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Noch mehr Auf- und Ab an den Märkten - Mit ETFs Marktschwankungen ausnutzen


16.01.20 12:11
Bankhaus Ellwanger & Geiger

Stuttgart (www.fondscheck.de) - In vielerlei Hinsicht geht das Jahr 2020 weiter, wie 2019 aufhörte, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.

Die Zentralbank führe ihre niedrige Zinspolitik fort und politische Krisen würden das Klima an den internationalen Börsen bestimmen. Die niedrigen Zinsen würden sich nicht nur auf Banken, sondern auch auf Anleger auswirken. An Aktien führe kein Weg mehr vorbei, auch nicht für jene, die sich einst an der Dotcom Blase die Finger verbrannt hätten. Darüber hinaus würden Sachwerte noch stärker an Bedeutung für die Anlagestrategie gewinnen. Zudem müssten sich auch Privatkunden darauf vorbereiten Negativzinsen, so genanntes Verwahrentgelt zu zahlen. Abhängig von der Bank könne dies bereits ab 75.000 Euro fällig werden. Der Druck auf Anleger in Aktien anzulegen, um ihr Vermögen zu erhalten, oder zu steigern, werde damit noch größer. "Während es früher hieß, Aktien seien mit Risiken verbunden, muss heute gesagt werden, dass nicht in Aktien anzulegen mit Risiko verbunden ist", sage Andreas Rapp, Leiter Private Banking beim Stuttgarter Privatbankhaus Ellwanger und Geiger.

Auch von politischer Seite kämen bewegte Zeiten auf Anleger zu. Die anstehende Wahl des US-Präsidenten, der andauernde Handelskrieg zwischen den USA und China und die schwelenden Konflikte im Nahen Osten würden an den Aktienmärkten zu noch stärkeren Auf- und Abwärtsbewegungen führen. Das raue Klima bleibe bestehen und es müsse mit Turbulenzen und Kursausschlägen gerechnet werden. Von diesen Ereignissen sollten sich Anleger jedoch nicht beirren lassen. "Anlagestrategien sollten generell langfristig ausgerichtet sein", sage Andreas Rapp. Es gelte hier insbesondere Klumpenbildung zu vermeiden, indem über Themen und Länder hinweg diversifiziert werde.

Volatile Märkte könnten sogar zum eigenen Vorteil genutzt werden. "Gerade passive Indexfonds, so genannte ETF's eigenen sich sehr gut, um kurzfristige Marktschwankungen durch Käufe und Verkäufe auszunutzen", sage Andreas Rapp. Schließlich seien die Einstiegs- und Transaktionskosten deutlich geringer als bei aktiv gemanagten Investmentfonds und sie könnten fortlaufend an den deutschen Börsen gehandelt werden. (16.01.2020/fc/a/e)