Metzler Eastern Europe-Fonds: Q1/2019-Bericht, Kurse an Aktienmärkten deutlich erholt - Fondsanalyse


02.05.19 12:30
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Das Ziel des Metzler Eastern Europe-Fonds ist es, eine langfristige Wertsteigerung zu erzielen, so die Experten von Metzler Asset Management.

Der Fonds investiere überwiegend in Aktien und aktienähnliche Wertpapiere. Zu jeder Zeit seien mindestens 51% des Fondsvermögens in osteuropäischen Aktien und aktienähnlichen Wertpapieren angelegt. Es sei nicht vorgesehen, dass der Fonds mehr als 35% seines Fondsvermögens in lokal gehandelte russische Aktien investiere. Derivate könnten eingesetzt werden, um das Engagement in Devisenmärkten zu erhöhen und/oder zu verringern. Der Vergleichsindex für den Fonds sei MSCI EFM Europe and CIS IMI Custom Capped ("MSCI EM Eastern Europe Custom").

Nach dem Kursrutsch Ende des Jahres hätten sich die Kurse an den globalen Aktienmärkten im ersten Quartal wieder deutlich erholt. Im Handelsstreit habe sich eine Annäherung zwischen den USA und China abgezeichnet und die FED habe nach vier Zinsschritten im Jahr 2018 verkündet, vorerst von weiteren Zinserhöhungen abzusehen. Die Börsen Russlands und Griechenland hätten sich in diesem Marktumfeld am besten entwickelt. Die Kurse an den türkischen und polnischen Aktienmärkten hätten sich dagegen seitwärts bewegt.

Mit einem Wertzuwachs von 19,5% in Euro hätten die griechischen Börsen im Berichtsquartal am besten abgeschnitten. Das Land sei wieder in den Fokus der Anleger gerückt, Marktteilnehmer würden ein überdurchschnittliches BIP-Wachstum nach der fast zehn Jahre währenden Rezession erwarten. Zudem seien die nächsten Wahlen für Oktober 2019 vorgesehen, die höchstwahrscheinlich zu einem Regierungswechsel führen würden mit einer reformorientierteren und wirtschaftsfreundlicheren Politik.

Auch Russlands Börsen hätten sich mit einem Plus von 15% aus Sicht eines Euro-Anlegers mehr als erfreulich entwickelt. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent habe sich von knapp 50 USD je Barrel Ende 2018 auf bis fast 70 USD im Quartalsverlauf verteuert. Hauptgründe seien Kürzungen der Fördermengen in Saudi-Arabien, schärfere US-Sanktionen gegen den Iran und Venezuela sowie Unruhen in Libyen gewesen. Sehr positiv sei von Investoren der lang erwartete Bericht des US-Sonderermittlers Robert Mueller aufgenommen worden: US-Präsident Trump habe keine Zusammenarbeit mit Russland nachgewiesen werden können. In der Folge seien die Kurse an Russlands Börsen gestiegen. Nach Erachten der Experten von Metzler Asset Management seien russische Aktien sehr günstig bewertet und würden mit einem signifikanten Abschlag zu anderen aufstrebenden Märkten handeln. Die Experten hätten ihr Übergewicht in Russland sukzessive im Laufe des Quartals ausgebaut und insbesondere Titel des russischen Marktführers Sberbank sowie Energietitel weiter aufgestockt.

In Polen habe die Regierung angekündigt, vor den in diesem Jahr stattfindenden Europa- und Parlamentswahlen, die Sozialausgaben deutlich zu steigern. Dafür sei ein Ausgabenpaket in Höhe von umgerechnet rund 10 Mrd. USD bekannt gegeben worden, was rund 1,4% des BIP entspreche. Kleine und mittelgroße polnische Titel hätten gemessen am MIDWIG Index um 6,1% zulegen können und sich besser als der WIG Index für den Gesamtmarkt (3,4%) entwickelt. Zahlreiche Unternehmen mittlerer Größe hätten gute Quartalszahlen vorgelegt und die Übergewichtung der Experten in Mid Caps im Portfolio habe sich ausgezahlt. (Stand vom 29.03.2019) (02.05.2019/fc/a/f)





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