Metzler European Dividend Sustainability-Fonds: 09/2021-Bericht, besser als europäischer Dividendenindex - Fondsanalyse


11.10.21 10:30
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Ziel des Fonds Metzler European Dividend Sustainability/Class A ist es, eine langfristige Wertsteigerung zu erzielen, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, investiere der Fonds diversifiziert überwiegend in europäische Aktien und aktienähnliche Wertpapiere. Der Anlageschwerpunkt liege auf Unternehmen, die in der Vergangenheit Dividenden ausgeschüttet hätten oder die ein hohes Potenzial aufweisen würden, in der Zukunft Dividenden zu zahlen.

Neben dem Anlageschwerpunkt "Dividenden" sei ein zugrunde liegender und integraler Bestandteil der Auswahlstrategie des Fonds, in "nachhaltige" Anlagen, also in Anlagen, die Nachhaltigkeitskriterien des Investmentmanagers erfüllen würden, zu investieren. Um festzulegen, ob eine Anlage nachhaltig sei, führe der Investmentmanager für alle aktuellen und vorgeschlagenen Anlagen einen Screening-Prozess zur Nachhaltigkeit durch. Dieser Screening-Prozess basiere auf der Analyse von definierten Kriterien durch den Investmentmanager; hier handle es sich um Umwelt- (z.B. Abfallentsorgung), soziale (z.B. Verbraucherschutz) und Governance-Kriterien (z.B. Ressourcenmanagement), die zur Bewertung der Nachhaltigkeitsperformance eines Unternehmens beitragen würden.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter,
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Die Kurse an den europäischen Aktienmärkten hätten sich im September negativ entwickelt, mit merklich zunehmender Volatilität. Für Unsicherheit hätten Engpässe in den globalen Lieferketten sowie steigende Energiepreise gesorgt, die zu höherer Inflation und damit zu einer restriktiveren Geldpolitik führen könnten. Unter dem Strich sei der MSCI Europe im Berichtsmonat um 3,01% gefallen. Aktien mit hohen Dividendenrenditen (gemessen am MSCI Europe High Dividend Yield) hätten sich im Berichtsmonat schlechter als der Index europäischer Standardwerte MSCI Europe entwickelt und 4,20% an Wert verloren.

Der Fonds habe zum Stichtag Ende September leicht besser abgeschnitten als der europäische Dividendenindex. Dies habe vor allem am Übergewicht im Energiesektor gelegen - und dort insbesondere am Portfoliowert Equinor: Der Öl- und Gaskonzern aus Norwegen habe von einem deutlich gestiegenen Gaspreis profitiert. Auch das Untergewicht und die Einzeltitelauswahl im Gesundheits- und Bauwesen seien der relativen Performance zugutegekommen. Dagegen habe die relative Wertentwicklung des Fonds unter dem Übergewicht im Finanzdienstleistungssektor gelitten. Außerdem habe die Positionierung beim britischen Immobilienentwickler Taylor Wimpey der relativen Performance geschadet. Der gesamte Immobiliensektor sei nach dem drohenden Zusammenbruch der chinesischen Evergrande, des größten Immobilienentwicklers der Welt, unter Druck geraten.

Die Experten von Metzler Asset Management hätten die Ausrichtung des Fonds im September ebenso beibehalten wie ihren Qualitätsansatz mit Fokus auf Unternehmen mit nachhaltigen und wachsenden Dividenden. Die Experten hätten ihre Positionierung im Finanzdienstleistungssektor geändert, Enento, einen Finanz- und Risikodatenanbieter aus Finnland, verkauft und ihre Gewicht in Asset-Managern für illiquide Anlageklassen erhöht. Dafür hätten sie ihre Beteiligung bei Bridgepoint aufgestockt und am Börsengang von Antin, einem führenden europäischen Infrastrukturinvestor, teilgenommen. Außerdem hätten die Experten von Metzler Asset Management ihre Positionierung bei der Fondsplattform Allfunds erhöht. Weiterhin hätten sie Aktien von UMG, dem weltweit größten Musiklabel, nach der Abspaltung vom Mutterkonzern Vivendi gekauft. (Stand vom 30.09.2021) (11.10.2021/fc/a/f)





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