Auch der riesige Binnenmarkt und die diversifizierte Wirtschaft des Landes sowie die Zusammensetzung seiner Unternehmensstruktur würden wichtige defensive Vorteile bieten.

Die Beschäftigung in den USA habe sich weiter erholt, während die Verbraucher widerstandsfähig bleiben würden, wie der starke Verbrauchervertrauensindex und die positiven Einzelhandelsumsätze belegen würden. Die Geldpolitik bleibe entgegenkommend und obwohl zusätzliche fiskalische Anreize bisher enttäuschend gewesen seien, bestehe weiterhin Optimismus, dass nach den Wahlen ein Paket vereinbart werden könne. Außerhalb der USA sei das Bild etwas uneinheitlicher.

Längerfristig sähen die US-Aktien weiterhin wie eine relativ attraktive Anlageklasse aus. Während der COVID-19-Krise hätten sich strukturelle, technologische Trends verstärkt, von denen viele Branchen profitieren könnten. Es gebe aktuell eine angemessene Konjunkturschwäche in der Wirtschaft, was bedeute, dass der Aufschwung in den nächsten Jahren schneller laufen könnte, als normalerweise zu erwarten wäre. Darüber hinaus bestehe für Unternehmen die Möglichkeit, ihre Effizienz durch eine stärkere Abhängigkeit von der Technologie zu steigern.

Aus einer Bewertungsperspektive würden historisch niedrige Anleiherenditen ein Polster gegen erhöhte Unsicherheit bieten und Unternehmen einen leichteren Zugang zu Finanzierungen ermöglichen.

SPDR verfüge über eine breite Palette von Fonds, die ein Engagement in US-Aktien ermöglichen würden. Eine Auswahl könne aus den unterschiedlichsten Faktoren wie Size (Größe), Faktor, ESG und Sektoren getätigt werden. Hier würden die Experten von State Street Global Advisors einige der Optionen vorstellen:

Der S&P 500 habe sich von den Tiefstständen im März kräftig erholt, aber die Stärke der Unternehmen, unterstützt durch die bereits erwähnten Faktoren, dürfte zu weiteren Kursgewinnen beitragen. Kurzfristig bevorzuge State Street Global Advisors Large-Cap-Aktien gegenüber Small-Cap-Aktien, da deren Qualitätsverzerrung und Performance durch die hohe Gewichtung von Technologieunternehmen begünstigt werde. Strukturelle Wachstumstrends, die von allen FAANGs bewertet würden, einschließlich derjenigen im Technologiebereich, sollten weiterhin die Ertrags- und Umsatzerwartungen vorantreiben, wobei die Dynamik und die makroökonomischen Faktoren dazu beitragen sollten, etwaige Bedenken hinsichtlich der Bewertungen auszugleichen.

Der US-Index für mittelgroße Unternehmen, S&P 400, weise ein viel größeres zyklisches Engagement auf als der S&P 500. Ein Beispiel dafür sei die 18-prozentig Gewichtung von Industrieunternehmen, in denen Ingenieure und Maschinenhersteller vertreten seien, die eine höhere Nachfrage nach jedem Steuerpaket für die physische Infrastruktur befriedigen könnten. Laut State Street Global Advisors könnten Mid-Cap-Aktien den Sweet Spot im Markt mit höherem Gewinnwachstum besetzen, obwohl sie mit einer höheren Volatilität einhergehen würden (wenn auch nicht so hoch wie bei Small Caps).

Auf kurze Sicht habe eine Verbesserung der relativen Gesundheit der Bilanzen von Small-Cap-Unternehmen, wenn man die Betriebserträge im Vergleich zum freien Cash-Flow betrachte, dazu beigetragen, dass der Russell 2000 attraktiver aussehe als zu Beginn der COVID-19-Krise. Mit Blick auf drei bis fünf Jahre würden die Experten von State Street Global Advisors für Small Caps höhere Renditen als für Large oder Mid Caps prognostizieren (6,1% gegenüber 5,6% für US Large Caps und 5,8% für Mid Caps); allerdings würden die Experten eine höhere Standardabweichung der Renditen erwarten.

Sektoren sind oft eine unserer bevorzugten Anlagelösungen, und dies vor allem dann, wenn die durch die sektorinterne Streuung bedingte Volatilität hoch ist, so die Experten von State Street Global Advisors.

Jedes Wahlszenario habe unterschiedliche Auswirkungen auf jeden Sektor. Einige dieser Implikationen könnten durchaus schon vor der Bekanntgabe des Wahlergebnisses eingepreist werden, aber das Tempo der neuen Gesetzgebung werde möglicherweise nicht den normalen Weg einschlagen, da es wichtig sei, zuerst die gesundheitlichen und damit verbundenen wirtschaftlichen Probleme anzugehen. Es wird Gelegenheiten für Überreaktionen geben, die wir nicht vorhersehen können, so die Experten von State Street Global Advisors.

Im Q4 Sector Compass berücksichtigen unsere "Sector Picks" nicht nur die möglichen Auswirkungen der Wahl, sondern auch die Reaktion auf andere Wachstumstreiber im Markt und die mögliche Vermeidung bestimmter Risiken, so die Experten von State Street Global Advisors. Die Sektoren, die wir in Betracht gezogen haben, waren Versorgungsunternehmen mit ihren potenziellen Vorteilen durch erneuerbare Energien, das Gesundheitswesen angesichts der Nachfrage nach COVID-19-Behandlungen und der Technologie-Sektor angesichts seiner Bedeutung für die Erleichterung unseres Arbeits- und Soziallebens im aktuellen Umfeld, so die Experten von State Street Global Advisors.

Wie man diese Themen spiele: SPDR biete eine Reihe von ETFs an, die Anlegern den Zugang zu Engagements ermöglichen würden, die ihnen bei der Positionierung im Hinblick auf die US-Präsidentschaftswahlen helfen könnten:

- SPDR S&P 500 UCITS ETF (SPY5) (ISIN IE00B6YX5C33 / WKN A1JULM)
- SPDR S&P 400 Mid Cap UCITS ETF (SPY4) (ISIN IE00B4YBJ215 / WKN A1JSHV)
- SPDR Russell 2000 US Small Cap UCITS ETF (R2US) (ISIN IE00BJ38QD84 / WKN A1XFN1)
- SPDR S&P U.S. Utilities Select Sector UCITS ETF (ZPDU) (ISIN IE00BWBXMB69 / WKN A14QB6)
- SPDR S&P U.S. Health Care Select Sector UCITS ETF (ZPDH) (ISIN IE00BWBXM617 / WKN A14QB2)
- SPDR S&P U.S. Technology Select Sector UCITS ETF (ZPDT) (ISIN IE00BWBXM948 / WKN A14QB5) (04.11.2020/fc/a/e)






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
304,54 € 302,96 € 1,58 € +0,52% 04.12./17:30
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
IE00B6YX5C33 A1JULM 311,84 € 203,04 €
Werte im Artikel
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