SPDR Bloomberg Barclays 0-3 Year U.S. Corporate Bond UCITS ETF: Die FED setzt auf ETFs


19.05.20 15:41
State Street Global Advisors

Boston (www.fondscheck.de) - In dem Strategy Espresso dieser Woche überprüfen wir, was die FED in ihrer jüngsten Erklärung zum Kauf vorschlägt und wo Anleger innerhalb des Universums der Unternehmensanleihen Gelegenheiten finden können, so die Experten von State Street Global Advisors.

In der vergangenen Woche habe die US-Notenbank (FED) mit dem Kauf von US-Unternehmensanleihen ETFs begonnen. Gegenwärtig sei nur wenig darüber bekannt, was bereits erworben worden sei oder was auf der Liste für potenzielle Käufe stehe. Die FED habe sich vage geäußert und vorgeschlagen, dass ihre Secondary Market Corporate Credit Facility (SMCCF) "in den USA notierte ETFs kaufen könnte, deren Anlageziel darin besteht, ein breites Exposure für US-Unternehmensanleihen auf dem Markt zu ermöglichen". In der Marktmitteilung heiße es weiter, dass der überwiegende Teil der Bestände in Investment-Grade (IG) ETFs und der Rest in Hochzinsanleihen investiert werden solle.

Es sei anzunehmen, dass die FED dabei ähnliche Richtlinien befolgen werde wie bei den Käufen von Unternehmensanleihen, nämlich dass sie nur Anleihen mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren aufkaufen werde. Infolgedessen würden die Experten das kurze Ende der IG-Kreditkurve nach wie vor als den Sweet Spot für Anleger betrachten, zum einen weil FED-Käufe Schutz bieten würden, zum anderen auch weil das Laufzeitrisiko gering sei.

Gleichzeitig sei der Renditeaufschwung gegenüber Staatsanleihen mit rund 150 Basispunkten für den Bloomberg Barclays 0-3 Year US Corporate Index besonders attraktiv. Da der Vorsitzende der US-Notenbank, Powell, wenig Lust habe, den Leitzinssatz in den negativen Bereich zu verschieben, werde es für Staatsanleihen schwer sein, stark positive Renditen zu erzielen; daher sei eine Strategie zur Ausnutzung der höheren Unternehmensrenditen sinnvoll.

Nach Erachtens der Experten gebe es auch Gründe, bei IG-Anleihen, die über 5 Jahre hinaus gehen würden, investiert zu sein. Der Investment-Case basiere auf den folgenden Punkten:

- Die FED räume ein, dass es nicht immer möglich sei, den gleichen restriktiven Weg wie bei Krediten zu beschreiten. Beim Kauf von ETFs gelte: "In einigen Fällen können die Bestände von ETFs zugrunde liegende Anleihen enthalten, die zum Zeitpunkt des Kaufs eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren haben."

- Eine ernstere Herausforderung könnte darin bestehen, einen angemessenen Wert für den Kauf von ETFs mit kurzer Laufzeit zu finden. Der Umfang der Käufe könnte beträchtlich sein, wobei die kombinierte Größe sowohl des Primär- als auch des Sekundärmarktes CCFs bis zu 750 Milliarden Dollar betragen könnte, sobald die Hebelwirkung berücksichtigt werde. Gleichzeitig habe sich die FED darauf beschränkt, nur bis zu 20% der ausstehenden Aktien eines jeweiligen ETFs zu kaufen.

Der Gesamtwert der in den USA notierten US-IG-Corporate-ETFs belaufe sich auf 153 Milliarden Dollar, was ein Kaufpotenzial von gerade einmal 30 Milliarden Dollar impliziere. Ein noch kleinerer Teil davon werde ausreichend laufzeitbeschränkt sein, um der FED zu entsprechen. Abgesehen von großen Konstruktionen werde es also schwierig sein, die Käufe ausschließlich auf ETFs mit kurzer Laufzeit zu konzentrieren. Da das Zeitfenster für Käufe nur bis zum 30. September 2020 offen sei, könnte dies die FED letztlich dazu veranlassen, einige der breiteren Indices zu kaufen.

- Investoren, die vom vorderen Ende verdrängt würden, würden sich wahrscheinlich entlang der Kurve ausbreiten. Die Kreditkurve sei relativ zur Treasury-Kurve steil, wobei die optionsbereinigten Spreads am langen Ende deutlich breiter seien.

Ein großer Teil der Steilheit hänge damit zusammen, dass die FED voraussichtlich keine lang laufenden Anleihen kaufen werde. Der Bloomberg Barclays 0-3 Year Index verzeichne die bisher stärksten Renditen im bisherigen Jahresverlauf, während der Index für 10+ Jahre als einziger im negativen Bereich liege.

Diese schlechte Performance habe am langen Ende einen gewissen Wert geschaffen. Der Bloomberg Barclays 10+ Year US Corporate Bond Index bewege sich mit einer Rendite von über 3,6 Prozent in Richtung der Renditen von Emerging-Market-Debt-Fonds. Der Spread der schlechtesten Renditen zwischen dem 10+ Jahre-Index und dem Bloomberg Barclays 1-10 Year US Corporate Bond Index sei nahezu auf dem höchsten Stand seit Ende 2017. Die Kurve sei also steil und könnte Käufer anziehen, die ihr Engagement in risikoreichen Anlagen wie Aktien, Hochzinsanleihen und Schwellenländer reduzieren möchten.

Die zitierte Performance stelle die vergangene Performance dar, was keine Garantie für zukünftige Ergebnisse sei. Anlagerendite und Kapitalwert würden schwanken, sodass Anleger beim Verkauf von Aktien einen Gewinn oder Verlust haben könnten. Die aktuelle Performance könne höher oder niedriger als die notierte sein. Alle Ergebnisse seien historisch und würden die Reinvestition von Dividenden und Kapitalgewinnen voraussetzen. Man könne www.ssga.com für die jüngste Monatsendentwicklung besuchen. Die Indexrenditen würden nicht verwaltet und würden nicht den Abzug von Gebühren oder Ausgaben widerspiegeln.

SPDR biete verschiedene ETFs an, wie z.B. den SPDR Bloomberg Barclays 0-3 Year U.S. Corporate Bond UCITS ETF oder den SPDR Bloomberg Barclays 10+ Year U.S. Corporate Bond UCITS ETF, über die Anleger Zugang zu diesen Themen hätten. Mehr über diese Fonds und die vollständige Performance-Historie könne man unter folgenden Links finden:

https://www.ssga.com/de/en_gb/institutional/etfs/funds/spdr-bloomberg-barclays-0-3-year-us-corporate-bond-ucits-etf-dist-sybf-gy

https://www.ssga.com/de/en_gb/institutional/etfs/funds/spdr-bloomberg-barclays-10-year-us-corporate-bond-ucits-etf-dist-sybn-gy (19.05.2020/fc/a/e)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
45,717 € 45,633 € 0,084 € +0,18% 04.06./15:30
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
IE00BC7GZX26 A1W3V2 47,37 € 42,71 €
Werte im Artikel
32,82 plus
+0,54%
45,72 plus
+0,18%