SPDR Bloomberg SASB U.S. Corporate ESG UCITS ETF: IG-Anleihen dürften für festverzinsliche Portfolios wichtig bleiben


16.02.21 13:28
State Street Global Advisors

Boston (www.fondscheck.de) - Investment-Grade-Anleihen (IG) sind zwar nicht so defensiv wie Treasuries, sie befinden sich aber in einer besseren Position als Nicht-IG-Papiere, wenn die Pandemie weitere Überraschungen bereithält, so die Experten von State Street Global Advisors in ihrem aktuellen "SPDR Strategie Espresso".

Daher würden die Experten von State Street Global Advisors davon ausgehen, dass IG-Anleihen für festverzinsliche Portfolios wichtig bleiben würden, und die jüngsten Tendenzen bei den Mittelzuflüssen würden darauf hindeuten, dass Anleger auch ein ESG-Overlay zu ihrem IG-Anleihenengagement hinzufügen möchten.

Ähnlich wie ein alternder Sportstar, der auf die Ersatzbank verbannt wird, scheinen IG-Anleihen, der Liebling der Anleger im Jahr 2020, ins Abseits geraten zu sein, da die Marktteilnehmer nach risikoreicheren Geschäften suchen, so die Experten von State Street Global Advisors. Dies mache aus einer Timing-Perspektive Sinn, da das 1. Quartal die Zeit sei, um Risiken einzugehen, und auch das wirtschaftliche Umfeld unterstütze einen solchen Ansatz.

Die US-Wirtschaft halte sich gut: Das BIP für das vierte Quartal 2020 habe bei 4 Prozent gelegen (mit dem Potenzial, nach oben revidiert zu werden) und der Composite ISM deute auf eine Wiederbelebung der US-Wirtschaft im Januar hin. Die schwachen Beschäftigungszahlen hätten dazu geführt, dass die neu an der Macht befindlichen Demokraten auf ein umfangreiches Ausgabenpaket gedrängt hätten - ein echter Konjunkturanreger. Der wirtschaftliche Hintergrund scheine also sicherlich Vermögenswerte wie Hochzinsanleihen und Wandelanleihen zu begünstigen.

Davon abgesehen würden IG-Anleihen ein wesentlicher Bestandteil jedes festverzinslichen Portfolios bleiben. Das Umfeld mit höherem Wachstum, höherer Inflation und höheren Ausgaben sei eindeutig schlecht für Staatsanleihen und habe die Kurve der US-Staatsanleihen steiler werden lassen, trotz der laufenden FED-Käufe. Es sei weit weniger schädlich für IG-Anleihen, wo ein stärkeres Wachstum zur Stärkung der Unternehmensbilanzen beitragen sollte.

Eine wichtige Frage sei, inwieweit es zu einer Spread-Kompression kommen könne, um einen weiteren Anstieg der US-Treasury-Renditen auszugleichen. In Bezug auf die optionsbereinigten Spreads (OAS) im Vergleich zur Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen für jedes Jahr seit 2010 seien die Spreads zwar eng, hätten sich aber in der Vergangenheit verengt. Dies sei typischerweise bei höheren Renditeniveaus der 10-jährigen Anleihen der Fall und es sehe so aus, als ob die Spreads enger würden, wenn das Wachstum an Fahrt gewinne und weitere Shutdowns unwahrscheinlicher würden, da sie durch höhere Treasury-Renditen und Verbesserungen der Anleihequalität unter Druck geraten würden.

Dieser zusätzliche Renditeanstieg gegenüber US-Treasuries sei ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Der jüngste Ausverkauf bei US-Treasuries habe die Renditen des Bloomberg Barclays Corporate Bond Index auf fast 1,9 Prozent steigen lassen. Dies liege über der Rendite des Bloomberg Barclays US Treasury: Long Index, der sich auf das 10+ jährige Segment der Treasury-Kurve konzentriere. Dieser Index mit langer Laufzeit habe eine Duration von fast 19 Jahren, was ihn mehr als doppelt so empfindlich gegenüber einem Anstieg der zugrunde liegenden Renditen mache.

Die zusätzliche Rendite biete IG-Anlegern auch einen Schutz. Der Bloomberg Barclays All Treasury Index habe eine Rendite auf den schlechtesten Wert von 67 Basispunkten und eine Duration von fast 6,9 Jahren, was bedeute, dass ein bescheidener Anstieg der Renditen um 10 Basispunkte die Renditen aus dem Kupon neutralisieren würde. Für eine US IG Unternehmensstrategie sei der erforderliche Renditeanstieg mehr als doppelt so hoch.

Schließlich habe die FED zwar ihre Käufe von Anleihen gestoppt, aber es werde angenommen, dass sie den SMCCF wieder öffnen würde, wenn sich die Liquiditätsbedingungen am Markt wieder verschlechtern würden. Obwohl IG-Anleihen also nicht so defensiv wie Treasuries seien, befänden sie sich in einer besseren Position als Non-IG-Papiere, falls die Pandemie weitere Überraschungen bereithalte.

Während man erwarte, dass IG-Strategien ein wichtiger Bestandteil von Fixed-Income-Portfolios bleiben würden, gebe es Verschiebungen bei der Art der Strategien, die Anleger einsetzen könnten. Bei IG-Unternehmensanleihen habe sich der Wandel in Richtung ESG vollzogen.

Im europäischen IG-Anleihemarkt habe es eine klare Rotation weg von konventionellen Strategien und hin zu ESG gegeben. Die Verschiebung sei im USD-Markt weniger offensichtlich, werde aber wahrscheinlich an Fahrt gewinnen, wenn die Biden-Administration beginne, die ESG-Agenda voranzutreiben. Strengere Klimabestimmungen und Forderungen nach ESG-Offenlegungen sollten sich als Weckruf für diejenigen erweisen, die immer noch daran zweifeln würden, dass ESG eine zunehmende Rolle in Anlagestrategien spielen werde.

Der Bloomberg SASB US Corporate ex Controversies Select Index erleichtere die Rotation weg von konventionellen Strategien und hin zu ESG. Der Index sei mit dem doppelten Ziel optimiert worden, eine Allokation in erstklassige ESG-Emittenten vorzunehmen und gleichzeitig einen Index zu erstellen, der ähnliche Eigenschaften wie sein Mutterindex, der Bloomberg Barclays US Corporate Index, aufweise. Der Best-in-Class-Ansatz bei der Anleihen-Auswahl habe dazu beigetragen, dass dieser ESG-Index seinen Mutterindex im Jahr 2020 um mehr als 80 Basispunkte übertroffen habe. Ein geringeres Engagement in Sektoren wie Transport und Energie habe ebenfalls dazu beigetragen, die Volatilität zu reduzieren.

Anleger, die Zugang zu US-Unternehmensanleihen mit einem Fokus auf ESG suchen würden, könnten dies über einen SPDR ETF, z.B. den SPDR Bloomberg SASB U.S. Corporate ESG UCITS ETF (ISIN IE00BLF7VX27 / WKN A2QB0R), tun. (16.02.2021/fc/a/e)





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