Nordea Global Social Empowerment Fund: Fünf Aktien als Musterbeispiele für Social Empowerment


20.07.21 10:31
Nordea Asset Management

Stockholm (www.fondscheck.de) - Das Thema ESG (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) gewinnt weltweit an Bedeutung, so die Experten von Nordea Asset Management.

Unter Anlegern, Politikern, Aufsichtsbehörden und Unternehmen setze sich die Einsicht durch, dass es höchste Zeit sei, zu handeln. In den vergangenen Jahren hätten dabei vor allem Umweltaspekte im Vordergrund gestanden. Thomas Sørensen und Olutajo Osunkunle, Portfoliomanager des Nordea 1 - Global Social Empowerment Fund, sind jedoch überzeugt, dass auch bedingt durch die Corona-Krise nun verstärkt die soziale Komponente in den Fokus rückt.

"Es ist eine natürliche Entwicklung, dass wir anfangen, die sozialen Herausforderungen, mit denen die Gesellschaft heute konfrontiert ist, umfassender zu betrachten und darüber nachzudenken, wie wir zur Entwicklung einer integrativen und grünen Wirtschaft beitragen können", erkläre Sørensen. Dabei gehe es unter anderem um die Frage, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter und andere an der Lieferkette beteiligte Menschen behandeln würden. "Das "S" in ESG sollte sich nicht darauf beschränken, den Schaden möglichst gering zu halten, sondern vielmehr darauf abzielen, die Gesellschaft zum Guten zu verändern, indem zum Beispiel der Zugang zum Arbeitsmarkt oder zum Gesundheitssystem verbessert wird", so Osunkunle.

"Beim Thema Umweltschutz hat sich bereits gezeigt, was mit der gezielten Allokation von Kapital erreicht werden kann", so Thomas Sørensen. "Wir sind deshalb fest davon überzeugt, dass innovative Ansätze im sozialen Bereich ein ebenso großes Potenzial haben." Der wirtschaftliche Aspekt sei dabei ein wichtiger Teil der Strategie. "Das Investment in Unternehmen, die Lösungen finden, funktioniert nur, wenn diese Lösungen auch wirtschaftlich sinnvoll sind. Sobald eine Lösung kosteneffektiv ist, wird die Übernahme zur Selbstverständlichkeit - was sowohl dem Planeten als auch dem Hersteller und damit auch dem Investor zugutekommt", so Sørensen.

Im Folgenden würden die beiden Portfoliomanager beispielhaft fünf Unternehmen nennen, die eine Vorreiterrolle beim Thema Social Empowerment einnehmen würden:

Bezahlbares Wohnen: LEG sei als Vermieter von Wohnungen zu fairen Mieten ausschließlich am deutschen Immobilienmarkt engagiert, der sich durch extrem hohe Nachfrage und ein viel zu knappes Angebot an erschwinglichem Wohnraum auszeichne. Das Unternehmen habe in diesem Marktsegment einen Anteil von 10 Prozent und verlange im Durchschnitt 30 Prozent niedrigere Mieten bei geringeren Mietpreissteigerungen. "Trotz der vergleichsweise niedrigen Renditen ist das Unternehmen als sehr solide einzustufen und glänzt mit einem attraktiven Risiko-Rendite-Profil", wisse Osunkunle.

Finanzielle Inklusion: Safaricom zähle als größter Telekommunikationsanbieter in Kenia zu den profitabelsten Unternehmen in Ost- und Zentralafrika. Da nur 12 Prozent der kenianischen Bevölkerung Zugang zu festem Breitbandinternet hätten, würden die meisten Kenianer ihr Smartphone nutzen, um online zu gehen. "Hinzu kommt, dass nicht einmal 40 Prozent der Einwohner Kenias über ein Bankkonto verfügen", habe Osunkunle gesagt. "Der von Safaricom entwickelte mobile Zahlungsdienst M-Pesa schafft hier Abhilfe und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur finanziellen Inklusion."

Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen: Die Plattform Ping An Good Doctor sei 2015 an den Start gegangen und sei schon jetzt mit 300 Millionen registrierten Nutzern (rund 21,5 Prozent der chinesischen Bevölkerung) das größte Online-Gesundheitsportal Chinas. Patienten würden hier sieben Tage die Woche rund um die Uhr von online bereitgestellten medizinischen Dienstleistungen, einer E-Commerce-Plattform für Gesundheitsprodukte und Consumer-Healthcare-Dienstleistungen profitieren.

"Die Kombination aus einem internen Medizinerteam und modernster KI-Technologie macht das Angebot so einzigartig", erkläre Sørensen. Mehr als 500 Millionen Chinesen würden in ländlichen Regionen leben, wo der Zugang zu Gesundheitseinrichtungen oft begrenzt sei. Die Plattform trage dazu bei, das staatliche Gesundheitssystem zu entlasten und zugleich die Gesundheitsversorgung in schwer zugänglichen Teilen des Landes zu verbessern.

Buchhaltungssoftware für kleine und mittelgroße Unternehmen: Das neuseeländische Technologieunternehmen Xero möchte mit seiner cloudbasierten Buchhaltungssoftware kleinen und mittelgroßen Unternehmen helfen, ihre Finanzen zu organisieren und so nicht nur Zeit und Kosten zu sparen, sondern auch die Produktivität zu verbessern. "Bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen ist der Einsatz von Technologielösungen zur Verbesserung von Geschäftsprozessen im Vergleich zu Großunternehmen eher gering", wisse Osunkunle. "Unternehmen dieser Größenordnung spielen im weltwirtschaftlichen Gefüge jedoch eine zentrale Rolle, zeichnet dieses Segment Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge doch für rund 50 Prozent der Arbeitsplätze verantwortlich."

Kleinkredite: Als zweitgrößte Bank Indonesiens zähle Bank Rakyat zu den erfolgreichsten Mikrofinanzinstituten der Welt. "Da weite Teile der Bevölkerung in Indonesien keinen Zugang zu einem Bankkonto haben, sind viele Familien auf Kleinkredite wie die der Bank Rakyat angewiesen, um eigene Kleinbetriebe zu gründen und erfolgreich zu betreiben", erläutere Sørensen. "Bank Rakyat kann Darlehen zu bezahlbaren Konditionen gewähren, weil ihre Quote an notleidenden Krediten im Vergleich zu herkömmlichen Bankfinanzierungen sehr gering ist." Nutznießer seien nicht nur die Bank selbst und ihre Anleger, sondern auch die Gesellschaft als Ganzes. (20.07.2021/fc/a/f)





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