Metzler Euro Corporates Short Term Sustainability-Fonds: 06/2021-Bericht, EZB-Anleihekäufe fortgesetzt - Fondsanalyse


12.07.21 10:30
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Ziel des Metzler Euro Corporates Short Term Sustainability/Class A-Fonds (ISIN IE00B8KKJT75 / WKN A1J1NR) ist es, Zinseinkünfte und eine langfristige Wertsteigerung zu erzielen, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, investiere der Fonds überwiegend in Unternehmensanleihen globaler Emittenten, die in Euro denominiert seien und eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren hätten. Den Schwerpunkt würden Anleihen von Unternehmen außerhalb des Finanzsektors bilden, beispielsweise festverzinsliche und variabel verzinsliche Unternehmensanleihen. Darüber hinaus könne der Fonds in andere in Euro denominierte Staatsanleihen investieren. Alle Anleihen müssten über ein Investmentgrade-Rating oder ein vergleichbares Rating verfügen. Derivate könnten eingesetzt werden, um das Engagement auf Anleihen und/oder Devisenmärkten zu erhöhen und/oder zu verringern.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter,
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Im Juni sei die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus in vielen Ländern weiter gesunken. So sei beispielsweise die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland auf deutlich unter zehn Fälle je 100.000 Einwohner gefallen. Sorge habe jedoch der zunehmende Anteil der zuerst in Indien aufgetretenen sogenannten Delta-Variante des Virus bereitet, die nach Meinung von Experten deutlich ansteckender sei als das ursprüngliche Virus. In einigen Ländern habe die Ausbreitung der Delta-Variante erneut einen signifikanten Anstieg an Neuinfektionen verursacht, etwa in Großbritannien, wo die Zahl der täglichen Neuansteckungen zuletzt bei über 25.000 gelegen habe - gegenüber 3.000 Ende Mai. Die Zahlen aus Großbritannien würden zeigen, dass ein zu schnelles Zurückfahren von Beschränkungen trotz hoher Impfquoten bedenklich sein könne.

Von den Marktteilnehmern sei die Gefahr einer weiteren Ausbreitung von Virusmutationen zwar zur Kenntnis genommen worden, ihre grundlegende Überzeugung habe sich allerdings nicht geändert: Nach wie vor werde davon ausgegangen, dass sich mit zunehmenden Impferfolgen das Virus eindämmen lasse. Unterschiedliche Ansichten gebe es allenfalls in der Einschätzung, wie lange es dauern werde, dieses Ziel zu erreichen.

Möglicherweise könnte eine gewisse Unsicherheit gar nicht unerwünscht sein - dürfte sie doch dazu beitragen, dass die Geld- und Fiskalpolitik über einen längeren Zeitraum als bislang angenommen expansiv bleibe. So habe etwa die EZB nach ihrer letzten Sitzung im Juni ihre Anleihekäufe mit weiterhin erhöhtem Tempo fortgesetzt, obwohl sie die Aussichten für die Wirtschaft erstmals seit längerer Zeit wieder als ausgeglichen bezeichnet habe. Auch habe die EZB ihre Wachstums- und Inflationsprognose angehoben, wenngleich noch immer eine Inflationsrate unter dem Ziel von 2% für die kommenden zwei Jahre erwartet werde.

Euro-Unternehmensanleihen hätten sich im Juni insgesamt besser als vergleichbare Bundesanleihen entwickelt. Der Renditeaufschlag für Unternehmensanleihen sei im Juni rückläufig gewesen.

Die Experten von Metzler Asset Management hätten an einer Übergewichtung von Anleihen mit Restlaufzeiten von mehr als drei Jahren festgehalten. Auch die Übergewichtung von Papieren mit niedrigerem Rating sei beibehalten worden. Auf Einzeltitelebene hätten die Experten von Metzler Asset Management eine neue Anleihe im Rahmen einer Neuemission ins Portfolio aufgenommen. Der Beitrag der aktiven Durationssteuerung zur Gesamtperformance des Fonds sei im Berichtsmonat negativ gewesen. (Stand vom 30.06.2021) (12.07.2021/fc/a/f)






hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
98,81 € 98,78 € 0,03 € +0,03% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
IE00B8KKJT75 A1J1NR 99,03 € 98,08 €