SPDR ESG Screened UCITS-ETFs: COVID-19 unterstreicht die Bedeutung von ESG


13.05.20 11:13
State Street Global Advisors

Boston (www.fondscheck.de) - Zwar gehören ESG-Investitionen noch nicht zum Mainstream, jedoch ist das Interesse an nachhaltigen Anlagen während der Coronakrise gestiegen, so die Experten von State Street Global Advisors in ihrem aktuellen "SPDR Strategie Espresso".

Erste bekannte ESG-Indices hätten in diesem Jahr ihre Mutterindices bis jetzt sogar übertroffen. Für interessierte Anleger empfehle sich vor allem ein geradliniger Ansatz.

Zu Beginn des Jahres 2020 sei der Optimismus an der ESG-Front groß gewesen. Wir freuten uns auf das Zustandekommen des Pariser Abkommens, Fortschritte auf dem Weg zum Europäischen Grünen Deal (was Ursula von der Leyen als Europas "Mann auf dem Mond-Moment" bezeichnete), die Einführung eines EU-Systems zur Klassifizierung der Nachhaltigkeit oder einer "grünen Taxonomie" und die Einführung neuer Klima-Benchmarks, so die Experten von State Street Global Advisors. Während einige Aktionen aus aktuellem Anlass verzögert worden seien, wie zum Beispiel die Verschiebung der COP26 in Glasgow, sei ESG während der COVID-19-Krise für viele Investoren im Mittelpunkt des Interesses geblieben.

Im ersten Quartal dieses Jahres hätten die in Europa domizilierten ESG-ETFs Nettozuflüsse von 6,8 Mrd. USD verzeichnet, wodurch sich das Gesamtvolumen auf 35,3 Mrd. USD1 erhöht habe. Bemerkenswert sei dabei, dass die Zuflüsse in den letzten Monaten konstant geblieben seien, auch wenn die Ströme in Aktien-ETFs im März negativ geworden seien. Und dies auf der Grundlage von Rekordzuflüssen in diesem kostbaren Jahr.

Es liege auf der Hand, dass ESG-Investitionen in absoluten Zahlen immer noch nicht zum Mainstream gehören würden, und das fördere die Dynamik. Die Anleger befänden sich immer noch in einer Übergangsphase: Sie würden Nachhaltigkeit zum integralen Bestandteil der Portfoliokonstruktion und des Risikomanagements machen - gleichzeitig würden sie Investitionen, die ein hohes nachhaltigkeitsbezogenes Risiko darstellen würden, aufgeben und sich in die wachsende Palette der verfügbaren ESG-ETFs einkaufen. Bislang habe die Wirtschafts- und Gesundheitskrise im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie diesen Trend verstärkt und frühere Kritiker, die gemeint hätten, ESG würde schwierige Märkte nicht überleben, verstummen lassen.

Es werde seit langem diskutiert, wie gut ESG-Fonds im Vergleich zu traditionellen Fonds bei Marktverkäufen abschneiden würden. Es habe nur wenige Gelegenheiten gegeben, diese Debatte beizulegen, da das Wachstum der ESG-Investitionen in den letzten Jahren vor einem relativ günstigen Marktumfeld stattgefunden habe.

Bis jetzt. Die bekanntesten ESG-Indices der wichtigsten Anbieter, darunter MSCI, S&P und STOXX, hätten in diesem Jahr ihre Mutterindices bisher übertroffen. Dies gehe aus einer Studie von Morningstar hervor, in der festgestellt worden sei, dass nachhaltige und ESG-Aktienindices in den Kategorien Global, Europa und US Large-Cap-Indices besser abgeschnitten hätten als herkömmliche Indices. Die Gründe für die relative Performance würden von der Methodik des jeweiligen Index abhängen, könnten aber ein Ergebnis des Ausschlusses einiger Luft- und Raumfahrtunternehmen, ein geringeres Engagement im Energiesektor oder die Übergewichtung von Unternehmen mit Qualitätskriterien (wie z.B. stärkere Bilanzen) sein, die nach ESG-Kriterien oft am höchsten rangieren würden.

Der soziale Teil der ESG-Analyse sei oft als eher vage und weniger bedeutsam als andere Faktoren empfunden worden. Allerdings seien soziale Erwägungen in dieser Krise von großer Bedeutung, mit Faktoren wie Zugänglichkeit und Erschwinglichkeit der Gesundheitsversorgung (einschließlich der Arzneimittelpreise), Finanzdienstleistungen, Versorgungseinrichtungen, Bildung und Telekommunikation.

Ganz oben auf der Tagesordnung stehe auch die Fähigkeit eines Unternehmens, ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen und zu erhalten.

Das Engagement der Vermögensverwalter sei wichtig. Bei State Street Global Advisors ermutigen wir als Aktionäre die Unternehmen, keine unangemessenen Risiken einzugehen, die kurzfristig vorteilhaft sind, aber der längerfristigen finanziellen Stabilität und der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells schaden, so die Experten von State Street Global Advisors. Kommunikation gehöre für die Unternehmensleitung stets zu den obersten Prioritäten der Experten von State Street Global Advisors. Jetzt sollten die Aktionäre eine Kommunikation über die kurz- und mittelfristigen potenziellen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Geschäft, den Gesamtbetrieb und die Lieferketten erwarten, einschließlich der Vorbereitung des Managements und der Planung und Analyse von Szenarien. Im Weiteren gelte es zu ermitteln, wie sich diese Krise auf die Herangehensweise eines Unternehmens an wesentliche ESG-Themen als Teil seiner langfristigen Geschäftsstrategie auswirken oder diese beeinflussen könnte.

Die Vermögensverwaltung spiele eine zentrale Rolle im Finanzsystem, angesichts der riesigen verwalteten Portfolios der Branche, der Interaktionen mit Unternehmen und der Macht bei der Gestaltung der Regierungspolitik als Schlüsselsektor der Wirtschaft. State Street Global Advisors setze seine Stimme in weitreichenden Stewardship-Aktivitäten ein und habe eine große Anzahl von ESG-Lösungen entwickelt.

Für Anleger, die zum ersten Mal in eine ESG-Strategie investieren möchten, um ihr Engagement für diese Entwicklung zu zeigen, biete SPDR einen geradlinigen Ansatz. Die Experten von State Street Global Advisors würden über zwei ETFs verfügen, die ein breites Engagement in wichtigen Indices bieten würden, S&P 500 und STOXX 600, mit den beliebtesten Ausschlüssen: SPDR STOXX Europe 600 ESG Screened UCITS-ETF und SPDR S&P 500 ESG Screened UCITS ETF. Diese ETFs würden mit einer transparenten Methodik und einer "Fast Exit"-Funktion verwaltet, um schnell auf aufbrechende ESG-Kontroversen reagieren zu können.

Die Ausschlusskriterien würden darauf abzielen, die Exposition gegenüber umstrittenen Waffen und zivilen Schusswaffen, Tabak und Thermalkohle sowie Unternehmen, die die zehn Prinzipien des UN Global Compact nicht einhalten würden, auszuschließen. Ziel sei es, bestimmte größere ESG-Risiken auszuschließen, ohne zu weit vom Markt abzuweichen. Die Methodik habe zu einem geringen Tracking Error und ähnlichen Leistungsmerkmalen wie die Mutterindices geführt. Trotz der relativen Einfachheit dieser ESG-Ausschlussindices hätten sie auch ihre Mutter-Benchmarks im bisherigen Jahresverlauf übertroffen. (13.05.2020/fc/a/e)





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