SPDR Bloomberg Barclays Euro High Yield Bond UCITS ETF: Euro High Yield widerstandsfähig gegen die Pandemie-Folgen


09.02.21 14:32
State Street Global Advisors

Boston (www.fondscheck.de) - Hochzinsemittenten sind in der Regel stärker vom wirtschaftlichen Wachstum abhängig, sodass ein Reflationsszenario die Anlageklasse relativ attraktiv macht, so die Experten von State Street Global Advisors in ihrem aktuellen "SPDR Strategie Espresso".

Und obwohl das Ausfallrisiko weiterhin größere Sorgen bereite, sollten staatliche Unterstützungsprogramme und günstige Finanzierungsbedingungen helfen. Schließlich seien Hochzinsanleihen in diesem Jahr für Investoren auf der Suche nach Rendite im Vergleich zu Staatsanleihen und Investment-Grade-Anleihen günstig.

Die Märkte seien im Jahr 2021 bisher volatil gewesen. Die Aktien seien zunächst auf neue Höchststände gestiegen, bevor ihnen der Höhenflug vergangen sei und sie diese Gewinne wieder eingebüßt hätten. Die schleichenden Betriebsschließungen infolge der steigenden COVID-19-Infektionen hätten für ein schwaches Wirtschaftswachstum zu Beginn des Jahres gesorgt. Es sei nicht ganz das Sprungbrett, das der Markt erwartet habe. Darüber hinaus habe die Marktvolatilität, größtenteils eine Folge der GameStop-Kausa, einige Marktteilnehmer möglicherweise dazu veranlasst, ihr Risikoengagement zu reduzieren.

Die Orthodoxie, dass 2021 das Jahr des Aufschwungs sein werde, werde wahrscheinlich weiterhin infrage gestellt werden, aber die größere Kraft wirke zur Unterstützung der Wirtschaft. Das Wachstum dürfte durch die niedrigen Notenbankzinsen und die anhaltenden Ankäufe von Vermögenswerten weiterhin gut gestützt werden. Hinzu kämen umfangreiche Fiskalpakete, die sich erst noch in der Gesamtnachfrage niederschlagen müssten. Darüber hinaus sollte die Einführung von Impfstoffen eine gewisse Wiederbelebung der Wirtschaft ermöglichen, was wiederum eine aufgestaute Verbrauchernachfrage freisetzen würde. Auch wenn die Wachstumsprognosen vom November 2020 jetzt optimistisch erscheinen mögen, bleibt eine deutliche wirtschaftliche Erholung im Jahr 2021 das wahrscheinlichste Szenario, so die Experten von State Street Global Advisors.

In diesem Zusammenhang würden die Experten von State Street Global Advisors aus drei Gründen weiterhin europäische Hochzinsanleihen favorisieren:

1. Hochzinsemittenten seien in der Regel stärker vom Wachstum abhängig, sodass dieses Reflationsszenario die Anlageklasse relativ attraktiv mache. Bemerkenswert sei, dass sich Euro-Hochzinsanleihen während der Risikoschwankungen im Januar tatsächlich bemerkenswert gut gehalten hätten. In diesem Zeitraum habe es nur einen Tag gegeben, an dem sich der optionsbereinigte Spread auf den Bloomberg Barclays Liquidity Screened Euro High Yield Index trotz der starken Rückgänge an den Aktienmärkten weiter als Ende 2020 bewegt habe. Dies deute auf einen zugrunde liegenden Appetit hin, die Anlageklasse bei jeder Preisschwäche zu kaufen. Diese Strategie könnte den Anlegern in der zweiten Jahreshälfte 2020 gute Dienste geleistet haben, als sich Spread-Ausweitungen aufgrund von Konjunktursorgen in der Regel als kurzlebig erwiesen hätten.

2. Das Ausfallrisiko bleibe die große Angst der High Yield Anleger. Ein langsamer Start ins Jahr 2021 erhöhe vermutlich diese Risiken, aber es gebe mehrere Gründe, warum dies kein normaler Kreditzyklus sei. Die Ausweitung staatlicher Unterstützungsprogramme, um Unternehmen durch die Krise zu helfen, in Verbindung mit günstigen Finanzierungsbedingungen habe das Überleben der Unternehmen gestärkt. Bemerkenswert sei, dass sich das Tempo der Rating-Herabstufungen deutlich verlangsamt habe: Moody's habe im Januar 2021 15 europäische Emittenten ohne Investment-Grade-Rating herabgestuft, während es im zweiten Quartal 2020 noch durchschnittlich mehr als 90 pro Monat gewesen seien. Auch der Bruttoabsatz dürfte geringer ausfallen als 2020, was zu einer günstigeren Dynamik zwischen Angebot und Nachfrage führe.

3. Anleger würden 2021 wahrscheinlich nach renditeträchtigen Anlagen greifen. Die Renditen von Staatsanleihen seien im Euroraum negativ und würden nur wenig Potenzial für Kapitalgewinne bieten. Die Renditen von Investment-Grade-Anleihen seien ebenfalls niedrig, wobei die Spreads in der Nähe ihres engsten Niveaus der letzten zwei Jahre lägen. Hochzinsanleihen würden nicht nur Rendite, sondern auch ein geringes Durationsrisiko im Vergleich zu Staatsanleihen bieten. Der Bloomberg Barclays Liquidity Screened Euro High Yield Index biete eine Rendite von etwa 2,5% bei einer Duration von 3,25 Jahren gegenüber dem Bloomberg Barclays Euro-Aggregate Treasury Index mit einer Rendite von -15 Bp aber einer Duration von über 8,8 Jahren.

Am 3. Februar 2021 habe der SPDR® Bloomberg Barclays Euro High Yield Bond UCITS ETF (ISIN IE00B6YX5M31 / WKN A1JKSU) sein neunjähriges Bestehen gefeiert. Seit seiner Auflegung habe der ETF eine annualisierte Rendite von fast 5,5 Prozent erwirtschaftet. Der Fonds habe in letzter Zeit weiter an Vermögenswerten zugelegt, mit Zuflüssen von rund 100 Millionen USD im bisherigen Jahresverlauf, wodurch die AuM auf über 1,1 Milliarden USD gestiegen seien. Die größere Dimension in Verbindung mit reger Sekundärmarktaktivität habe dazu geführt, dass die durchschnittliche Geld-Brief-Spanne des ETFs über fünf Tage auf nur 11 Basispunkte gesunken sei. Angesichts des konstruktiven Hintergrunds für Risikoanlagen und der anhaltenden Suche der Anleger nach Rendite würden die Experten von State Street Global Advisors erwarten, dass der SPDR® Bloomberg Barclays Euro High Yield Bond UCITS ETF ein wichtiger Baustein in den Anlegerportfolios bleiben werde, der die Gesamtrendite erhöhe und dazu beitrage, das Durationsrisiko zu begrenzen. (09.02.2021/fc/a/e)





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